Palestinians and Jews for Peace


Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
18.09.2024 – 31.01.2027 Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Rezension für H-Soz-Kult von Chloe Paver (Faculty of Arts, Humanities, and Social Sciences, University of Exeter)

Ein Beitrag in der ARD Mediathek aus dem Magazin ttt.
Die Philosophin Eva von Redecker definiert und erklärt den Rechtsruck unserer Gegenwart.
Ein Rechtsruck geht um die Welt – überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. In der Folge werden Minderheiten ausgegrenzt oder körperlich angegriffen. Aber welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen dies? Der Faschismus der Gegenwart ist nicht mit dem der Vergangenheit zu vergleichen, er hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Mit „Dieser Drang nach Härte“ hat die Philosophin Eva von Redecker eine Analyse des neuen Faschismus vorgelegt, der hilft, ihn zu entschlüsseln und Strategien der Gegenwehr zu entwickeln.

Leon Weintraub nahm 1946 sein Medizinstudium in Göttingen auf. Zuvor hatte er mehrere Konzentrationslager überlebt. Seitdem setzt sich der Auschwitz-Überlebende für die Menschlichkeit ein. Im März 2026 erhielt er die Ehrendoktorwürde und den Friedenspreis.
NDR-Beitrag – ARD-Mediathek – ARD-Mediathek II

Eine Rezension für H-Soz-Kult von Magdalena Saryusz-Wolska (Deutsches Historisches Institut Warschau)
Polen ist im Kontext der Erinnerungsforschung ein besonderes Land. Die Überreste aller sechs nationalsozialistischen Vernichtungslager – Auschwitz-Birkenau, Belzec, Kulmhof, Majdanek, Sobibor und Treblinka – befinden sich auf dem Gebiet der heutigen Republik Polen. Hinzu kommen Überreste weiterer Lager wie Stutthof, Groß-Rosen oder Plaszow sowie unzählige andere killing sites. Dass die Gedenkstätten des Landes immer wieder Forschungsinteresse hervorrufen, ist also verständlich. Auch die zahlreichen Museen, beispielsweise das POLIN Museum der Geschichte der Polnischen Juden in Warschau oder das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig, werden seit einigen Jahren immer intensiver erforscht.
In dieser umfangreichen Literatur hat Diana I. Popescu eine relevante Lücke identifiziert und internationale Autor:innen eingeladen, diese zu füllen …


NS-Gedenkstätten sehen sich vermehrt Angriffen ausgesetzt. Entsprechende Straftaten haben in der Mehrzahl einen rechtsextremen Hintergrund, bei jeder siebten Tat besteht ein Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.

#6 Deutsche Erinnerungskultur – Ein Podcast von dis:orient mit Charlotte Wiedemann

In der sechsten Podcast Folge ist die Journalistin und Schriftstellerin Charlotte Wiedemann zu Gast und spricht über Deutschlands Erinnerungskultur und die ungleichmäßig verteilte Empathiefähigkeit hierzulande. Was hat das mit der derzeitigen Politik der Bundesrepublik bezüglich Palästina/Israel zu tun und was mit der (fehlenden) Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen? …

| Ehemals kolonisierte Länder und ihre Gemeinschaften fordern zunehmend die Anerkennung kolonialen Unrechts und konkrete Schritte zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit. Deutschland hat sich zwar zur Aufarbeitung verpflichtet, bisher gibt es jedoch nur einzelne freiwillige Maßnahmen ohne klare rechtliche Grundlage, was Risiken wie inkonsistente Umsetzung, fehlende Langfristigkeit und mangelnde Transparenz birgt. Als globaler Akteur ist Deutschland gefordert, eine glaubwürdige, menschenrechtsbasierte Außenpolitik gegenüber Ländern des Globalen Südens zu gestalten. In unserem Fachgespräch möchten wir gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik diskutieren, welche Ansprüche Deutschland berücksichtigen sollte, um einen kohärenten und langfristig tragfähigen Rahmen für den Umgang mit seiner Kolonialvergangenheit zu schaffen – und Lehren aus dem laufenden Versöhnungsprozess zwischen Namibia und Deutschland zu ziehen. |
| Mit dabei: Awet Tesfaiesus MdB, Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien, Stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss | Deborah Düring MdB, Sprecherin für Außenpolitik | Claudia Roth MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien a.D., Obfrau im Unterausschuss Kultur und Bildungspolitik, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und entwicklungspolitische Sprecherin | Maria Kind, Heinrich-Böll-Stiftung | Kirsten Krampe,Heinrich-Böll-Stiftung | Prof. Dr. Henning Melber, Extraordinary Professor, Institut für Politikwissenschaften, Universität Pretoria | Jephta Nguherimo, Autor und Genozid-Aktivist, Washington D.C. | Dr. Sebastian Spitra, Postdoctoral Researcher, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Universität Wien | Almaz Teffera, Senior Researcherin, Racism in Europe, Human Rights Watch |
| 02. März 2026 | Hybrides Fachgespräch |
| Zur Veranstaltung und Anmeldung |
| Deutscher Bundestag Reichstagsgebäude, Fraktionssitzungssaal Platz der Republik 1 11011 Berlin oder online via Zoom 15:30 Uhr-18:45 Uhr |

04.02.2026 – 17:00 – 19:00 Uhr – ZfA, Kaiserin-Augusta-Allee 104-106, 10553 Berlin, Raum 1315, 1. OG – Hybrid: per Zoom erfragen Sie den Link bitte unter: sekretariat@asf.tu-berlin.de
Contrary to what has been asserted by several scholars, the first known usage of the word ‘antisemitic’ was not in Berlin by Wilhelm Marr in 1879 nor by Moritz Steinschneider in 1860. In fact, the term was first used in 1851 by a Scotsman, Thomas Carlyle, living in London. Inspired by this discovery, the paper demonstrates that not only the concept of the Semite in the mid-nineteenth century but also antisemitic politics in the 1870s were transnational phenomena. Recasting the origins of antisemitism in this way offers new ways of understanding its history in the nineteenth and twentieth centuries.
David Feldman is a Professor of History at Birkbeck, University of London where he is also Director of the Birkbeck Institute for the Study of Antisemitism, and a Professor of the History of Antisemitism, University of Melbourne. His most recent book, coedited with Marc Volovici, is Antisemitism, Islamophobia and the Politics of Definition (Palgrave, 2023). His writing has appeared in The Guardian, the Financial Times, Haaretz, the New Statesman, The Independent and the Political Quarterly.


Neue internationale Bildungsplattform zur Erinnerung an den NS-Völkermord
An dem internatialen Verbund sind auch 20 deutsche Einrichtungen beteiligt
