Vor 55 Jahren, am 4. Februar 1969, wird Yassir Arafat zum Vorsitzenden der PLO gewählt, damit geht die Führung der palästinensischen Befreiungsorganisation in die Hände der Palästinenser:innen über. Es beginnt der lange Weg zu der Überzeugung, daß nur ein Staat Palästina an der Seite Israels zu Befreiung und nationaler Würde führen könne… Was ist von dieser Möglichkeit einer kooperativen Vision heute noch geblieben?
Kategorie: Innenpoltik Palästina;
Deutschlands Nahost-Diplomatie in der Sackgasse …
Christoph Hasselbach analysiert für die Deutsche Welle die Rahmenbedingungen für das deutsche Enagement; die Sackgasse, von der er schreibt, hat aber wohl mehr Enden, als im Artikel erkennbar wird. Was bleibt vom ehemaligen Renommee deutscher Politik nach dem aktuellen Scherbenhaufen?

Americans for Peace Now


Artikel in Foreign Affairs (Freier Zugang)
A Palestinian Revival
How to Build a New Political Order After Israel’s Assault on Gaza
By Khaled Elgindy – December 18, 2023
Wer ist Zivilist?
Über die Ereignisse, die der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas tagtäglich zeitigt, kann man:frau unterschiedliche Positionen vertreten, sogar darüber, ob ein Waffenstillstand in diesen Tagen geboten, möglich, sinnvoll oder unbedingt nötig sein müsse …
Die Jüdische Allgemeine hat dieser Tage allerdings einen Kommentar von Tobias Huch veröffentlicht, der für einige Irritationen gesorgt und auf den Ronen Steincke, rechtspolitischer Korrespondent bei der »Süddeutschen Zeitung«, geantwortet hat:

Die JA hat inzwischen Titel des Kommentars von T. Huch verändert und auch den Text und dies online auch kommuniziert.
Unterwegs in Deutschland
Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.


Palästinenser:innen in der Westbank
Das Internetportal Qantara hat kürzlich einen Beitrag von Andrea Backhaus gebracht, der auf die Stimmung und die politische Lage in der Westbak schaut. Der Diskurs dort ist weit weg von dem, der in Deutschland geführt wird und er wird hierzulande wenig wahrgenommen. Der lesenswerte Beitrag endet mit: „Wir brauchen die Hamas nicht“, sagt Yahya. „Wir brauchen nur jemanden, der uns unsere Würde zurückgibt.“

Am Abend des 21. Dezember
Hierzulande bewegen sich die Menschen innerlich und äußerlich auf die Feiertage zu, egal ob sie darin noch metaphysisch oder gar spirituell einen Sinn erkennen oder es willkommene streßfreie, erholsame, vielleicht sogar ruhige Tage sind. Anderenorts gehen die Auseinandersetzungen weiter und die Gewalt macht keine Pause, auch nicht wegen des Kindes in Bethlehem, das manche den „Friedensfürsten“ nennen (… vielen in dieser Stadt wird das wohl in diesem besonders schwer fallen)
Andere bangen um ihre Verschleppten. Und wer zwischen den Resten seiner Satdt sitzt …
Nicht billiger Trost soll es da sein, aber es ist ermutigend zu sehen, wie die Journalist:innen bei +972mag auf die Situation schauen: ... den Sinn für das Richtige bewahren ....
„Witnessing these changes in Israel-Palestine, we at +972 have always made it imperative to hold our moral ground. We are uncompromising in our mission to challenge structures of injustice and oppression — most of all in Gaza, where the Israeli army has unleashed an apocalypse on the besieged Palestinian population. But we are also anchored in the values of empathy and humanity, including for the Israelis cruelly targeted and kidnapped by the Hamas-led assault.“

Am Abend des 15. Dezember (neu)
Das letzte Licht von Chanukka, Shabbat beginnt, es ist noch Freitag (und heue und gestern auch der Tag des großen Mystikers Johannes vom Kreuz), die Gewalt geht weiter … wie lange noch …
Hier die Einladung zur einer Zoom-Begegnung mit Rabbi Arik Aschermann von Torat Tzedek über die Situtation in der Westbank. Hier zur gesamten Mail, in der noch mehr zur wichtigen Arbeit von Torat Tzedek zu finden ist.
[17.12.: Hier der korrekte Anmeldelink: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZAsf-ivrDsvHt3u-LD3MMn4ghDRwv-vuO-x#/registration]

19:32 – Bei der ersten Aussendung gab es ein technisches Problem (diAk)
In Memoriam II
Ibrahim Hazimeh (1933-1923)
Schon am 25. September 2023 ist bekannte palästinensische Künstler Ibrahim Hazimeh gestorben: ein warmherziger Menschenfreund und Brückenbauer zwischen Deutschland und Palästina sowie zwischen europäisch/deutscher und arabisch/palästinensischer Kultur.
1933 in Acco (Palästina) geboren, wurden er und seine Familie 1948 nach Latakia (Syrien) vertrieben. 1960 ging er dann zum Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst nach Leipzig, zwischen 1963 und 1967 absolvierter er ein Graduiertenstudium Bernhard Heisig in Leipzig. 1974 schließlich zog Hazimeh ins damalige Berlin (W).
Eine seiner Schöpfungen auf einer palästinensischen Briefmarke (2000)
Nachruf auf der Seite der DAFG.
Bei AphorismA sind (auf Nachfrage) Post- und Klappkarten von Ibrahim Hazimeh sowie noch ganz wenige großformatige signierte Siebdrucke erhältlich


Ibrahim Hazimeh bei einer Ausstellungseröffnung 2003 (Mit dem palästinensischn Gesandten Abdallah Frangi)
Am Abend des 8. Dezember
Chanukka, zweiter Abend, … Hochfest Mariä Empfängnis – und zugleich wird in Gaza gekämpft, werden weiter Raketen geschossen …
Wer wünscht sich derzeit nicht Geschichten, die Hoffnung im Nahostkonflikt machen, auch für unser Zusammenleben hier in Deutschland? Genau die bringt heute das Kulturmagazin Aspekte (ZDF) für die Norbert Kron gerade in Israel und im Westjordanland war… Er schriebt dazu „Für mich, dem das Land und die Menschen dort nach vielen Besuchen persönlich so am Herzen liegt, war diese Drehreise eines der bedeutendsten Erlebnisse meiner journalistischen Arbeit überhaupt. Nach 4 Jahren konnte ich nicht nur meine Freunde in dieser angespannten Zeit wiedersehen, sondern unglaublich engagierte Menschen treffen, die sich gegen die Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern stemmen und Versöhnungsgesten gerade jetzt weiter vorantreiben. Wie die ‚Combatants for Peace‘, ehemalige Soldaten und militante Aufständische, die die Waffen weggeworfen haben und die ich bei ihrem Treffen in Beit Jalla begleiten durfte. Dies und noch viele andere starke Brückenbauer, auch hier in Deutschland, heute im TV & ab 21 Uhr online.“



