
Nir Hasson in Haaretz:

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Dazu der Kommentar aus Haaretz Today (ergänzt 30.1.2024)


Über die Ereignisse, die der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas tagtäglich zeitigt, kann man:frau unterschiedliche Positionen vertreten, sogar darüber, ob ein Waffenstillstand in diesen Tagen geboten, möglich, sinnvoll oder unbedingt nötig sein müsse …
Die Jüdische Allgemeine hat dieser Tage allerdings einen Kommentar von Tobias Huch veröffentlicht, der für einige Irritationen gesorgt und auf den Ronen Steincke, rechtspolitischer Korrespondent bei der »Süddeutschen Zeitung«, geantwortet hat:

Die JA hat inzwischen Titel des Kommentars von T. Huch verändert und auch den Text und dies online auch kommuniziert.
Im Einladungstext des israelischen Rossing Center for Education and Dialogue heißt es:
„While we, as societies living in the Holy Land, are still trying to cope with the horrors and challenges of the past months and the current war, in this webinar we are keen to learn about peace education following atrocities. We will learn from a different context, Rwanda, how they implemented peace education after horrific events.
Ian Manzi is an advocate for peace education in post-genocide Rwandan society and will share his professional experience, including working for the Agahozo-Shalom youth Village and as a co-founder of Critical Thinking for P.E.A.C.E.“
Date: 31. Januar 2024 –
Time: 20:00
Speaker: Ian Manzi
Link to register: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZYrduysqz0iHdBcd86FLalZEeho-ZMOq7an

29. Januar 2024 | 10:00 s.t. – 12:30
Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und die militärische Reaktion Israels haben weltweit für emotionale und verbitterte Debatten gesorgt. Auch in Deutschland äußern sich bereits bestehende Konfliktlinien in einer neuartigen Vehemenz: auf der einen Seite das Bekenntnis zum Staat Israel aufgrund der deutschen Geschichte. Auf der anderen Seite wird Israel als „Kolonialstaat“ delegitimiert. Der Konflikt äußert sich auf den Straßen, in sozialen Medien und in Hörsälen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum der Nahostkonflikt so viel Emotionalität und Aggressivität hervorbringt und zeichnet Möglichkeiten auf, wie die Debatte differenzierter geführt werden kann.
Freie Universität Berlin lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Vortrag ein.

Hörsaal A, Henry-Ford-Bau – Garystraße 35, 14195 Berlin

Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem … –
Ein Begleiter durch das Jahr 2024 – Mit Photos von Bärbel Doering

Photos: Doering
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2023
Es ist das neunte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erscheint: Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem, dieses Thema war schon lange festgelegt …
Was wird dieses Jahr 2024 bereithalten – wir wissen das nie zuvor, wer hätte schon geahnt, welche Katastrophen das Jahr 2023 bereithalten würde?
Zusammen denken und zusammendenken, aus diesem Geist heraus versucht der diAk seit 45 Jahren auf die Region zu schauen, auch auf unsere Verbindungen dorthin. Die tiefen Wunden, welche die Ereignisse des Jahres 2023 geschlagen haben, individuell, aber auch kollektiv, lassen zweifeln, wie eine kooperative Vision für die Region aussehen kann.
Jedoch: Die Vielfalt zu sehen und die Einheit in der Vielfalt zu spüren, bleibt eine entscheidende Voraussetzung … In allen, die das Land kennen, werden bei den Bildern aus und um Jerusalem Assoziationen aufsteigen, Erinnerungen lebendig werden: Es ist so viel der Schönheit der Welt über Jerusalem ausgegossen, sie reicht für alle!
Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem … (2024)

Harry Nutt im Gespräch mit dem Philosophen Christoph Menke (In: Berliner Zeitung„)
Vergleiche mit der McCarthy-Zeit treffen nicht zu. Aber es besteht die Gefahr, Probleme durch staatliche Überwachung lösen zu wollen.
Aus dem Gespräch:
„Ich halte das für einen falschen Versuch, Antisemitismus zu bekämpfen. Allein die Absicht, hier mit nur einer Definition des Antisemitismus arbeiten zu können und diese staatlicherseits verpflichtend zu machen, ist kontraproduktiv. Man sieht das bei der Frage nach dem Verhältnis von Israelkritik und Antisemitismus. Wie jetzt mit Formeln wie „israelbezogener Antisemitismus“ die Grenze zwischen beidem verwischt wird, zeigt eine Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs zu anderen Zwecken.“

Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.


Das Internetportal Qantara hat kürzlich einen Beitrag von Andrea Backhaus gebracht, der auf die Stimmung und die politische Lage in der Westbak schaut. Der Diskurs dort ist weit weg von dem, der in Deutschland geführt wird und er wird hierzulande wenig wahrgenommen. Der lesenswerte Beitrag endet mit: „Wir brauchen die Hamas nicht“, sagt Yahya. „Wir brauchen nur jemanden, der uns unsere Würde zurückgibt.“

Nachdem die Bunderegierung ihre Absicht publik gemacht hat in Den Haag im Sinne Israels gegen die Klage Südafrika aufzutreten, hat der Präsident Namibias, Hage Geingob, sich dazu äußerst kritisch geäußert:
“Germany cannot morally express commitment to the United Nations Convention against genocide, including atonement for the genocide in Namibia, whilst supporting the equivalent of a holocaust and genocide in Gaza,” the Presidency remarked in the media statement.
Ein Bericht dazu aus der namibischen Seite The Namibian. Diese Nachricht hat inzwischen von den Arab News bis zu iranischen Seiten, von Al-Jazeera bis Electronik Intifada weite Aufnahme gefunden, keine deutsche Presse hat es bislang (So. 14.1., Nachtrag 18:00: taz (Hier der Link Ausgabe 15. Januar 2024) und Welt haben die Nachricht inzwischen aufgegriffen), ein sprechendes Beispiel dafür, wie der Konflikt unterschiedlich gesehen und gedeutet wird, weit über die israelisch-palästinensische Konfrontation hinaus.
