Contrary to what has been asserted by several scholars, the first known usage of the word ‘antisemitic’ was not in Berlin by Wilhelm Marr in 1879 nor by Moritz Steinschneider in 1860. In fact, the term was first used in 1851 by a Scotsman, Thomas Carlyle, living in London. Inspired by this discovery, the paper demonstrates that not only the concept of the Semite in the mid-nineteenth century but also antisemitic politics in the 1870s were transnational phenomena. Recasting the origins of antisemitism in this way offers new ways of understanding its history in the nineteenth and twentieth centuries.
David Feldman is a Professor of History at Birkbeck, University of London where he is also Director of the Birkbeck Institute for the Study of Antisemitism, and a Professor of the History of Antisemitism, University of Melbourne. His most recent book, coedited with Marc Volovici, is Antisemitism, Islamophobia and the Politics of Definition (Palgrave, 2023). His writing has appeared in The Guardian, the Financial Times, Haaretz, the New Statesman, The Independent and the Political Quarterly.
„Gaza erzählt: Literatur im Schatten des Genozids“.
BIPoC Referat des AStA FU lädt ein zu einer Literaturveranstaltung „Gaza erzählt: Literatur im Schatten des Genozids“. Gemeinsam mit Autor*innen und Literaturwissenschaftler*innen soll folgenden Fragen nachgegangen werden:
– Was schreiben die Autor*innen — oder können sie überhaupt schreiben —, während ihre Wohngegend, ihr Zuhause und ihre Familien bombardiert werden und Hunger bis hin zum Verhungern erleiden? – Warum schreiben Autro*innen inmitten des Elends? Um zu überleben? Um zu erinnern? Damit die Welt sie hört und auf ihr Leid aufmerksam wird? – Ist es sinnvoll, diese Texte als Literatur des Genozids zu bezeichnen und einzuordnen? – Wie beeinflußt die schnelle Übersetzung die Rezeption dieser Literatur? Verliert sie dadurch ihren Kontext — oder gewinnt sie notwendige Sichtbarkeit?
Dienstag, 03. Februar 2026, 16 Uhr 📍 GalileA @galileafuberlin (über Mensa 2 FU Berlin; Otto-von-Simson-Str. 26)
Ein Bericht in der ARD Mediathek über Giden Lev, geboren als Peter Wolfgang Löw 1935 in Karlsbad
Gidon Lev ist Holocaustüberlebender – und eine der wohl außergewöhnlichsten Stimmen auf Social Media. Dieser Zeitzeugenbericht erzählt von seinem bewegten Leben. Gidon Lev wächst als einziges Kind seiner jüdischen Eltern im böhmischen Ort Karlsbad auf. Mit dem Münchner Abkommen von 1938 endet Gidons Kindheit …
Klaus Hillenbrand bricht in der taz noch einmal eine Lanze für eine differenzierte Betrachtung und Analyse dessen, was ‚der‘ Zionismus als politischen Projekt wollte und welche Realitäten sich heute vorfinden.
Moshe Sharett – Leadership, Diplomacy, Legacy: A Reevaluation [Konferenz Ankündigung für September 2026]
The Jacob Robinson Institute for the History of Individual and Collective Rights (The Hebrew University of Jerusalem) and the Azrieli Center for Israel Studies (Ben-Gurion University of the Negev) invite proposals for an international conference on “Moshe Sharett – Leadership, Diplomacy, Legacy: A Reevaluation”. The event will be held at the Mount Scopus campus in (West-)Jerusalem, from Monday, 7 September to Wednesday, 9 September 2026.
Moshe Sharett (1894-1965) was among the foremost leaders of the Yishuv and the early State of Israel. A complex and thought-provoking figure, Sharett served as the country’s first Foreign Minister (1948-1956) and its second Prime Minister (1954-1955). Yet, the founder of Israel’s diplomatic service still remains to be fully leaned and studied. Marking sixty years since his death, this conference aims to bring together an interdisciplinary group of scholars for a renewed critical examination of Sharett’s leadership, diplomacy and legacy. Special attention will be given to the moral realism that characterized the statesmanship he shaped and embodied.
Weitere Informationen / Further information on H/Soz/Kult
Fachkonferenz zur deutschen Berichterstattung über Israel, Gaza und die Westbank
Berlin. Wie berichten wir in Deutschland über Israel–Palästina – und unter welchen Bedingungen? Und was bedeutet das für die Menschen, über die wird berichten? Der öffentliche Diskurs ist hoch polarisiert und von einem Klima der Verunsicherung geprägt. In diesem Spannungsfeld geraten zentrale journalistische Prinzipien zunehmend unter Druck: Kontextualisierung, Ausgewogenheit und die Einordnung politischer, historischer und menschenrechtlicher Zusammenhänge.
Bereits lange vor dem 7. Oktober 2023 lässt sich beobachten, daß die Berichterstattung in Deutschland, im Vergleich zur internationalen Medienlandschaft, häufig verengt bleibt. Zugleich stehen Korrespondent:innen unter wachsendem Erwartungs- und Rechtfertigungsdruck. Besonders betroffen sind freie Journalist:innen sowie Kolleginnen mit arabischer, muslimischer oder palästinensischer Biographie, die bei kritischen Einordnungen der Berichterstattung häufig keine institutionelle Rückendeckung erfahren und sich innerhalb des Berufsstands zunehmend marginalisiert fühlen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das neu gegründete NETZWERK KRITISCHER JOURNALISMUS am 17. Januar 2026 in Berlin eine ganztägige Konferenz zur kritischen Reflexion der deutschen Medienberichterstattung zum Gaza-Krieg und der umliegenden Region. Die Initiative reagiert damit auf ein zunehmend repressives Klima in deutschen Redaktionen. In Panels, Vorträgen und Fishbowl-Formaten widmet sich die Konferenz der Frage, welche journalistischen Standards in der aktuellen Berichterstattung unter Druck geraten, wie der Diskurs in Deutschland strukturiert ist und welche Rolle Medien, politische Rahmungen und die Berlin, 19. Dezember 2026 deutsche Staatsräson dabei spielen. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Journalist:innen Handlungsspielräume zurückgewinnen, sich besser vernetzen und den öffentlichen Diskurs aktiv mitgestalten können.
Panelist:innen/ Gäste: Alena Jabarine, Kristin Helberg, Tomer Dotan-Dreyfus, Pauline Jäckels, Daniel Bax, Alexander Schwarz (ECCHR) u.v.m.
Neben der Analyse öffentlicher Narrative bietet die Konferenz Einblicke in die Arbeit der Rundfunkräte sowie in die internationale Berichterstattung aus Gaza, der Westbank und der Region. Palästinensische Journalist:innen sowie Kolleg:innen aus Deutschland berichten über ihre Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre, über berufliche Konsequenzen, Selbstzensur und den Umgang mit Repressionen in Redaktionen.
Wer wir sind Das NETZWERK KRITISCHER JOURNALISMUS ist eine Initiative von Journalistinnen, die für deutsche Medienhäuser zu Israel–Palästina arbeiten und sich für Pressefreiheit und die Einhaltung journalistischer Standards einsetzen. Mit der Fachkonferenz wollen wir einen Safer & Braver Space für Austausch, Solidarität, Wissensweitergabe und kollektive Stärkung schaffen. Die Veranstaltung wird von freien und festangestellten Journalistinnen unabhängig finanziert und gestaltet – von Medienschaffenden, die sich in ihrer täglichen Arbeit den Prinzipien des Völkerrechts, der Menschenrechte und journalistischer Sorgfalt verpflichtet sehen.
Berlin, 19. Dezember 2026 Ort: Projektraum im Flutgraben e.V. | Am Flutgraben 3 | 12 435 Berlin Sprache: Deutsch / Englisch Zielgruppe: Journalistinnen, Publizistinnen, Medienschaffende, Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen etc. Tickets:
Moshe Zimmermann im FR-Gespräch mit Michael Hesse über „die Relativierung des Holocaust durch die Diskussionen um einen Genozid durch Israel und das Verständnis dessen, was Antisemitismus ist“