Frieden durch Musik – kein einfacher Weg

Nach Räumen zu suchen, die bleiben, nach Möglichkeiten, verschiedene, unterschiedliche, ja gegensätzliche Positionen auszuhalten, erst einmal „nur“ auszuhalten, wird immer schwieriger. Aus der Arbeit der Barenboim-Said-Akademie berichtet Michael Barenboim, seines Zeichens auch Konzertmeister des „West-Eastern Divan“ Orchestra, in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Das ganze Gespräch zum Nachhören.

Schon da, noch da …

Im Bereich Open Space der Berliner Zeitung erschien am heutigen Shabbat ein Beitrag von Mato Shemoleof, der seine, der die Situation seiner Familie reflektiert, ein Israeli in Berlin, schon da, noch da, zwischen den Stühlen und bei den Menschen: Sehr lesenswert!

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Vom Autor sind als Bücher auf deutsch erschienen:

Parasitenpresse: 978-3-98805-012-0

AphorismA Verlag, u.a.: 978-3-86575-076-1

Am Abend des 13. Dezember

Standing to-gether – Was sonst? Eine gemeinsame Zukunft oder keine lebenswerte, noch immer gibt es Stimmen, die diese ‚Binsenwahrheit‘ nicht nur denken, sondern aussprechen.

Inge Günther schreibt in der Frankfurter Rundschau dazu:

Der taz-talk (vom 6. Dezember 2023) mit Rula Daood und Alon-Lee Green von Standing together ist hier bei Youtube nachzuhören – und ein Gespräch im Deutschlandfunk.

Weltgebetstag 2024

Seit über hundert Jahren – Eine der größten ökumenischen Bewegungen der Welt bringt jeweils am 1. Freitag des Monats März Menschen unter dem Gedanken „Informiert Beten“ zusammen. Nach 1994 ist auch 2024 wieder das palästinensische Komitee mit der Erarbeitung der Liturgie beaufragt worden.

Jetzt entscheidet das „Deutsche Komitee“ anders und „für die Schwestern“ …

Hier die Stellungnahme des Berliner Jerusalemsvereins:

Logo Jerusalemverein

Am Abend des 10. Dezember

Es ist der Internationale Tag der Menschenrechte, seit 1950 erinnert er an die Verkündigung der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Gerade in Zeiten des Krieges, in Zeiten, in denen weiterhin Menschen als Geiseln gehalten werden, in denen Bombadierungen und Gewalt weitergehen, darf der Kampf für die Achtung der Würde jedes/jeder Einzelnen nicht aufhören, das gilt auch für die politischen und Gruppenrechte…

Zwei Erinnerungen an diesem Abend dazu:

Screenshot Haaretz

Das Editorial von Haaretz erinnert an die Fragilität der Demokratie auch in Israel und in der taz schreibt in einem Gastkommentar Prof. Elad Lapidot über „Protest und Kritik zu verbieten hilft niemandem, denn Juden und Palästinenser ziehen am selben Strang. Solidarität mit den Palästinensern ist notwendig“.

Screenshot taz Lapidot

In Memoriam II

Schon am 25. September 2023 ist bekannte palästinensische Künstler Ibrahim Hazimeh gestorben: ein warmherziger Menschenfreund und Brückenbauer zwischen Deutschland und Palästina sowie zwischen europäisch/deutscher und arabisch/palästinensischer Kultur.

1933 in Acco (Palästina) geboren, wurden er und seine Familie 1948 nach Latakia (Syrien) vertrieben. 1960 ging er dann zum Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst nach Leipzig, zwischen 1963 und 1967 absolvierter er ein Graduiertenstudium Bernhard Heisig in Leipzig. 1974 schließlich zog Hazimeh ins damalige Berlin (W).

Eine seiner Schöpfungen auf einer palästinensischen Briefmarke (2000)

Ibrahim Hazimeh, palästinensische Briefmarke, blaue Madonna

Nachruf auf der Seite der DAFG.

Bei AphorismA sind (auf Nachfrage) Post- und Klappkarten von Ibrahim Hazimeh sowie noch ganz wenige großformatige signierte Siebdrucke erhältlich

Ibrahim Hazimeh bei einer Ausstellungseröffnung 2003 (Mit dem palästinensischn Gesandten Abdallah Frangi)

Am Abend des 8. Dezember

Chanukka, zweiter Abend, … Hochfest Mariä Empfängnis – und zugleich wird in Gaza gekämpft, werden weiter Raketen geschossen …

Wer wünscht sich derzeit nicht Geschichten, die Hoffnung im Nahostkonflikt machen, auch für unser Zusammenleben hier in Deutschland? Genau die bringt heute das Kulturmagazin Aspekte (ZDF) für die Norbert Kron gerade in Israel und im Westjordanland war… Er schriebt dazu „Für mich, dem das Land und die Menschen dort nach vielen Besuchen persönlich so am Herzen liegt, war diese Drehreise eines der bedeutendsten Erlebnisse meiner journalistischen Arbeit überhaupt. Nach 4 Jahren konnte ich nicht nur meine Freunde in dieser angespannten Zeit wiedersehen, sondern unglaublich engagierte Menschen treffen, die sich gegen die Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern stemmen und Versöhnungsgesten gerade jetzt weiter vorantreiben. Wie die ‚Combatants for Peace‘, ehemalige Soldaten und militante Aufständische, die die Waffen weggeworfen haben und die ich bei ihrem Treffen in Beit Jalla begleiten durfte. Dies und noch viele andere starke Brückenbauer, auch hier in Deutschland, heute im TV & ab 21 Uhr online.“

Screenshot zu ZDF Aspekt

Am Abend des 5. Dezember

Während wir hierzulande einigermaßen hilflos in die Region schauen und damit ringen, Empathie weiter möglich sein zu lassen, geht die Debatte, was die Ereignisse und ihr Umfeld mit „uns“ und unser „“Erinnerungskultur“ zu tun hat, ebenso unvermindert weiter …

Ein streitbarer und lesenswerter Beitrag von May Czollek (im Gespräch mit Paul Gäbler) in der Frankfurter Rundschau.

Am Abend des 25. November

Mitten im Warten auf weitere Freilassungen, darauf, daß in dieser Situation etwas entstehen könnte, aus dem weitere gewaltminimierende Schritte möglich werden könnten …, das ist schon viel …

In der ZEIT schreibt Daniel Etter – und fast so wichtig, jedenfalls so interessant, wie die lohnende Lektüre dieses nach dem Grauen (dem nicht Schwarz-Weißen) suchen-, ist ein Blick in die Leser:innenzuschriften, auch wenn die Anonymität sicher der Wert einschränkt …

Am Abend des 23. November

Wartend auf den Morgen … auf daß das Warten nicht wieder vergebich sein möge – Und die Zeit bis Dienstag klug und menschlich genutzt werden möge…

Hier bei uns gibt es noch viel zu reden und zu besprechen, und das meint nicht vom jeweils anderen Bekenntnisse und Positionen abzuverlagen, auch nicht wenn es das Staatsoberhaupt tun zu müssen glaubt.

Ein wirklich lesenswertes Gespräch von Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus in der ZEIT – sich nicht spalten lassen: