Bernd Asbach (1949-2026)

Die Adresse Groner Tor ist irgendwie noch immer präsent bei mir… Dort saß die „Buntstiftung“, eine der Vorläuferinnen der Heinrich Böll-Stiftung und da war auch Bernd Asbachs Büro. Schon Mitte der 1990er Jahre gab es Kontakt zum diAk, dem Bernd über Jahrzehnte verbunden war, aktiv im Vorstand oder bei den Publikationen, aber auch immer wo es möglich war, durch institutionelle Kooperationen, Stichwort etwa Arnoldshain. Als Nahostreferent der Heinrich Böll-Stiftung seit 1997 baute er die Büros Tel Aviv, Ramallah, Beirut und Rabat mit auf. Davon hat auch die Arbeit des diAk immer wieder profitieren können.

Photo: Stephan Röhl – Lizenz: CC-BY-SA 4.0 / aus dem Nachruf der Böll-Stiftung.

Julia Scherf, über viele Jahre Vorsitzende des diAk, hat es so beschrieben:

„Anstatt zu hetzen, plante Bernd mit Bedacht. Als mein unmittelbarer Vorgesetzter in Berlin unterstützte mich seine Anerkennung und Förderung unserer Ideen aus dem Büro Tel Aviv. Natürlich kam er auch während der 2. Intifada mit Selbstmordanschlägen in Israel zu Besuch: Er gab mir uneingeschränkt Zugang und Vertrauen zu den von ihm in den neunziger Jahren aufgebauten exzellenten Kontakte in die israelische Zivilgesellschaft. Bernd brachte mich auch zur Vorstandsarbeit im Deutsch-Israelischen Arbeitskreis und brachte dort seine Erfahrungen im Nahen Osten in die ehrenamtliche Arbeit ein, weit über Textredaktionen der vierteljährlichen israel & palästina Ausgaben hinaus!“ 

Der diAk wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren und seine Arbeit zwischen den Linien und über Grenzen hinweg dankbar erinnern.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Birte und seinem Sohn Anton.

rzw

Bernd Asbach, hier mit (rechts) René Wildangel in der Ev. Akademie Arnoldshain, auf einem der legendären – diAk-Jahresseminare; im Hintergrund Khalil Toama aus Frankfurt/M. – Photo: Jörn Boehme. Oktober 2006.

Etwas streng schauend, aber engagiert: Bernd Asbach bei der Eröffnung des Böll-Büros in Ramallah, Februar 2008 – Photo: Christian Sterzing.

Building in E1 or Business with Europe!

Israel’s new settlement construction plans threaten to split the occupied West Bank, poking a finger in the eye of those who support Palestinian statehood. With the Trump administration largely keeping mum, responsibility to try stopping this project falls most heavily on European governments.

“A peace government will bring change. Yes to a Palestinian state alongside Israel”

This morning (3.9.26) Standing Together put up a massive billboard along Tel Aviv’s busiest highway reading “A peace government will bring change. Yes to a Palestinian state alongside Israel,” as part of a campaign calling on the next government to enter into negotiations with Palestinian leaders on a real, just peace agreement.

Qusra Under Siege

Vereinzelte Übergriffe, Strategie zusammen mit (Teilen der) Armee – die Situation in der Westbank?

Ein Essay von David Shulman in der The New York Review (einzelner Artikel frei zugänglich)

David Shulman is the author of Tamil: A Biography, among other books. He is Professor Emeritus at the Hebrew University of Jerusalem and was awarded the Israel Prize for Religious Studies in 2016. He is a longtime activist with Ta’ayush, the Arab–Jewish Partnership, in the occupied Palestinian territories.

E1 – Was steht dahinter?

Linda Dayan in Haaretz über die Hintergründe…

Israel’s far-right government is advancing construction in the contentious E1 area between Jerusalem and Ma’aleh Adumim, issuing tenders for 1,200 new housing units despite decades of international opposition. Critics warn the move could divide the West Bank, sever East Jerusalem from Palestinian territory, undermine prospects for a Palestinian state and risk mass Palestinian displacement. With contracts imminent, it could soon become irreversible.

Wie geht es weiter in Gaza?

Hollow Promises: Resetting Gaza’s Ceasefire / Eine Analyse der International Crisis Group:

A July roadmap sponsored by the Board of Peace has failed to overcome obstacles that have mired Gaza’s ceasefire deal ten months on. A mix of sustained pressure and diplomatic guarantees is needed to break the logjam and centre Palestinian agency in the strip’s recovery.

Zu schön, um wahr zu sein …?

Zwei Chöre aus Tel Aviv und Ost-Jerusalem treffen sich für ein musikalisches Experiment in den Schweizer Bergen – und erleben dabei, wie aus Fremden Freunde werden. …

Eine Ära der automatisierten Gewalt

Gihan AbouZeid beschreibt auf Qantara.de, wie KI-Überwachungstechnik das Erleben des Kriegs verändert hat

Bleiben es „nur“ Worte …

Haben wir verloren?

Ein nachdenklich machender Beitrag in der taz-Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann