Erinnerung: DienstagsZoom – 3. Februar 2026

Neunzig Prozent der deutschen Jüdinnen und Juden sind postsowjetischer Herkunft. Trotzdem werden sie selten mitgedacht und kommen im medialen Diskurs kaum vor, wenn es um deutsch-jüdische Erinnerungskultur geht. Die Journalistin Marina Klimchuk wanderte als Kind aus der Ukraine nach Deutschland ein, studierte hier und wurde Journalistin, lebte dann mehrere Jahre in Israel und den USA. Sie argumentiert, dass es ein Bewusstsein für diese postsowjetische Erfahrung brauche, um zu verstehen, weshalb sich jüdische Organisationen in Deutschland bis heute so israelsolidarisch verhalten. Bei unserem nächsten Vortrags- und Diskussionsabend wollen wir deshalb ausführlich mit Marina über die Rolle postsowjetischer Identität in der deutsch-jüdischen Haltung zu Israel/Palästina sprechen.

Das Gespräch findet am Dienstag, dem 3. Februar 2026, von 19 bis 20 Uhr auf Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Link für den Zoom-Room ist:

Nächste Veranstaltung: 3. März 2026

Vergangene Veranstaltungen:

7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023

4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte

2. Dezember 2025 – Dr. Maya Rosenfeld (Jerusalem), Soziologin an der Hebräischen Universität in Jerusalem: The Anthropology of Occupation – The Case of Dheheishe Refugee Camp

6. Januar 2026 – Dr. Dr. Peter Ullrich (Berlin), Soziologe und Kulturwissenschaftler, Zentrum für Antisemitismusforschung: Autoritärer Anti-Antisemitismus

Erinnerung: DienstagsZoom – 6. Januar 2026

Am ersten Dienstag im neuen Jahr, am 6. Januar 2026, wird unser nächster Gesprächsabend auf Zoom stattfinden. Zu Gast haben wir diesmal den Soziologen und Kulturwissenschaftler Dr. Dr. Peter Ullrich, Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung und Senior Researcher im Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin. Zuletzt erschien im Wallstein-Verlag der von ihm herausgegebene Sammelband „Was ist Antisemitismus?“. Im Januar wird er mit uns über Antisemitismus im deutschen Nahost-Diskurs und dessen politische Instrumentalisierung sprechen – insbesondere über das Phänomen des „autoritären Anti-Antisemitismus“.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und dauert etwa eine Stunde.

Nächste Veranstaltung:

3. Februar 2026 – Marina Klimchuk, freie Journalistin

Vergangene Veranstaltungen:

7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023

4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte

2. Dezember 2025 – Dr. Maya Rosenfeld (Jerusalem), Soziologin an der Hebräischen Universität in Jerusalem: The Anthropology of Occupation – The Case of Dheheishe Refugee Camp

diAk-online – Zur aktuellen Situation

Zur aktuellen Situation in Israel/Palästina

Dienstag, 5. Dezember 2023, 18:00-19.00 Uhr

Politikwissenschaftler an der Universität Kaiserslautern, ehemals diAk-Vorstand und Leiter des Büros der Böll Stiftung in Tel Aviv

Der 7. Oktober und der Einbruch des Terrors in das Kernland Israels hat das Land in eine Schockstarre versetzt. Zuvor war Israel in zwei Lager geteilt und seine demokratischen Kräfte haben sich ausdauernd gegen den Demokratieabbau der rechten Regierung Netanyahu zur Wehr gesetzt. Die äußeren und inneren Folgen der Katastrophe zu bewältigen, scheint zurzeit ein neues nationales Einheitsgefühl zu erzeugen.

Allerdings melden sich immer mehr kritische Stimmen zu Wort. Das Versagen der rechtsextremen Regierung vor und nach dem 7.Oktober scheinen diese zu diskreditieren.

Das Vertrauen in das Sicherheitssystem und die Wehrhaftigkeit ist erschüttert. Das Versagen des Militärs und der Sicherheitskontrolle hat weitreichende Folgen für das Selbstverständnis Israels.

Gleichzeitig läßt sich die Gegenwart des ungelösten Konflikts nicht mehr verdrängen. Wie der Konflikt bearbeitet wird, ob Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung eine Chance haben werden, hängt auch wesentlich von der inneren Verfaßtheit Israels ab, insbesondere inwieweit der aggressive Nationalismus zurückgedrängt werden kann und einem anderen Staatsverständnis Platz macht.

Erinnerung für Dienstag

Als am 9. November des letzten Jahres das Goethe-Institut in Tel Aviv zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Holocaust, Nakba und die deutsche Erinnerungskultur“ einlud, um die Thesen ihres Buches “Den Schmerz der Anderen begreifen“ zu diskutieren, brach ein Sturm der Entrüstung in Israel und Deutschland los. Die Veranstaltung wurde schließlich abgesagt.

In dem Gespräch wollen wir der Frage nachgehen, welche Konstellationen und Einstellungen diesem angeblichen Skandal in den beiden Ländern zugrunde liegen.
In ihrem sehr persönlich gehaltenen Buch fordert Charlotte Wiedemann einen an Empathie orientierten Zugang zu diesen historisch zusammenhängenden Ereignissen. Wäre dies die Voraussetzung für eine Friedenslösung. Und was hat dies mit der deutschen Erinnerungskultur zu tun?

diAk-online: Charlotte Wiedemann

Als am 9. November des letzten Jahres das Goethe-Institut in Tel Aviv zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Holocaust, Nakba und die deutsche Erinnerungskultur“ einlud, um die Thesen ihres Buches “Den Schmerz der Anderen begreifen“ zu diskutieren, brach ein Sturm der Entrüstung in Israel und Deutschland los. Die Veranstaltung wurde schließlich abgesagt.

In dem Gespräch wollen wir der Frage nachgehen, welche Konstellationen und Einstellungen diesem angeblichen Skandal in den beiden Ländern zugrunde liegen.
In ihrem sehr persönlich gehaltenen Buch fordert Charlotte Wiedemann einen an Empathie orientierten Zugang zu diesen historisch zusammenhängenden Ereignissen. Wäre dies die Voraussetzung für eine Friedenslösung. Und was hat dies mit der deutschen Erinnerungskultur zu tun?

diAk-online: Dienstag, 30. Mai 2023

Suleiman Abu Dayyeh im Gespräch über die Situation in Palästina

18.00 – 19.00 Uhr – Zoom-Anmeldung: online@diak.org

Erinnerung: Moshe Zuckermann im Gespräch

Heute 18.00 Uhr – Anmeldung noch unter online@diak.org

Geänderter Zugang (3. September 2022)

Zum Ort der MV des diAk und zur JHV des FK Neve Shalom/Wahat-al-Salam

diAk-online – 19. April 2022

Mitten in der Zeit von Pessach, Ostern und Ramadan – und den ersten Anzeichen von Frühling in Europa, aber zugleich einer schwierigen Zeit, die vieles politisch verändert, laden wir zu unserem nächsten online-Termin ein:

Wir sprechen wieder am Dienstag, 19. April 2022 – 18.00 MEZ für ungefähr eine Stunde mit Ofer Zalzberg, Director of the Middle East Program at the Herbert C. Kelman Institute (Wien); zuvor war er lange Jahre als Analyst für die International Crisis Group tätig. Zur Zeit promoviert er am Trinity College Dublin. Ofer Zalzberg hat verschiedentlich in israel & palästina, etwa zur Situation am Haram/Tempelberg (1/2016) geschrieben oder zuletzt zur Frage zur Konflikttransformation (Heft 2-3/2021)
Wir wollen mit ihm über die politische Lage in Israel und um Israel herum sprechen:
Eine Regierung in der Krise, neue Gewalt zur alten Gewalt dazu, neue Allianzen, alte Fragen …
– das Gespräch wird auf Englisch geführt werden