Proteste, Widerstand, „Repression“, – Zensur … viele Begriffe liegen in der Luft, wenn es um die aktuell wachsende Zahl von US-amerikanischen Studierenden geht, die an ihren Universitäten Zeltlager errichten (wollen), um auf die Lage in Gaza aufmerksam zu machen… in einer zunehmend aufgeheizten inländischen Debatte, bei auch jüdische Studierende (fataler und falscher Weise) Ziel von Agression und Angriffen werden – obwohl es um den „Nahostkonflikt“ geht …
Hier ein längerer Bericht auf +972 (und folglich auch nur eine Sichtweise) über die Situation an US-Universitäten:
***
Eine andere Sicht hier in einem Beitrag des Forward (Jewish, Independent. Nonprofit – online-Magazin):
***
Und eine Reaktion dazu von der US-amerikanischen Sektion von Jewish Voice for Peace.
Wie unterschiedlich auf der Welt auf die aktuellen Ereignisse reagiert wird, das scheint doch wichtig wahrzunehmen – nicht alles muß man:frau gut finden oder teilen, aber auch nicht die Moral eines Landes setzt die Maßstäbe des Handels und Dürfens ….
Hier ein Bericht von RNS (Religion News Service) aus den USA
Zur aktuellen Debatte um das Hilfswerk der Vereinten Nationen
Nach der Veröffentlichung des Berichts der VN-Expert:innenkommission über das VN-Palästinenserhilfswerk UNRWA will die deutsche Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit der VN-Organisation im Gazastreifen in Kürze fortsetzen.
„Ohne UNRWA geht es nicht,“, so Frank Schwabe, der menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundetagsfraktion, „Es ist richtig, Vorwürfe transparent aufzuarbeiten und Prozesse zu verändern. Aber wir brauchen gleichzeitig maximale Hilfe für die geschundenen Menschen in Gaza. Und das ist ohne UNRWA unmöglich. Deshalb ist die Fortsetzung der Finanzierung durch Deutschland richtig.“
„Angesichts der dramatischen humanitären Lage in Gaza ist die Arbeit der UNRWA nicht nur eine Hilfe, sondern eine Überlebensnotwendigkeit für hunderttausende Menschen“, so die stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundetagsfraktion Derya Türk-Nachbaur, „als Menschenrechtspolitiker*innen der SPD-Fraktion unterstützen wir ausdrücklich eine verbesserte Kontrolle und Transparenz in den Strukturen der UNRWA, die durch den Einsatz internationalen Personals erreicht werden soll. Fakt ist aber auch: Es gibt keine anderen Strukturen, die aktuell die Hilfsleistungen von UNWRA ersetzen könnten. Im Moment geht es um das Überleben von Menschen. Es ist unsere moralische Pflicht, diese Bemühungen zu unterstützen und zu verstärken, besonders jetzt, da die internationale Gemeinschaft durch die G7 bestärkt wurde, die Kapazitäten für humanitäre Hilfe in Gaza vollständig zu nutzen.“
Kein Hinweis auf viele Hamas-Unterstützer
Unter dieser Überschrift berichtet der ORF über die Arbeit der Kommission:
Aus der gemeinsamen Erklärung von Auswärtigem Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:
Berlin: Intensiv mit Israels Vorwürfen beschäftigt
Die Bundesregierung habe sich mit den von Israel erhobenen Vorwürfen gegen UNRWA intensiv auseinandergesetzt und sich hierzu eng mit der israelischen Regierung, den Vereinten Nationen und anderen internationalen Gebern ausgetauscht, ist in der Erklärung weiter zu lesen. Sie werde sich mit ihren internationalen Partnern auch bei der Auszahlung weiterer Mittel eng abstimmen.
Aus Trauer Kraft gewinnen und einen neuen, anderen Weg suchen …
In the midst of unparalleled violence, divisiveness and uncertainty, what does reconciliation entail? How do we navigate the road ahead?
Join us for a webinar Dialogue Meeting with newly, bereaved Israeli mother Elana Kaminka and bereaved Palestinian husband, Yacoub Al-Rabi. They will bravely recount their deeply personal journeys of loss and the courageous decisions they’ve made to pursue reconciliation and peace.
Their experiences offer insights into the complexities of grief and resilience.
Register for the webinar on Tuesday, April 30, 2024
„The Van Leer Jerusalem Institute, in conjunction with the Minerva Center for Human Rights at the Hebrew University of Jerusalem, is conducting a multidisciplinary thinking group addressing the necessary conditions for the promotion of reconciliation between Jews and Palestinians and the forging of a peace based on partnership—rather than separation—on the political, community, economic, and spatial levels. The group’s discussions will be based on theoretical, comparative, and empirical material.“
Led by Limor Yehuda und Ameer Fakhoury | With the help of Oren Yiftachel
Das Beobachterbüro der VN in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten, OCHA, hat einen Bericht zu den dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen für die Menschen in Gaza und dem Westjordanland veröffentlicht.
In solchen Zeiten ein Hinweis auf eine spannende Initiative, nicht die einzige und noch nicht mehrheitsfähig vielleicht, aber was nicht ist, kann/soll ja noch werden ….
„Gute Nachrichten sind selten eine Meldung wert – (…) dabei gibt es sie, und sie sind nachzulesen in diesem Buch, das rechtzeitig zum 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels erschienen ist. Der israelische Journalist und Autor Igal Avidan berichtet, entgegen der üblichen Fernsehbilder, aus einer bewegten Gesellschaft, in der Juden und Araber längst ein Zusammenleben gefunden haben, das den Vorstellungen von ewigem Hass (…) nicht entspricht. Eine friedliche und zugleich brüchige Co-Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel. (Text: Berenberg Verlag)
Menachem Klein, Professor of Political Science an der Bar Ilan Universität, seinerzeit Berater der israelischen Delegation in den Verhandlungen mit der PLO im Jahr 2000, einer der führenden Köpfe der Genfer Initiative, schreibt auf der Plattform +972: Netanyahu ist nicht der Einzige, der daran interessiert ist, den Krieg zu verlängern ….