Niemals Frieden? Israel am Scheideweg

Analog in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

02. Juli 2024, 19:00 – 21:00 Uhr oder digital im Livestream – anmeldung erfoderlich

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nimmt den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zum Ausgangspunkt, um in seinem neuen Buch eine kritische Bilanz des israelisch-palästinensischen Konflikts und der Geschichte des Staates Israel zu ziehen. Er zeigt historische Linien auf und hinterfragt Optionen für ein künftiges Miteinander jüdischer und palästinensischer Bürgerinnen und Bürger.

Sein Fazit ist sowohl pessimistisch als auch konstruktiv; es sieht nicht nur die regionalen Akteure, sondern auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, um dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt zu entfliehen.

Angelika Timm, erste Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel, diskutiert mit Moshe Zimmermann über dessen Buch «Niemals Frieden? Israel am Scheideweg». An dem Gespräch beteiligt sich, zugeschaltet aus Tel Aviv, auch Gil Shohat, der gegenwärtige Büroleiter der RLS in Israel.

Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte geben Sie bei der Anmeldung im Bemerkungsfeld an, ob die Teilnahme vor Ort oder digital gewünscht ist.


Zur Umweltsituation in Gaza

Das „Enviroment programme“ der Vereinten Nation (UNEP) hat einen ersten, vorläufigen Bericht über die Lage im Gazastreifen vorgelegt, hier das PDF des Gesamtberichtes.

Mehr ‚Peacebuilding‘ der Zivilgesellschaft

Bis in die Schlußerklärung des G7 Gipfels hat es der Appell „Call to Action“ geschafft, jetzt gilt es der Politik!

„We affirm our commitment to working together – and with other international partners – to closely coordinate and institutionalize our support for civil society peacebuilding efforts, ensuring that they are part of a larger strategy to build the foundation necessary for a negotiated and lasting Israeli-Palestinian peace.“

ALLMEP has spent the last month leading a global coalition united in calling for this new approach from the G7. 37 UK Parliamentarians, 22 Members of the European Parliament, and His Holiness Pope Francis – who attended the summit today– all added their support to the campaign, standing in solidarity with the ALLMEP community and recognizing the critical role that grassroots organizations have to play in any long term, sustainable peace process. The letter was signed by more than 160 Israeli and Palestinian peacebuilding NGOs, and over 200 civil society organizations from around the world, including from places like Northern Ireland, South Africa, Colombia, and Kashmir, where communities know only too well the pain of entrenched conflict and the importance of civil society in breaking cycles of violence and injustice. 

Hier noch einmal der Call to Action from Over 350 Organizations to the G7, den auch der diAk unterschrieben hat.

Zum Thema auch ein Beitrag im britischen Prospect-Magazin:

Auf der Suche nach Palästina

In Le Monde Diplomatique begibt sich Charlotte Wiedemann auf die Suche, auf die Suche nach Einem Land für alle, nach Lebensrealitäten und Erinnerungen, nach inklusiven Narrationen, nach wechselseitigem Respekt für die Traumata, die auf beiden Seiten so prägend sind: Shoa und Nakba – das war schon vor dem 7. Oktober und diesem Gaza-Krieg schwierig, jetzt erst recht und doch noch nötiger als je.

Was wird aus der PLO? (II)

Fathi Nimer schreibt auf der Seite von Al-Shabaka -The Palestinian Policy Network über palästinensische Politik und Politik mit den Palästinenser:innen – eine scharfe und gänzlich andere Sicht der Dinge, als im Beitrag I zum Thema.

Medico International: Die Westbank und wir: Gespräch mit Nathan Thrall

Aus dem Rundschreiben 2/2024 von medico international und auch online zu lesen:

Nicht ‚ja, aber‘ sondern ‚und‘

Auf der Seite von Feinschwarz sucht Ottmar Fuchs ’nach einem Weg, um im Nahost-Konflikt zweiseitig auf der Seite der Opfer zu stehen und würdigt die darin liegende, konstitutive und zugleich zu riskierende Überforderung‘.

Alles schaut nach The Hague

In der aufgeheizten Debatte um die Verfolgung der HAMAS-Verbrechen in Israel und um die Legimität der Kriegseinsatzes in Gaza liegen die Positionen weit auseinander.

Die International Crisis Group, auf die wir an dieser Stelle öfter verweisen, hat in eier Q&A-Sektion, die Experten Brian Finucane, Stephen Pomper und Mairav Zonszein eingeladen, [to] „examine the legal and political implications.“

Screenshot ICG

Krieg und Frieden

Sechs Episoden – Es ist der 7. Oktober 2023: Radikalislamische Hamas-Terroristen ermorden in Israel 1.200 Jüdinnen und Juden. Ein Massaker, das sich – zumindest für große Teile der Weltöffentlichkeit – nicht angekündigt hat und in einem blutigen Krieg enden sollte. In einem Krieg, der, wenn auch nicht auf europäischem Boden, doch auch mitten in den europäischen Gesellschaften ausgetragen wird. Haß, Hetze und Antisemitismus inklusive. In den Folgen des Podcasts „Krieg und Frieden“ stehen wieder ethische und völkerrechtliche Themen im Fokus.

Mit ihren Gesprächspartnerinnen und -partnern versucht Susanne Krischke in dieser Staffel, konkrete Antworten auf konkrete Fragen zum Nahost-Konflikt zu finden.

Beschützte Hilfe

Während die einen versuchen, Transporte von Hilfsgütern in den Gazastreifen zu verhinden, suchen andere die Transporte zu schützen – eigentlich die Aufgabe der staatlichen Kräfte …

Eine Aktion von Standing Together hat es bis in die deutsche Tagesschau gebracht… (Zum Nach-schauen: Beitrag ab Minute 3:17)

Aufnahme Aktion Standing together beim Schutz von Trasporten von Hilfsgütern nach Gaza

Aus dem Mailing der Gruppe:

„We must admit that we were deeply concerned this morning, but WHAT A SUCCESS it turned out to be! Today we went out first thing in the morning to Tarqumiyah checkpoint to prevent settlers from attacking the humanitarian aid trucks destined for Gaza.

When we arrived, so did the police, and we managed to get them to stop the settlers from attacking the aid. The settlers then moved on to the next junction, where they succeeded to damage some of the aid. As soon as we arrived, we helped organize the food they threw at the side of the road and load it back onto atruck, ensuring that it will reach its destination. We managed to secure 30 aid trucks and they made their way to Gaza. Today was the first day for the past week tin which all the aid trucks were able to pass safely on their way towards Gaza.

We are going to continue our work with the Humanitarian Guard and we need your support.

Today was incredibly important – not only did we show the settlers who came out to attack the aid trucks that there are people there protecting the aid – we also made it clear to the police that there are citizens who will hold them accountable. We are heading out tomorrow morning again, and we will continue to go out to protect the aid for as long as people are determined to loot the trucks and commit these grave crimes – and for as long as the Israeli police and Army refuse to stop these people. „

Die Gruppe kann auch finanziell unterstützt werden …

Aufnahme Aktion Standing together beim Schutz von Trasporten von Hilfsgütern nach Gaza 2

Aufnahme Aktion Standing together beim Schutz von Trasporten von Hilfsgütern nach Gaza 3