Die Zeit danach

Fania Oz-Salzberger, em. Professorin der Universität Haifa (und Tochter von Amos Oz), zitiert in ihrem Beitrag für das jpg-journal ihren Vater:

„Ich bin weder für Israel noch für Palästina“, pflegte mein Vater zu sagen. „Ich bin für Frieden.“ Doch solange die Gemäßigten schwach bleiben, wird es einen Frieden der Gemäßigten nicht geben.

ATTACKS ON CHRISTIANS IN ISRAEL AND EAST-JERUSALEM

Das Rossing Center for Education and Dialogue auf dem Zion hat in seinem Jahresbericht 2023 den Fokus auf „the disturbing rise in hostilities towards Christians in Israel and East Jerusalem in 2023“ gelegt.

Annual Report 2023 zum download

Mehr ‚Peacebuilding‘ der Zivilgesellschaft

Bis in die Schlußerklärung des G7 Gipfels hat es der Appell „Call to Action“ geschafft, jetzt gilt es der Politik!

„We affirm our commitment to working together – and with other international partners – to closely coordinate and institutionalize our support for civil society peacebuilding efforts, ensuring that they are part of a larger strategy to build the foundation necessary for a negotiated and lasting Israeli-Palestinian peace.“

ALLMEP has spent the last month leading a global coalition united in calling for this new approach from the G7. 37 UK Parliamentarians, 22 Members of the European Parliament, and His Holiness Pope Francis – who attended the summit today– all added their support to the campaign, standing in solidarity with the ALLMEP community and recognizing the critical role that grassroots organizations have to play in any long term, sustainable peace process. The letter was signed by more than 160 Israeli and Palestinian peacebuilding NGOs, and over 200 civil society organizations from around the world, including from places like Northern Ireland, South Africa, Colombia, and Kashmir, where communities know only too well the pain of entrenched conflict and the importance of civil society in breaking cycles of violence and injustice. 

Hier noch einmal der Call to Action from Over 350 Organizations to the G7, den auch der diAk unterschrieben hat.

Zum Thema auch ein Beitrag im britischen Prospect-Magazin:

Auf der Suche nach Palästina

In Le Monde Diplomatique begibt sich Charlotte Wiedemann auf die Suche, auf die Suche nach Einem Land für alle, nach Lebensrealitäten und Erinnerungen, nach inklusiven Narrationen, nach wechselseitigem Respekt für die Traumata, die auf beiden Seiten so prägend sind: Shoa und Nakba – das war schon vor dem 7. Oktober und diesem Gaza-Krieg schwierig, jetzt erst recht und doch noch nötiger als je.

Eine neue jüdische Internationale

Eine ganze andere Sicht, als sie gemeinhin hierzulande vertreten wird und die viel Anlaß zur Debatte geben kann: Auf der Plattform Mondoweis schreibt Marilyn Garson über den ersten gemeinsamen Kongreß des Netzes in London im Juni 2024.

„The International Jewish Collective for Justice in Palestine began in opposition to the IHRA antisemitism definition and is now a worldwide network of organizations from 16 countries working as partners with Palestinians in pursuit of justice.

Mission Statement of the IJCJP

„We are Jews from diverse countries, part of local, national, international networks and organizations. We are connected by our involvement in the struggle for Palestinian rights, and by our determination to work for justice. We oppose Zionism and all forms of racism. We came together to share our experiences of the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) Working Definition of Antisemitism. Although it claims to protect Jews, the IHRA Working Definition is in fact being used to shield Israel from valid political challenge, silence Palestinians, and suppress any mention of Palestinian rights. The IHRA’s weaponization of antisemitism sets a dangerous precedent for limiting speech on many issues. We take this as our immediate priority, but it is only a starting point for our collective commitment to build a more just world.“

G7: Für eine andere Politik!

Mehr als 350 NGOs aus der ganzen Welt fordern diese Woche die Staats- und Regierungschefs der G7 auf, zivilgesellschaftliche Friedensförderung in den Mittelpunkt des G7-Gipfels in Italien zu stellen. Schließen Sie sich an, um diese wichtige Botschaft zu verbreiten und echte internationale  Unterstützung für Frieden in Israel und Palästina zu fordern. #PeacebuildingPersists #G7

#peacebuildingpersits #G/

Mehr als 350 Friedensorganisationen und ihre internationalen Unterstützer:innen fordern, daß zivilgesellschaftliche Friedensförderung auf dem G7-Gipfel in Italien diese Woche eine Priorität sein muß. Teilen Sie diese Botschaft und machen gegenüber den Staats- und Regierungschefs klar, daß Frieden keine Nebensache ist! #PeacebuildingPersists #G7

Am 13. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus Italien, Deutschland, Japan, Kanada, Großbritannien, den USA, Frankreich und der EU zum G7-Gipfel, um über globale Fragen zu diskutieren. Schließen Sie sich uns und über 350 anderen Organisationen an und fordert die G7 auf, zivilgesellschaftlicher Friedensförderung in Israel/Palästina Priorität zu geben. #PeacebuildingPersists #G7

Jedes Jahr treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten und anderer Länder zum G7-Gipfel, um wichtige globale Fragen zu diskutieren. Fordert gemeinsam mit uns die G7 auf, einen neuen Präzedenzfall für die Friedensförderung in Palästina und Israel zu schaffen, bei dem die Stimmen der Zivilgesellschaft im Mittelpunkt stehen. #PeacebuildingPersists #G7

Dieses Jahr fordern wir die Staats- und Regierungschefs auf, beim G7-Gipfel im Juni in Apulien Frieden zur Priorität zu machen. Schließen Sie sich uns und 350 anderen Organisationen an und fordern die G7 auf, sich hierzu zu verpflichten:

“We affirm our commitment to working together multilaterally – and with other international partners –  to closely coordinate and institutionalize our support for civil society peacebuilding efforts. Ensuring that such efforts are part of a larger strategy to build the foundations necessary for a negotiated and lasting Israeli-Palestinian peace.” #PeacebuildingPersists #G7

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Für mehr zu allmep, hier der Link zum Jahresbericht 2023.

Kalender 2024 – Juni

Photos: Doering

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2023

Es ist das neunte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erscheint: Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem, dieses Thema war schon lange festgelegt …

Was wird dieses Jahr 2024 bereithalten – wir wissen das nie zuvor, wer hätte schon geahnt, welche Katastrophen das Jahr 2023 bereithalten würde?

Zusammen denken und zusammendenken, aus diesem Geist heraus versucht der diAk seit 45 Jahren auf die Region zu schauen, auch auf unsere Verbindungen dorthin. Die tiefen Wunden, welche die Ereignisse des Jahres 2023 geschlagen haben, individuell, aber auch kollektiv, lassen zweifeln, wie eine kooperative Vision für die Region aussehen kann.

Jedoch: Die Vielfalt zu sehen und die Einheit in der Vielfalt zu spüren, bleibt eine entscheidende Voraussetzung … In allen, die das Land kennen, werden bei den Bildern aus und um Jerusalem Assoziationen aufsteigen, Erinnerungen lebendig werden: Es ist so viel der Schönheit der Welt über Jerusalem ausgegossen, sie reicht für alle!

Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem … (2024)


Was wird aus der PLO? (II)

Fathi Nimer schreibt auf der Seite von Al-Shabaka -The Palestinian Policy Network über palästinensische Politik und Politik mit den Palästinenser:innen – eine scharfe und gänzlich andere Sicht der Dinge, als im Beitrag I zum Thema.

Religion(en) [einmal] anders

Noch ist die Stadt nicht so gefüllt, wie bei den nationalistischen Flaggenumzügen in der Stadt, aber die Religionen in der Stadt und im Land und ihre Vertreter:innen müssen noch lernen, was beten auf der Straße heißt …

Für Frieden und Menschenrechte sind am Montag [3. Juni 2024] mehrere hundert Menschen verschiedener Religionen durch Jerusalem gezogen. Die Initiative der Rabbiner für Menschenrechte ist auch eine Gegenveranstaltung zum israelisch-nationalistischen Flaggenumzug rechter Organisatoren am Mittwoch.

screenshot orf.at

Bericht bei orf.at, beim Domradio, vatican.news

Medico International: Die Westbank und wir: Gespräch mit Nathan Thrall

Aus dem Rundschreiben 2/2024 von medico international und auch online zu lesen: