Steuern als Druckmittel …

Der Streit zwischen den Kirchen und der (West-)Jerusalemer Stadtverwaltung hat einen neuen Höhepunkt erreicht:

„The city of Jerusalem earlier this month froze the bank accounts of the Greek Orthodox Patriarchate of Jerusalem, the church body that represents around half of all Palestinian Christians and is a major landholder in Israel.

Ein Bericht David I. Klein auf dem Portal RNS | Religion News Service.

Photo: B. Doering

Berliner Fundstück

Möglich: Ja. Erlaubt: Sachbeschädigung. Geboten: … mhh….

Photo: R.H.

„Palästinensische Freiheit und israelische Sicherheit gehen Hand in Hand“

Ein Interview auf Kontrast.at mit der in Berlin lebenden, in West-Jerusalem aufgewachsenen Aktivistin Vered Berman.

Anual Report 2024

Zum blättern

Ein deutscher Bischof zur Siedlergewalt

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz, äußerte sich mit deutlichen Worten zu den jüngsten Übergriffen extremistischer Siedler im Westjordanland:

„In diesen Tagen ist die mehrheitlich christliche Stadt Taybeh im Westjordanland in die Schlagzeilen geraten. Sie ist das vorerst letzte Beispiel für die unerträglichen Übergriffe extremistischer jüdischer Siedler auf palästinensische Orte. Längst handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um die Alltagserfahrung der dort ansässigen Bevölkerung, die eingeschüchtert werden soll, um sie zur Auswanderung zu veranlassen.

Die Gefahr, die von randalierenden Siedlern ausgeht, verschärft die Lebenssituation der Palästinenser, die ohnehin von der systematischen Zerstückelung der Infrastruktur im Westjordanland und der drastischen Einschränkung der Bewegungsfreiheit betroffen sind.

Der israelische Staat muss endlich seiner Verantwortung gerecht werden: Die Übergriffe müssen verhindert und Straftäter zur Verantwortung gezogen werden. Andernfalls wird nicht nur das internationale Renommee Israels beschädigt, sondern jeder Rest an Zukunftshoffnung, der unter den Palästinenser noch gegeben sein mag, zerstört. So ist ein Frieden in der Region auch langfristig undenkbar.

Angesichts des jüngsten Vorfalls sollte auch nicht vergessen werden, dass das christliche Leben ein wichtiger Bestandteil des palästinensischen Volkes ist. Es darf nicht vollständig aus der Region verschwinden!“

Religions for Peace International

Rabbi David Rosen, Special Advisor to the Abrahamic Family House in Abu Dhabi, and Religions for Peace Co-President, shared his powerful remarks virtually to help drive our conversation from afar.

Von ihm ist in der Schriftenreihe des diAk im übrigen ein Band mit Reflektionen erschienen, die mit arabischen Zusammenfassungen versehen sind.

Fiktive Grenzverletzung

Mittwoch, den 9. Juli 2025, 14:00 Uhr | Café „Holzkopf“ (UG Holzlaube) FU Berlin

Wer sich heute um einen verantwortungsvollen Umgang mit Erinnerung unter Deutschen, Israelis und Palästinenser:innen bemüht, begibt sich auf tückisches Terrain. Wie ein Bermudadreieck stecken die jeweiligen Bezugspunkte – Shoa, Nakba, Holocaust – einen Bereich ab, in dem uns die Orientierung verloren geht. Mit der Kraft der Fiktion von jeweils sechs Autorinnen und Autoren aus Israel und Palästina setzt dieser essayistische Streifzug Shoa, Nakba, Holocaust neu miteinander in Beziehung.

Rolle der Religion im Nahostkonflikt

Wie viel Frieden steckt in der Religion und im Glauben?

Ein Interview mit Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Vorstandsmitglied des diAk, seines Zeichens Referent für den Interreligiösen Dialog mit dem Islam im Zentrum Oekumene von EKHN und EKKW über Hoffnung, Mißbrauch von Religion und Dialog im Nahostkonflikt.

Viele heilige Stätten im Nahen Osten sind für Judentum, Christentum und Islam von zentraler Bedeutung: Die Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichte spielen in dieser Region, ebenso wie weitere christliche, viele islamische und jüdische Überlieferungen. Und doch: Statt Frieden erleben die Menschen dort immer wieder Gewalt. Auch nach dem jüngsten Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran bleibt die Lage angespannt.

Gründe für den Nahostkonflikt und Religion als Ideologie

Goetze betont: Der Ursprung des Israel-Palästina-Konflikts liegt nicht im Religiösen – sondern in Fragen von Land und Besitz. Er beobachtet, wie sich Religion in eine politische Ideologie verwandelt. Die größte Herausforderung liege in religiös aufgeladenen, exklusiven Nationalismen. Deshalb warnt er: „Religion wird dazu mißbraucht, eigene Land- und Besitzansprüche unter Ausschluß der jeweils anderen zu legitimieren. Dann geht es um absolute Wahrheiten ohne Kompromiß.“

Menschen miteinander ins Gespräch bringen – Schmerz teilen

Pfarrer Goetze fordert Gläubige auf, „gegen diesen Mißbrauch von Religion lautstark zu protestieren“, weil das den liebenden, gerechten und barmherzigen Gott bezeuge. Trotz aller Spannungen sieht Goetze Hoffnung. In Begegnungen von jüdischen und muslimischen Gläubigen habe er erlebt, wie Menschen einander zuhören, sich vom Schmerz des anderen berühren lassen. Deshalb empfiehlt Andreas Goetze: „Wir brauchen mehr Verständigungsorte. Räume, in denen wir lernen, den Schmerz des anderen wahrzunehmen.“

Wie sich der Krieg auf die Menschen im Nahen Osten auswirkt und welche religiösen Aspekte außerdem eine Rolle spielen, läßt sich im kompletten Interview nachlesen: evangelisch.de im Juni 2025

Angesichts von so viel Wahnsinn …

Statement auf Instagram zum Angriff auf den Iran

From CfP:

As violence escalates and uncertainty grows, we remain steadfast in our commitment to nonviolence and to one another. Many CfP members remain in Paris for the Civil Society convening and are, for now, unable to return home. All of our members are safe, and those in the land are preparing for what may come next. Please keep the all those suffering and in fear in your thoughts and please join us on Monday for a time of connection.

This Monday, we invite you to leave your table empty, as an act of love, grief, and nonviolent co-resistance. This fast is made even more important by the recent news – let’s unite in every way possible to care for those in the land and call out for peace.

On June 16th at 12:00pm ET, while many of us are fasting, join AFCFP and our partners for a sacred hour of reflection, witness, and activism. Our gathering will be facilitated by three leaders from diverse traditions and will include a time for participants to connect with one another. We will use our bodies and voices to call for an end to the forcible starvation of those in Gaza and to affirm that our lives are intertwined.

Fast for Freedom: International Community Gathering
Monday, June 16, 2025
12:00 pm ET | 7:00 pm Jerusalem

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We are Palestinians, Israelis, and international allies united in nonviolence. We believe that true peace cannot grow from silence in the face of atrocity. We fast to say: We are united. We will not stop until all are safe and free.

Fasting has long been a sacred tool of resistance and reflection. Join us in this practice from wherever you are in the world on Monday June 16th. Pledge your fast by adding your name and location to our live global map. Upload a photo or video message if you wish. Share why you’re fasting and send a message of solidarity to Gazans, to the hostages, and to everyone trying to live through this unthinkable time.

P.S: We encourage you to share on social media. Upload a photo or video with the hashtag #EndGazaStarvation. Tag @combatantsforpeace_english and/or @afcfpeace. Selected videos will be subtitled and shared widely.

Jerusalem Voice for Justice

Bekannte christliche Vertreter:innen im Heiligen Land haben zu Pfingsten das israelische Vorgehen im Gazastreifen scharf verurteilt und die internationale Gemeinschaft zu stärkerem Protest aufgerufen.

„Wir flehen euch an, nicht aufzugeben“, so der Appell der christlichen Gruppe an die internationale Gemeinschaft. „Laßt uns zu Pfingsten mit der Kraft der Auferstehung und des Heiligen Geistes erfüllt werden und bekräftigen wir unseren Kampf für Leben und Freiheit unserer Brüder und Schwestern in Gaza und überall sonst in Palästina/Israel.“

Englischer Text (indcatholicnews.com) / Bericht bei Vatican News

Jerusalem, Zionsberg Ort des Pfingstereignisses, dazu die Kirche St.Peter in Galicantu und die Dormitioabtei … (AphorismA 2024)