Die Orientalisierung des heiligen Landes

[zait wa: zaʕtar]Festival mit palästinensischer Kunst und Kultur wird fortgesetzt

… oder Wie hat der Blick westlicher christlicher Reisender dazu beigetragen, das heutige Bild von Palästina in Europa zu prägen?

Ruth und Boaz – Photo: American Colony, Photo Department, um 1910 (Beit Sahour)

Samstag, 22. Mai 14 Uhr
FORUM Factory, Besselstraße 13-14, 10969 Berlin – online

Christliche europäische Männer reisten in den Nahen Osten auf der Suche nach dem Land, wie es in dem ihnen heiligen Buch beschrieben war. Einige prominente Reisende, und hier vor allem Gustaf Dalman, legten ganze Archive an, die heute meist an theologischen Fakultäten von Universitäten, darunter Berlin und Greifswald, untergebracht sind.

Was waren ihre Vorstellungen zu dieser Zeit, dem Beginn der Fotografie durch Reisende (ca. 1900-1913), wie haben die damaligen Bilder der arabischen Völker, hier der einheimischen Palästinenser, zu der Art und Weise beigetragen, wie sie heute noch dargestellt werden? Und wie prägt dies die Art und Weise, wie Europäer das umstrittene Land, das einst allseits als Palästina bekannt war, heute sehen und beurteilen, und in der sie sich zu ihm verhalten?

Podiumsgäste: Dr. Bashar Shammout, Irit Neidhardt – Moderation: Cora Jostings

A message to the true friends of the Palestinians

Andere Stimmen zu hören, hinter, vor, neben und trotz allem Kriegslärm, ist nicht nur wünschenswert und nötig, es gibt auch die Kraft, nicht aufzugeben etwas zur Transformation der Situation beizutragen, wenn es auch nur ein sehr kleines Jota sein kann.

Hier ein kleines Zitat aus einem Brief von Mohammed Altlooli, den die Jungle World auf ihre Site gestellt hat:

„Then, we see demonstrations in Europe, where people call very horrible slogans against Jews and Israel. We hear the same hatred we hear in the propaganda channels of Hamas. Anyone who is a friend of us should not talk like this! We don’t want and deserve such friends! Since a very long time so many people claim they are our friends, but in reality they just hate Israel and the Jews. This is not only wrong and against our intentions and beliefs, it also harms the just cause of the Palestinian people: We want to live in peace, dignity and self-determination, side by side with the Israelis. We want justice and freedom. We don’t want war and destruction.“

Gewalt, Raketen und ein neuer Erzbischof

Eine Momentaufnahme zur Situation in Israel und Palästina, unter diesem Titel hat das evangelische Magazin Zeitzeichen aus Anlaß der Ergreifung des Bischöflichen Stuhls in anglikanischen Diözese von Jerusalem durch den neuen Bischof, des palästinensischen Erzbischof Hosam Elias Naoum, Reflektionen und Gedanken des ehemaligen Propstes in Jerusalem und jetzigen Nahostreferenten der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) und Geschäftsführers des Evangelischen Verein für die Schneller-Schulen, Pfr. Dr. Uwe Gräbe online gestellt.

Konfliktstillstand als pragmatisches Ziel

Ein Kommentar von Reinhard Schulze auf Journal21

„Es braucht mehr Mut, Fantasie und Entschlossenheit, [den] zivilen Weg zu gehen, als es braucht, um mit Bomben Häuser zu zerstören und mit Raketen auf Siedlungsgebiete zu feuern. Der militärische Weg wird nur zu einer Atempause führen, der zivile Weg könnte eine Lösung bringen.“

Hier der nicht sehr lange aber sehr bemerkenswerte Text!

Frieden zwischen Israel und Palästina?

Der VN-Sicherheitsrat wird von den USA blockiert

Karin Leukefeld bringt einen ausführlichen Bericht von der gestrigen Tagung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen; die Sitzung wird am 18. Mai 2021 fortgesetzt. 

Deutschland und die EU müssen handeln

Gefährliche Eskalation um Jerusalem

Unter der Rubrik SWP kurz gesagt haben Muriel Asseburg und Peter Lintl ihre Einschätzung zur aktuellen Situation veröffentlicht.

Wem nützt der Krieg?


Die Brutalität der Auseinandersetzung macht den/die Beobachter:in sprachlos, schockiert und nach Worten suchend. Mit militärischen Mitteln wird dieser Konflikt erneut brachial ausgetragen; aber mit diesen Mitteln ist der Konflikt seit mehr als hundert Jahren nicht zu regeln geschweige denn zu lösen gewesen. Also warum diese erneute Eskalation ? Und wieder fragen wir: Wem nützt die Ermordung von Menschen in diesem asymmetrischen Krieg? Die International Crisis Group faßt die Ereignisse der letzten Tage noch einmal zusammen.


Der Konflikt läßt sich nicht auf Dauer managen

Obwohl man:frau meinen könnte, zum Konflikt sei doch schon alles gesagt, die Entwicklungen gehen weiter und die Konfliktlage und ihre Akeure Akteure verändern sich.

Was sich nicht verändert, ist die Einsciht, daß sich die europäische Politik endlich einmal zu konsequentem und glaubwürdigen Handeln jenseits des Scheckbuches verstehen müßte.

Hier ide aktuelle Einschätzung von Hannes Alpen, der das Büro der Friedrich Ebert-Stiftung in Ost-Jerusalem leitet.

Am Schabbat lernen

Es ist schwer ins Deutsche zu übersetzen: Spiritual Progressives – aber Rabbi Michael Lerner und Cat Zavis in diesem Podcast zuzuhören macht es klar: Tikkun and the Network of Spiritual Progressives (Berkeley, California)

„Now is a good time to get together to mourn the violence and suffering in Israel and Palestine, to learn the ethical vision of Torah as it applies to the contemporary world, and to celebrate the receiving of Torah on Shavuot.“

Imagine with Us

Der Gewalt entgegentreten

In Anbetracht der erneuten sichtbaren Gewalt, die auch jüdisch-arabische Städte erfaßt hat, mobilisieren sich auch die Kräfte, die der Gewalt etwas entgegensetzen wollen, unter anderem ausgehend von Lehrkräften an den Yad be Yad (Hand in Hand) Schulen, die ein gemeinsames Lernen erfolgreich umsetzen. Über diese Demonstrationen zu berichten ist mindestens so wichtig wie über die Raketen und Bomben.

HIer ein Bericht in der Times of Israel.