The Israeli Initiative

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The latest publication from the Mitvim Institute/Berl Katznelson Center – the Israeli Initiative:

The Initiative aims to turn the tragedy of October 7th and the ensuing war into a political turning point between Israel, the Palestinians, and the Arab World. 

The Israeli Initiative offers a three-phase plan. The first phase focuses on a shift from warfare to rehabilitation. The second phase aims to prepare the ground for a stable settlement. Finally, the third phase outlines a negotiation process over a two-state solution as part of regional normalization process between Israel and the Arab World. The plan was created by the Foreign and Security Team of Mitvim and the Berl Katznelson Foundation, which was established 24 hours after the October 7th massacre, with the support of the New Israel Fund. It was crafted by a group of top-tier diplomatic and security experts with decades of experience.

The Initiative stands out as the first comprehensive alternative published by Israel since the beginning of the war, which provides a voice to the Israeli liberal majority. It aims to serve as a feasible policy plan for those who have long opposed the government’s policies and its unwillingness to offer, or even deal with, political planning for the day after.

The Israeli Initiative not only recognizes the importance of a two-state solution, but also emphasizes its significance in ensuring the safety and security of both Israelis and Palestinians. By presenting a pragmatic approach and considering the evolving dynamics on the ground, this publication sets a new benchmark for future discussions and negotiations.

+972: … the absurdity of Germany’s pro-Israel fanaticism

Michael Sappir über die spiraling absurdity of Germany’s pro-Israel fanaticism

Ein Beitrag auf +972mag über „repression of Palestine solidarity penetrates every sector of life, the state’s liberal self-image is fast becoming a story Germans can only tell themselves.“

Über Selbstverteidigung und Verhältnismäßigkeit

Philippe Currat, Schweizer Experte für den Internationalen Strafgerichtshof im Gespräch mit Elene Servettaz

Die humanitäre Situation im Gazastreifen stellt ein Kriegsverbrechen oder sogar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, sagt Philippe Currat, Schweizer Experte für den Internationalen Strafgerichtshof. Den Angriff der Hamas vom 7. Oktober kritisiert er scharf, stellt aber klar: Das war kein Völkermord.

Quelle: SWI swissinfo.ch – Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

apuz: Naher Osten

Neu erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung
Ausgabe 12/2024 – Als PDF zum herunterladen, online zum Lesen oder analog bestellbar

Inhaltsbeschreibung

Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen mörderischen Anschlag auf Israel mit über 1200 Todesopfern und verschleppte mehr als 230 Menschen in den Gazastreifen. Bald darauf setzte sich Israel mit einer militärischen Großoffensive gegen die islamistische Terrororganisation zur Wehr. Ein Ende des Kriegs ist seither nicht in Sicht. Vielmehr ist eine Ausweitung der Gewalt zu befürchten, etwa durch mit Iran verbündete Milizen im Libanon und im Jemen.

Als Scharnier zwischen dem östlichen Mittelmeer, der Arabischen Halbinsel und dem Persischen Golf ist der Nahe Osten, historisch betrachtet, ein Schauplatz ethno-religiöser Spannungen, hegemonialer Machtprojektionen und ungewöhnlicher Allianzen. Viele Länder und ihre Gesellschaften sind geprägt von einer gegensätzlichen Dynamik aus Fremdbestimmung und Selbstbehauptung, die zum Teil weit in die Kolonialzeit zurückreicht. Hinzu kommt die wiederkehrende Frage: Wie lässt sich Gewalt durch Verhandlungslösungen verlässlich einhegen?

Bleiben und Hoffen

Ein Gespräch in der FR mit der palästinensischen Juristen Hiba Husseini (Ramallah), rechtliche Beraterin für Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern seit 1994. Mit dem früheren israelischen Außenminister Yossi Beilin hat sie ein Modell „Konföderation Heiliges Land“ entwickelt.

Hiba Husseini (c) AphorismA Doering

Wie Siedler:innen sich palästinensisches Land aneignen

Die massiven Völkerrechtsverletzungen der israelischen Siedler gegen die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland werden in den meisten deutschen Medien allenfalls am Rande erwähnt. Der Deutschlandfunk hat in einer Audio-Dokumentation zum Thema „Landgrabbing: Die Vertreibung von Palästinensern im Westjordanland“ dieses Vorgehen, das nach dem 7. Oktober stark zugenommen hat, anhand zahlreicher Beispiele dokumentiert.

Neun Abende im Gespräch

Die Evangelische Kirche von Westfalen unterhält Kontakte zu etlichen Organisationen in Israel und Palästina. Viele haben sich vor dem 7. Oktober für Begegnung und Verständigung sowie für eine friedliche Lösung der Konflikte im Nahen Osten eingesetzt. Ihre Arbeit hat sich seitdem durch die äußere Situation erheblich verändert. Zum Teil sind aber auch neue Projekte und Initiativen entstanden, die beeindruckend sind.

Das oikos-Institut für Mission und Ökumene (EKvW) lädt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Villigst (Institut für Kirche und Gesellschaft) zu neun Abenden ein, in denen wir ins Gespräch mit Menschen und Organisationen kommen, die in Israel und Palästina leben und arbeiten. Wie haben sie den 7. Oktober und den anschließenden Krieg erlebt? Wie reagieren sie auf die aktuelle Situation? Wie hat sich ihre Arbeit verändert? Wie kann die Zukunft im Nahen Osten aussehen?

19. März um 19.00 Uhr mit Propst Joachim Lenz, Pfarrer an der Deutschsprachigen Evangelischen Erlöser-Kirche und Repräsentant der EKD-Stiftungen im Heiligen Land.

Weitere Termine sind:

                4. April: Arlette Ayoub, Arabisch-Orthodoxe Gesellschaft

                9. April: Abt Dr. Nikodemus C. Schnabel, Dormitio-Abtei

                17. April: Dr. Sarah Bernstein / John Munayer, Rossing Center for Education and Dialogue

                30. April: Dr. Marc Hermann-Cohen, Leo-Baeck-Education-Center

                14. Mai: Ranya Karam, Sternberg Rehabilitations-Center

                21. Mai: Anton Goodman, Rabbis for Human Rights

                30. Mai: Maaike Hoffer, Nes Ammim

                18. Juni: Burghard Schunkert, Lifegate Rehabilitation


Herzliche Einladung von
Dr. Christian Hohmann, oikos-Institut für Mission und Ökumene
Ralf Lange-Sonntag, oikos-Institut für Mission und Ökumene
Uwe Trittmann, Evangelische Akademie Villigst (Institut für Kirche und Gesellschaft)

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Aus der aktuellen Ausgabe der Tel Aviv Review of Books

„Since the turn of the year, Israel’s war against Hamas has morphed from the blunt instruments of missile launches and bombing sorties to the interminable uncertainty of an open-ended campaign of attrition. Gaza, of course, is the primary theater of war. But battles are also being fought elsewhere, in the Hague and at the United Nations—battles of discourse rather than weapons, but similarly characterized by a geo-political rhetoric at odds with the visceral pain created by unmediated violence. …“

Aus dem Gedicht: Joys that Do Not Come des palästinensischen Dichters Marzouk Halabi, translated from Arabic by Raya Kab

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No rose is there at a window
No rose in a book
Nor is there a rose in a vase
There is no rose on a mass grave

„In the last month, the Tel Aviv Review of Books has published three poems by the Palestinian poet Marzouk Halabi, translated exclusively for us by Raya Kab; Nissim, Olga Lempert’s short story about a man looking for the Messiah in very dark times; an assessment of Shlomo Sand’s A Brief Global History of the Left by Abe Silberstein, his review taking issue with the moral relativism of the political Left; poetry by Orian Zakai and Amiram Cooper—the latter being held hostage in Gaza; and a response by Daniel Solomon to Masha Gessen’s controversial New Yorker essay, Solomon arguing that despite the charged nature of contemporary polemical debate, “moral outrage should never call the tune.” …“

Wie sich Israelis und Palästinenser in Deutschland begegnen

Ein Beitrag von Sarah Judith Hofmann auf der Internetseite der Deutschen Welle (dw.de)

In der Sisyphos-Situation

Auf der Plattform Soziopolis ein langes und anregendes Gespräch zwischen Klaus Holz und Jens Bisky über Antisemitismus nach dem 7. Oktober, den Definitions-Fetisch und antirassistischen Bankrott.

Screensho soziopolis

Die Auseinandersetzung mit dem Text lohnt – und sie ist wichtig, um nicht in eine Dichotomie von Schwarz und Weiß zu verfallen, von gut und böse. Es geht auch in diesem Text nicht darum, jedem Satz zuzustimmen, sondern sich auch selbst immer wieder neu zu befragen …

PDF | Zur PDF-Datei dieses Artikels im Social Science Open Access Repository (SSOAR) der GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften hier.

Zitat vom Ende des Textes:

„Ich halte BDS für ein wirkliches Problem, dennoch kann man nicht sagen, dass BDS in allen Hinsichten antisemitisch ist. Angesichts all der Skandale der letzten Zeit scheint mir fragwürdig zu sein, dass als hinreichender Beleg für Antisemitismus ausreicht, wenn irgendjemand irgendwann mal einen Boykott-Aufruf unterschrieben hat, selbst wenn sich die Leute heute davon deutlich distanzieren. Wir erzeugen insgesamt eine gesellschaftliche und politische Situation, die nur noch schwarz oder weiß kennt. Man geht davon aus, klar zu haben, was Antisemitismus ist, selbst selbstverständlich komplett frei davon zu sein und glasklar einschätzen zu können, dass die Anderen antisemitisch sind. Wir lassen den Gedanken nicht mehr zu, dass es Bereiche gibt, über die wir streiten müssten. So landet man notorisch im simplifizierenden Entweder-Oder. Dabei sollte uns doch bewusst sein, dass sich Demokratie, Bildung und Aufklärung nicht fördern lassen, ohne sich andauernde diskursive Anstrengungen zuzumuten. Wir hingegen reden so gut wie nur noch über Maßnahmen zur Repression. Daher fürchte ich, dass die Antisemitismuskritik im Moment dabei ist, ihre Qualität als Kritik, ihre Tiefenschärfe und ihre Orientierung an Aufklärung und Selbstreflexion zu verlieren.“