Im Zugriff von Fürsorge und Polizei

Rezension von Leon Stein, Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL, Universität Trier

Leon Stein, Rezension zu: Gaida, Oliver; Šišić, Alyn (Hrsg.): Im Zugriff von Fürsorge und Polizei. Erfahrungen sozialrassistischer Verfolgung im Nationalsozialismus. Göttingen 2024 , ISBN 978-3-8353-5713-6, in: H-Soz-Kult, 05.09.2025, https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-150062.

Inhalt

Co-Resist!

In Beit Jala, Combatants for Peace is defying the norm and showing what’s possible. Each week, they’re leading demonstrations with Palestinians and Israelis, side by side, choosing solidarity over separation.

In August, CfP organized a vigil titled “What Was Their Crime?” One by one, photos of children killed in Gaza were lifted into candlelight. Each child was someone’s whole universe. They had families who loved them, favorite foods they delighted in, and dreams still waiting to be lived. 

Days later, Combatants for Peace returned under a different banner: “Journalism is not a crime.” In blood-stained press vests, they carried portraits of journalists assassinated in Gaza, honoring extraordinary courage. Journalists in Gaza are being threatened, targeted, and killed by Israeli forces. Yet they refuse to stop, risking their lives to show the world the truth. 

On August 29, Palestinian and Israeli women organized a Women’s Peace Sit-in. United in grief, they demanded peace, safety, and equality for their peoples. They remembered the women of Gaza—especially those giving birth under siege. Today, forced famine has turned pregnancy and early motherhood into a possible death sentence. With hospitals attacked, healthcare workers targeted, and starvation, women face high risks of miscarriage, stillbirth, premature delivery, and maternal death.

Quelle: Aus dem Newsletter vom 5.9.25 // Support the Movement

Überall!

Please join us at the 13th edition of the Geneva PeaceTalks!

Marking the International Day of Peace, the 2025 Geneva PeaceTalks will take place on Wednesday, 10 September, from 3-5 PM CEST in Room XVII at the Palais des Nations and livestreamed online.
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Under the theme “Peace is Possible,” this year’s event brings together an extraordinary group of individuals from around the world, from diplomats, peacebuilders, community leaders, and artists, all united in the belief that peace is possible. By sharing personal lived experiences, they will illuminate that peace is not only necessary, but achievable through increasing understanding, respect, and justice in our daily lives.


This year’s Geneva PeaceTalks will feature the following speakers:

Her Excellency Lolwah bint Rashid bin Mohammed Al Khater, Minister of Education and Higher Education in Qatar
Jagan Chapagain, Secretary General and CEO, International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies
Caroline Vuillemin, Director-General of Fondation Hirondelle
Elizabeth Laskar and Miranda Shaw, Secretary and Treasurer of Creators of Peace International
Guila Clara Kessous, UNESCO Artist for Peace
Her Excellency Hind Aboud Kabawat, Minister of Social Affairs and Labour, Transitional Government in Syria & Interpeace Governing Board Member
Frank Kayitare, Rwanda Country Representative for Interpeace

Musical performances by:
‚Dr Bożena Schmid-Adamczyk, Internationally renowned pianist and musicologist and Adrien Philipp, Clarinetist

The event will also feature: Welcome message from the 13th Director-General of the UN in Geneva, Tatiana Valovaya. Closing remarks by President & CEO of Interpeace, Itonde Kakoma Master of Ceremony, Sarah Noble, Curator of PeaceTalks

Each year the International Day of Peace is observed around the world on 21 September. The UN General Assembly has declared this as a day devoted to strengthening the ideals of peace, through observing 24 hours of non-violence and cease-fire. Never has our world needed peace more.

The Geneva PeaceTalks are brought to you by the United Nations Office at Geneva, Interpeace, the Geneva Peacebuilding Platform, the Swiss Government and in partnership with the City and Canton of Geneva, Mirabaud, Caux Initiatives of Change, UNESCO Artists for Peace and Hinduja Foundation.

Join the conversation using #GVAPeaceTalks on X @PeaceTalks___, Facebook @PeaceTalks.net and Instagram @peace_talks and Linkedin @Peace Talks Community.

More information available at http://www.peacetalks.net



Jüdisches Leben sichtbarmachen

Charlottenburg-Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart

Das Projekt „Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart sichtbarmachen“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Orte mit ehemaligem und aktuellem jüdischen Bezug öffentlich erlebbar zu machen. Im Auftrag des Bezirks erforschen Studierende der Technischen Universität Berlin im Rahmen eigener Forschungsprojekte Orte mit jüdischer Geschichte.

Wenn nur eine Seite spricht

Auf der Seite Jakobin.de findet sich ein Beitrag von Fabian Goldmann (siehe: https://www.schantall-und-scharia.de/nahostquellen) zur deutschen Nahostberichterstattung.

„Wer kommt bei der Nahost-Berichterstattung zu Wort? Eine exklusive Auswertung von 5.000 Schlagzeilen deutscher Leitmedien zeigt: Israels Militär und Regierung dominieren. Unabhängige Quellen werden kaum genutzt.“

Lyrik-Garten für Gertrud Kolmar

EinBlick(e) in unsere Geschichte

Goethe-Universität Frankfurt am Main | 19. August 2025

Zu Beginn der 1950er Jahre startete das Institut für Sozialforschung (IfS) eine der aufwendigsten empirischen Studien der deutschen Soziologie: Ziel war es, zu erfahren, inwiefern der Nationalsozialismus seinen Zusammenbruch überdauert hatte. Wie stark waren damals demokratische Einstellungen, wie verbreitet Rassismus und Antisemitismus? Die Ergebnisse blieben nach der Studie weitgehend unveröffentlicht, zu brisant erschienen manche Einblicke. Nun sollen sie erstmals in ihrer Gänze öffentlich gemacht und erforscht werden. Dazu stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für drei Jahre 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Das „Gruppenexperiment“ des IfS produzierte ein einzigartiges Daten-, Auswertungs- und Publikationsmaterial. Für einen großen Teil davon gilt jedoch: Es ist bis heute nicht erschlossen, veröffentlicht und ausgewertet. Damals war die Befürchtung nicht nur beim Studienleiter Theodor W. Adorno groß, eine Veröffentlichung der Ergebnisse könne zu erschütternden politischen Auswirkungen führen. Das zunächst für die erste Phase von drei Jahren von der DFG finanzierte Projekt „Die postnazistische Gesellschaft. Das ,Gruppenexperiment‘ des Instituts für Sozialforschung: Erschließung, Edition, Forschung“ soll nun die Veröffentlichung und Auswertung der großangelegten Studie nachholen. Damit beauftragt wurden der Soziologe Stephan Lessenich, Direktor des IfS und Professor an der Goethe-Universität, gemeinsam mit Patrick Sahle, Professor für Digital Humanities an der Universität Wuppertal, und Dr. Thomas Risse, Leiter der IT-Services der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg. Die Koordination des Gesamtvorhabens liegt bei Dirk Braunstein, Leiter des Archivs des Instituts für Sozialforschung. Ein interdisziplinär zusammengesetzter Internationaler Wissenschaftlicher Beirat wird die Edition und Forschung im Rahmen des Vorhabens eng begleiten.

Das auf insgesamt zwölf Jahre angelegte und von der DFG mit 1,3 Millionen Euro geförderte Projekt verfolgt zwei Ziele: Die größtenteils unbekannten Inhalte des Gruppenexperiments sollen vollständig transkribiert und digital frei zugänglich gemacht werden; über ein Onlineportal wird damit die Grundlage für eine weitere disziplinenübergreifende Forschung geschaffen. Darüber hinaus soll das Material im Projekt selbst aus verschiedenen Perspektiven heraus erforscht werden. Das Projektteam rechnet damit, dass das Gruppenexperiment wesentliche neue Erkenntnisse zum Verständnis der postnazistischen Gesellschaft in Westdeutschland liefern wird.

On dealing with the past

Der Gewalt nicht das letzte Wort lassen

„Gemeinsam von Auschwitz lernen – Beziehungen konstruktiv gestalten“: Unter diesem Leitwort stand der 16. Europäische Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz. Vom 11. bis 16. August 2025 kamen dafür Menschen aus verschiedenen Teilen Europas sowie aus Namibia in Oświęcim/Auschwitz zusammen, um über Versöhnung und Dialog vor dem Hintergrund der derzeitigen Konflikte in Europa und globaler Instabilität zu diskutieren.

Bericht Radio Vatican | Maximilian Kolbe Stiftung

Antisemitismus begegnen: Leitfaden für Schulen

Open access | 30. Juli 2025

Mit ihrem Leitfaden „Eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden“ wollen die Autoren Marc Grimm und Florian Beer Antisemitismus nicht nur theoretisch betrachten, sondern Lehrkräften und anderen Bildungsfachkräften für ihren Berufsalltag etwas Praktisches an die Hand geben: 35 Fragen und ihre Antworten geben Anstoß, darüber zu diskutieren, was in jeder einzelnen Schule gemacht werden kann – um aufzuklären, präventiv vorzusorgen und Themen aufzugreifen, die häufig unausgesprochen bleiben. Neben der überarbeiteten deutschen Fassung steht der Leitfaden nun auch auf Englisch, Spanisch und Arabisch kostenlos zum Download zur Verfügung.

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