Viele Augen sehen mehr

Aus der Selbstbeschreibung:

„Die Geschehnisse in Gaza tragen weltweit zu gesellschaftlichen Spaltungen bei. Auch das Verhalten der deutschen Bundesregierung befeuert Unmut in der Gesellschaft. Und wir finden die Situation schon seit einiger Zeit untragbar. Wir haben als private BürgerInnen daher den Verein „Don`t look away“ gegründet.

Wir stehen auf genau einer Seite: und zwar der der universellen Menschenrechte und des internationalen Rechts. Wir fordern besonders von der Bundesregierung und der Europäischen Union konsequente Handlungen bezüglich der in Gaza stattfindenden genozidalen Verbrechen. 

Wir setzen uns schwerpunktmäßig dafür ein, dass die Bundesrepublik sich endlich für die Durchsetzung von Menschenrechten und internationalem Recht in ihrer Beziehung zu Israel einsetzt und die deutsche Außenpolitik danach ausrichtet sowie gemeinsam mit der EU-Kommission Konsequenzen folgen lässt. 

Zudem fordern wir, dass Deutschland sich seinen vielen internationalen Partnerländern anschließt und den Staat Palästina anerkennt. Das Leiden und Sterben in Gaza geht uns sehr nahe. Insbesondere nach dem vermeintlichen Waffenstillstand nehmen wir eine abnehmende öffentliche Aufmerksamkeit wahr und möchten die durch Deutschland unterstützten Völkerrechtsverbrechen nicht akzeptieren. Wir sind eine Organisation aus der Mitte der Bevölkerung und sehen den Kampf gegen Antisemitismus und gegen Rassismus als gemeinsame Aufgabe an.

Unsere Forderungen werden – Umfragen zufolge –  von einer Mehrheit der Deutschen getragen. Wir möchten den Menschen einen Raum für Trauer und politischen Unmut bieten, die zwar grundsätzlich politisch interessiert sind, sich aber bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht öffentlich positioniert haben.

Seit August organisieren wir einmal monatlich Kundgebungen in München, Berlin und Köln (bald auch in Regensburg): hier verlesen wir die Namen der Kinder, die seit dem 7. Oktober in Gaza und Israel getötet wurden und stellen unsere politischen Forderungen. Uns ist symbolisch wichtig, dass getötete Kinder Sichtbarkeit erhalten, unterschiedliches Leid und Trauma gewürdigt wird und die unglaubliche Zahl der getöteten Kinder in Gaza (laut neuen Zahlen des Max-Planck Instituts bisher mindestens 30.000 direkt getötete Kinder) deutlich wird. Wir freuen uns, wenn Sie die Informationen zu diesen Kundgebungen mit uns zusammen verbreiten und selbst daran teilnehmen, etwa Namen verlesen oder eine Rede halten.

Die nächste Kundgebung in München findet statt am 27.12.2025 um 13.00 Uhr in der Sendlinger Straße.

Des Weiteren formulieren wir derzeit einen Offenen Brief, der sich an die Oberbürgermeister der Städte richtet, in denen wir Kundgebungen veranstalten. Wir fordern die Politiker:innen direkt auf, nach dem Vorbild Schweiz verletzte Kinder aus Gaza in unseren Krankenhäusern aufzunehmen und zu behandeln.

Zum Tod der Feministin und Anwältin Islah Hassniyyeh

Riham Halaseh würdigt auf qantara.de Islah Hassniyyeh, die als erste Frau in Gaza eine Anwaltskanzlei eröffnete. Im September ist sie unter israelischer Blockade verstorben. Portrait einer wegweisenden palästinensischen Frauenrechtlerin.

Über „Desinformation“ …

Kathrin Wesolowski geht in einem Beitrag auf der Internetseite der Deutschen Welle „Anti-palästinensische/(r) Desinformation und Rassismus gegen Palästinenser „nach. Das DW-Faktencheckteam erklärt, warum solche Propaganda so weit verbreitet ist.

Waffenstillstand darf nur der Anfang sein …

Today is the day we have been working towards.

Today is the day we have been shouting, crying, calling for in all means available to us. Today, we welcome the announcement of a ceasefire deal that allows us to let out a deep breath, but with mixed emotions. There is joy that this nightmare is seemingly coming to an end. There is cynicism that it has taken so long to reach this point. Nevertheless, today, we breathe a sigh of relief with the people of Gaza, with the hostage families, with everyone in the land who has been suffering the consequences of this war.

But we know that our work is far from over. We know the road to reconciliation is long and requires patience. The scars of this war, on bodies, on hearts, on the land itself, will not heal quickly. But we are more committed than ever.

Today, we breathe, and tomorrow we continue to act. We act against injustice, violence, and occupation. We act in support of a just and peaceful solution.

Today is a historical day and an important first step on the road towards achieving true safety, freedom, and equality for all.

– Combatants for Peace

The Palestine Institute for Public Diplomacy

Hier wieder einmal ein Hinweis auf eine interessante Initiative

Who We Are

The Palestine Institute for Public Diplomacy

The Palestine Institute for Public Diplomacy (PIPD) is a non-governmental independent organization advocating for the liberation of Palestine from all forms of settler colonialism. Our team is dedicated to advancing Palestinian people’s diplomacy as well as strengthening a Palestinian-led movement equipped with the necessary tools and influence to confront the injustices experienced by  the Palestinian people, along with the systems, structures and geopolitical arrangements that perpetuate them.

In our outreach and campaigning work, we center a profoundly collaborative approach, engaging with other Palestinian voices, organized groups in Palestine and the diaspora, as well as grassroots movements worldwide. We leverage digital campaigning and educational tools as key mechanisms to strengthen Palestinian presence and discourse worldwide.

We enhance our grassroots advocacy strategy by directly engaging with international policymakers, thought leaders and media outlets in places where Palestinians can build and amplify influence in reshaping political and geopolitical transformations. Serving as a reputable point of contact, we engage with diplomats, parliamentarians, journalists, academics, and other stakeholders worldwide.   

The PIPD team and Board of Directors, based both in Palestine and abroad, strive to adopt and promote an institutional model based on values of inclusion, equity, interdependence and solidarity.

Rābet

Rābet is PIPD’s digital platform serving as our hub for amplifying Palestinian voices, understanding of Palestine and the Palestinian struggle, in addition to international campaigns that aims at ending complicity with the Israeli apartheid regime.

The Perilous Path …

Viele offene Fragen, viel viel Hoffnung, auch mancher Zweifel und manche Skepsis: Eine Möglichkeit für eine andere Zukunft scheint sich aufzutun, sind aber auch beide Seiten schon soweit, nicht mehr an den eigenen Sieg zu glauben? Daniel Kurtz-Phelan im Gespräch mit Philip Gordon

Hanno Hauenstein über Merz, Gaza und den ausbleibenden Paradigmenwechsel in der Israelpolitik

Neuer Termin

Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza: Hintergrund, Eskalation, Folgen

Dienstag, 1. Juli 2025, 18:00 Uhr | Ort: DAFG – Wallstraße 61 – 10179 Berlin

Die aus gesundheitlichen Gründen verschobene Veranstaltung wird nun nachgeholt.

Drin. Muriel Asseburg, Senior Fellow, Stiftung Wissenschaft und Politik

Moderation: Botschafter (a.D.) Bernd Mützelburg, Vorstandsmitglied DAFG e.V.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt – Zur Anmeldung

Nakba erinnern

Palestinians, Israelis, and allies from around the world gathered on May 15, for the 2025 Joint Nakba Remembrance Ceremony – to commemorate the forced displacement and dispossession of the Palestinian people, to acknowledge that the current bloodshed is a horrifying link in the long chain of conflict and violence over the land, and to insist on another way. Through the ceremony, Combatants for Peace modeled what they affirm – that understanding how each side experiences history is imperative to breaking this chain and forging a different future. 

If you were unable to join or if you wish to revisit this powerful ceremony, you can watch the recording here.

Wer befreit wen?

Auf der Seite von 972mag reflektiert Fadi Shabita über eine alte Frage, die nichts an Aktualität und auch nichts an Sprengkraft verloren hat: Kann es einen gemeinsamen Kampf von Israelis und Palästinenser.innen (nur?) geben – wenn die Basis echte Gleichheit und Gerechtigkeit ist? Und wie sähe / sieht das dann aus?