Am Abend des 5. Dezember

Während wir hierzulande einigermaßen hilflos in die Region schauen und damit ringen, Empathie weiter möglich sein zu lassen, geht die Debatte, was die Ereignisse und ihr Umfeld mit „uns“ und unser „“Erinnerungskultur“ zu tun hat, ebenso unvermindert weiter …

Ein streitbarer und lesenswerter Beitrag von May Czollek (im Gespräch mit Paul Gäbler) in der Frankfurter Rundschau.

Am Abend des 25. November

Mitten im Warten auf weitere Freilassungen, darauf, daß in dieser Situation etwas entstehen könnte, aus dem weitere gewaltminimierende Schritte möglich werden könnten …, das ist schon viel …

In der ZEIT schreibt Daniel Etter – und fast so wichtig, jedenfalls so interessant, wie die lohnende Lektüre dieses nach dem Grauen (dem nicht Schwarz-Weißen) suchen-, ist ein Blick in die Leser:innenzuschriften, auch wenn die Anonymität sicher der Wert einschränkt …

Am Abend des 23. November

Wartend auf den Morgen … auf daß das Warten nicht wieder vergebich sein möge – Und die Zeit bis Dienstag klug und menschlich genutzt werden möge…

Hier bei uns gibt es noch viel zu reden und zu besprechen, und das meint nicht vom jeweils anderen Bekenntnisse und Positionen abzuverlagen, auch nicht wenn es das Staatsoberhaupt tun zu müssen glaubt.

Ein wirklich lesenswertes Gespräch von Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus in der ZEIT – sich nicht spalten lassen:

Am Abend des 17. November

Immer häufiger stehen bei der Berliner Zeitung die wirklich interessanten und überlegenswerten Beiträge, gerade solche, die einen auf-/anregen, im Bereich Open Source. Hier „gibt der Berliner Verlag freien Autorinnen und Autoren sowie jedem Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten„.

So auch der Beitrag von Daniela Dahn vom 16. November:

Am Abend des 12. November

Auf die Arbeit von Standing together oder der Combatants for Peace haben wir an dieser Stelle schon öfter verwiesen. Gil Shohat ist als Sohn israelischer Eltern in Bonn aufge­wachsen. Er ist Historiker, hat in Berlin promoviert und leitet seit Frühjahr 2023 das Israel-Büro der Rosa Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.

In der taz schreibt er über die Logik der Solidarität: In Zeiten des Krieges gilt es besonders der Polarisierung entgegenzuwirken. Einige jüdische und palästinensische Ak­ti­vis­t:in­nen in Israel bringen den Mut dazu auf. – Und ein anderes aktuelles Beispiel siehe weiter unten …

9. November

An diesem Tag, der in so vielen Jahren ein besonderer „deutsche Tag“ war, der Hinweis auf das „Dokudrama“ in der ZDF-Mediathek, gewidmet dem Leben und Überleben der heute 102-jährigen Shoa-Überlebenden Margot Friedländer.

Am Abend des 8. November

Die Ereignisse der letzten Wochen lassen auch hierzulande die Menschen nach Worten suchen, das Geschehene und das Geschehende zu „begreifen“ und einen Blick auf die Konsequenzen und das ‚zu Tuende‘ werfen. Pfr. Andreas Goetze, lange Jahre Landeskirchlicher Pfarrer für das interreligiöse Gespräch in Berlin (EKBO), jetzt tätig im Zentrum Ökumene EKHN/EKKW in Frankfurt/Main, hat das in einem Beitrag für das Portal Die Eule versucht, es gibt eben trotz allem keine einfachen Antworten in der komplexen Gemengelage des ‚Nahen Ostens‘ und unserer Beziehungen dorthin und dorther…

Am Abend des 5. November

Am 2. November haben wir an dieser Stelle auf die Teilnahme der deutsch-US-amerikanischen Schriftstellerin Deborah Feldman in der Talkshow Lanz hingewiesen, die Frankfurter Rundschau bringt heute noch einmal ein längeres Interview mit ihr, das erneut auf die universalistische Lehre aus der Shoa und aus der (deutschen) Geschichte des 20. Jahrhunderts verweist.

Am Abend des 2. November

Talkshows und ähnliche Formate haben in den letzten Wochen wohl eher nicht zu einem sachlicheren Diskurs beigetragen, eine zugegeben sehr schwierige Aufgabe. Auch auf diesem Blog haben wir nur selten darauf verwiesen, heute soll doch einmal ein Hinweis auf eine Sendung vom M. Lanz erfolgen, in der (u.a.) die Schriftstellerin Deborah Feldman (u.a. Unterzeichnerin des ‚Offenen Briefs jüdischer Intellektueller‘) zu Wort kommt – und auch nicht unterbrochen wird.
Eine bemerkenswerte Stimme (besonders ab Min 13:52). Ein Teil der Rede ist auch auf dem Kanal TikTok bereits viral, etwa unter dieser Adresse. Besonders wichtig hier, daß sie ausdrücklich deutlich macht, daß sie nicht als Pazifistin spricht, auch mit Rekurs auf ihre Familiengeschichte.

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Eine / die Rede von Minister Habeck (‚Vizekanzler‘) zum Thema findet sich etwa bei der Süddeutschen Zeitung, aber auch auf der Seite des Ministerium.

Am Abend des 1. November

Auf der Seite des ORF kommt Margot Friedländer zu Wort, ein Beitrag, der auf einem Bericht in der Wochenzeitung DIE ZEIT basiert: