Veranstaltung der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig – 22./23. Januar 2026
Die Tagung „Subversive Klänge“ widmet sich historischen und zeitgenössischen Beispielen musikalischen Protests und zeigt, wie Klang zum Medium politischer Artikulation werden kann. An zwei Tagen präsentieren die Vortragenden ihre aktuellen Arbeiten zu musikalischen Strategien des Widerstands: von szenischer Kammermusik in der DDR über Free Jazz, Punk und New Wave, kirchenmusikalische Praktiken im Sozialismus bis hin zu jüdischer Musik im Stalinismus, Umgehung von politischer Zensur im 19. Jahrhundert oder widerständigen Kompositionen im „Dritten Reich“ und im Exil. Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Musik, Politik und Zeitgeschichte.
Eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, des Deutschen Musikarchivs und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.
Organisation: Linus Hartmann-Enke, Stefan Keym und Ruprecht Langer
Eva Schloss (* 11. Mai 1929 als Eva Geiringer in Wien; † 3. Januar 2026 in London) war eine Überlebende der Shoa und wurde durch die spätere Ehe ihrer Mutter mit Otto Frank, dem Vater Anne Franks, als deren Stiefschwester benannt.
Eva Schloss wuchs unter dem Namen Eva Geiringer in einer großbürgerlichen, von ihr als glücklich-harmonisch beschriebenen Familie in Wien auf. Ihre Eltern müssen ein aufsehenerregendes Paar gewesen sein, der Vater war ein Energiebündel und Fitnessfanatiker. Die jüdische Religion spielte wie in vielen anderen Familien eine eher untergeordnete Rolle, aber der Sabbat wurde jeden Freitagabend mit dem Anzünden von Kerzen gefeiert. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme entschlossen sich die Eltern, im Süden der Niederlande eine Schuhfabrik aufzubauen; Eva und ihre Mutter flüchteten im Juni 1938. Im ersten Jahr der Flucht ging sie in Brüssel zur Schule, danach in Amsterdam. Anfangs verstand die Neunjährige kein Wort der fremden Sprache. Als die Deutschen im Mai 1940 Belgien und die Niederlande überfielen und die niederländischen Streitkräfte kapitulierten, saß die Familie plötzlich in der Falle. Die Lage wurde immer gefährlicher, Bruder Heinz hätte deportiert werden sollen, weswegen die Familie mithilfe des niederländischen Widerstandes im Sommer 1942 untertauchte. Ihr Bruder und Vater waren von Eva und ihrer Mutter getrennt versteckt. Ab und zu sahen sie sich; Eva Schloss beschreibt, wie sehr sie ihren drei Jahre älteren Bruder auch wegen seiner Feinfühligkeit und Kreativität mochte, er schrieb Gedichte, komponierte und malte Ölbilder. … (Weiterlesen | https://www.auschwitz.at)
Allianz für Frieden im Nahen Osten… –Zwölf Organisationen stellten sich vor Ein Begleiter durch das Jahr 2025 – Im Dezember ist es das Projekt der Abraham Initiatives, die an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten, getragen von Respekt und Kooperation der Religionen …
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024
THE ABRAHAM INITIATIVES – The Abraham Initiatives (TAI), founded in 1989, promotes equality between Jewish and Palestinian citizens of Israel to create a cohesive, secure, and just society. Through policy advocacy, social change initiatives, and public education, TAI works to build an inclusive society that respects the rights and identities of all communities. Its unique approach combines ollaboration with governmental bodies, civil society organizations, and local stakeholders, aiming to develop replicable models that can be scaled at local and national levels.
Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025
In Berlin soll [endlich] ein zentraler Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung entstehen. Am Ort der früheren Kroll-Oper soll in Nachfolge des temporären Denkmals nach einem architektonisch-künstlerischen Wettbewerb ein dauerhaftes Denkmal errichtet werden unter Beteiligung polnischer Expertinnen und Experten. Wir haben uns zudem dafür eingesetzt, dass am Vorhaben eines Deutsch-Polnischen Hauses als Ort der Aufklärung und Begegnung festgehalten wird.
In einem gemeinsamen Antrag (21/2907) fordern die Fraktionen von CDU und SPD die Bundesregierung auf, in Absprache mit dem Land Berlin „zeitnah“ mit der Planung und Errichtung des Denkmals in Nachfolge des derzeitigen temporären Denkmals auf dem Gelände der früheren Kroll-Oper zu beginnen.
Allianz für Frieden im Nahen Osten… – Zwölf Organisationen stellen sich vor Ein Begleiter durch das Jahr 2025 – Im Oktober ist es die das Projekt Hand in Hand… genau das Hand in Hand braucht es jetzt, wenn der Nahe Osten, wenn Israel und Palästina /Palästina und Israel eine andere Zukunft haben soll, bei diese Kinder von heute nicht wieder als Soldat:innen gegeneinander ziehen …
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024
Givat Haviva (GH) is one of Israel’s largest and oldest centers for Jewish-Arab encounters.
Founded in 1949 and named after resistance fighter Haviva Reik, the organization has worked for 75 years to promote a peaceful, democraticshared society between Arab and Jewish citizens of Israeli, grounded in equality.
The GH campus houses the Jewish-Arab Center for Peace (JACP), an arts and language center, archives, a research institute, an international school, and other facilities. Each year, over 30,000 people visit the campus to take part in educational and community-building programs. (Donation Link)
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Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025
Zum Antisemitismus – Ein Beitrag der Panorama-Redaktion in der ARD-Mediathek
„Die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland steigt, Jud:innen berichten von offener Feindseligkeit. Doch „Antisemitismus” kann auch ein schwerer Vorwurf sein, wenn er mißbraucht wird – etwa um Kritik abzuwehren“.
Aufrechter Gang – so läßt sich das Leben Judith Bernsteins treffend beschreiben, lange Jahre mit Ihrem Mann Reiner Bernstein an ihrer Seite – aufrecht in ihrer Haltung für Menschenrechte und Menschenwürde, unerschrocken, wenn es dafür auch galt, israelische (Regierungs-)Politik zu kritisieren. Unvergessen ihr Einsatz zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, für Dialog und Verständigung, gerade in ihren Stadt München (Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe – https://www.jpdg.de) , unvergessen auch ihr Einsatz für die Genfer Initiative (seit 2003), der an der Vision eines palästinensischen Staates neben Israel festhielt.
Hier noch einmal ein Hinweis auf ein Interview, das Heinz Michael Vilsmeier im Mai 2024 mit ihr geführt hatte (Auch in Buchform erschienen)
Im Alter von 78 Jahren ist am 10. November Prof. em. Dr. Micha Brumlik gestorben. Er war von 2000 bis 2005 Direktor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt/Main und von 2000 bis 2013 dort suv Universitätsprofessor. Geboren 1947 im schweizerischen Davos, Sohn jüdischer Eltern, die während der NS-Zeit verfolgt wurden. Er engagierte sich zeitweise bei den Grünen.
Immer wieder hat er sich kritisch und engagiert in der Debatte um das Verhältnis Deutschland-Israel-Palästina, aber auch zum jüdisch-christlichen Verhältnis und zu den Beziehungen zum Islam zu Wort gemeldet. Erinnert sei hier an seine Mitarbeit an der Entstehung und Propagierung der Jerusalem Deklaration zum Antisemitimus, zu der er auch beim diAkRede und Antwort stand.
ARD: „Am 20. November 1945 beginnt der erste der sogenannten Nürnberger Prozesse. Auf der Anklagebank des Internationalen Militärgerichtshofes sitzen Hermann Göring und 23 weitere ranghohe Nazis, wie Franz von Papen, Wilhelm Keitel oder Albert Speer. Nach monatelangen Verhandlungen verhängt das Militärtribunal zehn Todesurteile und sieben Freiheitsstrafen. Drei Angeklagte werden freigesprochen.
Der Justizpalast in Nürnberg ist aber auch Schauplatz der Begegnung zweier junger Auschwitz-Überlebender: Ernst Michel soll für eine US-amerikanische Nachrichtenagentur über die Nürnberger Prozesse berichten, Seweryna Szmaglewska vor Gericht als Zeugin aussagen.
Screenshot ARD/DasErste
Ernst Michel ist mit seinen 22 Jahren nicht nur der jüngste der internationalen Reporter, die den Prozeß beobachten – er ist unter ihnen auch der einzige Shoa-Überlebende. Eines Tages überrumpelt Otto Stahmer, der Anwalt von Hermann Göring, Ernst Michel mit einem Angebot: Göring möchte den Reporter kennenlernen.
Seweryna Szmaglewska ist 29 Jahre alt und eine von nur zwei polnischen Zeugen, die vor Gericht aussagen sollen. Nach ihrer Befreiung hat sie unverzüglich begonnen, ihre Erinnerungen an die Zeit im Konzentrationslager aufzuschreiben. Ihr Buch „Dymy nad Birkenau“ („Die Frauen von Birkenau“) ist eine so detaillierte Darstellung der Vorkommnisse im KZ, daß die sowjetische Delegation bei den Nürnberger Prozessen es zum Teil ihrer Anklageschrift macht. Auch für Seweryna Szmaglewska wird ihr Aufenthalt in Nürnberg zur Qual. Außerdem ist sie auf der Suche nach ihrem Verlobten Witold, von dem seit der Auflösung des KZ Auschwitz jede Spur fehlt.
Das Dokudrama verwebt Spielszenen (u. a. mit Jonathan Berlin, Katharina Stark, Francis Fulton-Smith und Wotan Wilke Möhring) mit Originalaufnahmen sowie Neudrehs, z.B. mit Ernst Michels Tochter, Lauren Shachar, die exklusiv von ihrem inzwischen verstorbenen Vater erzählt. Jacek Wiśniewski gibt Eindrücke in das Leben seiner inzwischen verstorbenen Mutter Seweryna Szmaglewska.“