Business as un-usual

Antiquiätenrückgabe an die Palästinensische Autorität

Photo: US Office of Palestinian Affairs

Eine in den USA sichergestellte assyrische Antiquität aus dem Besitz eines Sammlers wurde an die PA restituiert … ein kleine Nachricht nur, aber was müßte da noch alles folgen … – jedenfalls solange es die PA noch gibt.

Hier der Bericht in der Times of Israel.

Christtagsbotschaft 2022

Heute gibt es den Text des lutherischen Bischofs in Jerusalem, Sani-Ibrahim Azar, den in Deutschland ja einige kennen, weil er unterem anderem im Jerusalemsverein aktiv ist und auch in Deutschland studiert hat.

Die radelnden Ladies von Gaza 

Wieder einmal ein lesenswerter Beitrag auf Qantara.de – und ein neuer Beleg dafür wie kurzsichtig und falsch es ist, an dieser Stelle Mittel der auswärtigen Kulturpolitik einzusparen: Lernen, hinhören, differenzieren <und nicht vergessen>!

„Fahrradfahren gilt für Frauen im Gaza-Streifen als unschicklich. Nur an einem Ort können sie es lernen: bei Rania Shaik. Sie will den Frauen helfen, mit dem Fahrradfahren auch ein bisschen Freiheit zu erleben.“ Von Ziad Bakri

qantara radfahren gaza

Schon mal ein Blick auf nächste Woche…

Trotz aller Nachrichten, trotz allem, in zehn Tagen ist Christtag… blicken wir nach Bethlehem

Und schon ein Grußwort der guten Wünsche, nicht von den geistlichen Hierarchen, kommt auch noch, sondern vom Bürgermeister von Bethlehem, der dazu auffordert zu kommen … und andere mitzubringen…

Brief Hanna Hanania, Bürgermeister von Bethlehem

Neu in der 9. Auflage …

Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts

Von Jörn Böhme und Christian Sterzing, beide Jahrzehnte im diAk aktiv und unseren Anliegen verbunden …

Das Buch bietet einen kurzen, aber multiperspektivischen Überblick über die komplexe Konfliktgeschichte. Auch wird diskutiert, welche Friedensregelungen nach mehr als fünfzig Jahren israelischer Besatzung palästinensischer Gebiete noch denkbar sind und menschen- wie völkerrechtlichen Maßstäben genügen. Ist die international geforderte, aber heftig umstrittene Zwei-Staaten-Regelung noch machbar? Die Spaltung Palästinas, ein Rechtsruck in Israel und der völkerrechtswidrige Siedlungsbau sowie Krisen und Kriege in arabischen Staaten rücken den Frieden in immer weitere Ferne. Die Kernpunkte kontroverser Debatten werden knapp geschildert: eine erste Orientierung in einem vielschichtigen Diskurs.

978-3-7566-1527-8 | 248 S. | 9. überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Auflage | 18,00 €

Aus den Vereinten Nationen

UN General Assembly votes in favor of commemorating Palestinian ‘Nakba’

Und Deutschland stimmt dagegen…. – was daran ist eine Schande?

Palästina (- neu) denken!

Al-Shabaka, das PalestinianPolicyNetwork hat auf seiner Seite ein neues ‚Tool‘ freigeschaltet, eine Scenario Matrix für die Westbank und Gaza – mit seiner Hilfe läßt sich strukturiert(er) betrachten und bedenken, welche Optionen es für die palästinensische Seite (noch) gibt …

Matrix

9th edition of the Palestine Cinema Days festival läuft

Zum aktuellen Programm

https://pcd.flp.ps/sites/default/files/header-web-02.png

Reisen – bildet

Im Januar und Februar 2023 auf nach Israel und Palästina

Zwei Angebote, die von diAk-Mitgliedern begleitet/organisiert werden – noch Plätze frei

Einmal (mit eigener Anreise) eine Fahrt zur Gebetswoche für die Einheit der Christenheit – 21.-29. Januar 2023:

Die Vielfalt der Ökumene in Jerusalem entdecken und erleben

und zum anderen eine

Studienfahrt Israel | Palästina. Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
(Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Rheinland-Pfalz, DVPB) vom 18.-26. Februar 2023

Kontakt auch über agentur@aphorisma.eu | Anmeldung bis 15. November 2022

Ein „neues Kapitel im palästinensischen Widerstandskampf“

Für die einen „Freiheitskämpfer“, für die anderen „Terroristen“… – die israelische Armee geht mit großer Härte gegen das ’neue‘ Phänomen vor.

Die Anhänger:innen und Aktivist:innen, die sich Areen al-Usood (Lion’s Den) nennen, stellen eine junge, relativ neue Kraft im palästinensisch-israelischen Kampf dar. Bis jetzt vorrangig in Jenin, Nablus und Tulkerem im Westjordanland aktiv, sind sie jedoch nicht aus dem Nichts entstanden.

Der palästinensische Analyst Daoud Kuttab sieht enge Verbindungen zum islamischen Jihad und schreibt zur Charakterisierung der Anhänger und deren Zielen: es sind disziplinierte junge Männer in den 20ern, deren kleine Zellen dreiste Angriffe auf israelische Sicherheitskräfte im Westjordanland verübt haben, während sie Zusammenstöße mit der palästinensischen Polizei vermieden haben. Wie stark der Islam als Religion in diesen Gruppen eine Rolle spielt, dazu gibt es vor Ort unterschiedliche Einschätzungen.

„Das Auftauchen dieser Gruppe ist die wichtigste Entwicklung in der derzeitigen palästinensischen Widerstandsbewegung gegen die israelische Besatzung. Nach der Ermordung ihres Anführers, Ibrahim al-Nabulsi, durch israelische Spezialeinheiten kamen große Menschenmengen in Nablus zu seiner Beerdigung, um die Unterstützung der Öffentlichkeit für diese bewaffnete Bewegung zu demonstrieren, die sich sowohl den israelischen Besatzern als auch den palästinensischen Sicherheitskräften widersetzt hat.

Die Bewegung besteht aus kleinen ein- bis dreiköpfigen Zellen – meist bewaffnete palästinensische Männer um die 20 – die entschlossen sind, bis zum Tod gegen die israelische Besatzung zu kämpfen. Inzwischen haben sie in einer Ad-hoc-Charta klar zum Ausdruck gebracht, daß sie sich nicht gegen die palästinensischen Sicherheitskräfte, die sie als „unsere Brüder“ bezeichnen, wenden, sondern ihre Aufmerksamkeit „auf die israelische Armee und die randalierenden jüdischen Siedler richten wollen, die viele palästinensische Städte im Westjordanland umzingeln.“

Weiterführende Beiträge: al-Monitor: Palestine BriefingLion’s Den