Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.
Tom Segev, 1945 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Paares in Jerusalem geboren, zählt zu den herausragenden Publizisten Israels. Der promovierte Historiker hat zahlreiche Monographien vorgelegt, die sich mit der Geschichte Israels und Palästinas befassen, etwarem: „Die siebte Million“, „Ben Gurion“, und „Es war einmal Palästina“.„Jerusalem Ecke Berlin“ heißt sein 2022 auf Deutsch erschienenes Erinnerungsbuch.
Im Gespräch mit Michael Hesse schaut er auf die Entwicklungen in seinem Land und räumt auch eigene Fehler ein. (Interview in der Frankfurter Rundschau): „Der Krieg muß sofort enden“
Auf ihrem Blog bei der Times of Israel, reflektiert Susie Beicher, (Communications Director of the Policy Working Group, a team of senior academics, former diplomats, human rights defenders, and media experts) über die innerisraelische Debatte, über die IDF und die Politik im Angesicht des anstehenden Verfahrens vor dem International Court of Justice (ICJ).
Zum zweiten Mal hatte heuer (5. Januar 2024) die Gruppe „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ in Berlin vor dem Auswärtigen Amt (Werderscher Markt 1) zu ihrer nächsten Kundgebung eingeladen:
Für einen sofortigen Waffenstillstand, für die Freilassung aller Geiseln und für eine tragfähige diplomatische Lösung in Israel/Palästina–
Die Gruppe heißt alle Menschen, die teilnehmen wollen und dieselben Ziele teilen, willkommen.
Es wird aber freundlich darum gebeten, keine Nationalfahnenmitzubringen.
Die „Israelis for Peace“ sind auf Instagram zu finden:
Hier ist ein Photo [(c) Martin Forberg] von der ersten Mahnwache der „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ (29. Dezember 2023).
Darüber hat die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet:
Wie kann Israel von dem Baum wieder herunterklettern, auf den es geklettert ist, danach fragt ein Beitrag von Michael Koplow auf der Seite des US-amerikanischen Liberal Patriot:
Tal Mitnick, der erste israelische Refusnik (Verweigerer) seit dem 7. Oktober, hat seine Antwort gegeben (Beitrag dazu auf +972mag):
8:7 – trotz des Durchstechens eines Entwurfs des Urteils an die Presse ist es heute bei dieser Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Israel geblieben … ob die Politik damit verhältnismäßig und überprüfbar wird / bleibt… Eine Station in einem langen Weg der Auseinandersetzung, was es für ein Staat sein und was für eine Gesellschaft Israel sein wird.
Auf der „anderen“ Seite bleibt es auch im neuen Jahr wichtig hinzuschauen – und weiter unten hinzuhören – … deshalb auch nach der großen Spendenzeit der Hinweis auf UNICEF
„In this episode, Jewish Currents editor-at-large Peter Beinart speaks with two political analysts from Gaza living abroad, Khalil Sayegh and Muhammad Shehada. Sayegh and Shehada discuss what it was like growing up under Hamas rule, how Hamas governs, the motivations behind the October 7th attack, and what’s next for Hamas in Palestinian politics.“
Die Gewalt, die Trauer, das Leiden haben noch immer kein Ende. Wir haben an dieser Stelle in den letzten Wochen auch immer wieder versucht, auf Ideen und Initiativen hinzuweisen, die an einer kooperativen Vision festhalten … so wollen wir auch dieses Jahr beschliessen und das nächste beginnen
Aus dem Medienarchiv des ZDF heute journal (vom 14. Dezember 2023)
Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hat in einem Beitrag für das Wall Street Journal (Paywall) die (seine) drei Bedingungen für die Zukunft formuliert, die für Frieden Voraussetzung seien:
Weder die / eine Zwei-Staaten-Regelung noch die Freilassung der Geiseln werden erwähnt. Mit Blick auf die „Deradikalisierung“ der Palästinenser:innen verweist er auf Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg. Welche aktive Rolle die Palästinenser:innen dabei spielen sollen, wird nicht erläutert.
Hierzulande bewegen sich die Menschen innerlich und äußerlich auf die Feiertage zu, egal ob sie darin noch metaphysisch oder gar spirituell einen Sinn erkennen oder es willkommene streßfreie, erholsame, vielleicht sogar ruhige Tage sind. Anderenorts gehen die Auseinandersetzungen weiter und die Gewalt macht keine Pause, auch nicht wegen des Kindes in Bethlehem, das manche den „Friedensfürsten“ nennen (… vielen in dieser Stadt wird das wohl in diesem besonders schwer fallen)
Andere bangen um ihre Verschleppten. Und wer zwischen den Resten seiner Satdt sitzt …
Nicht billiger Trost soll es da sein, aber es ist ermutigend zu sehen, wie die Journalist:innen bei +972mag auf die Situation schauen: ... den Sinn für das Richtige bewahren ....
„Witnessing these changes in Israel-Palestine, we at +972 have always made it imperative to hold our moral ground. We are uncompromising in our mission to challenge structures of injustice and oppression — most of all in Gaza, where the Israeli army has unleashed an apocalypse on the besieged Palestinian population. But we are also anchored in the values of empathy and humanity, including for the Israelis cruelly targeted and kidnapped by the Hamas-led assault.“