Unterwegs in Deutschland

Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.

Krisenzeiten sind Hochzeiten für …

Verschwörungsphantasmen aller Art. In unserer Gegend sollten wir nicht vergessen, woher sie kommen…

Ein Beitrag von Friederike Henjes auf dem Portal Die Eule faßt die Entwicklungen noch einmal zusammen: Über die christlichen Ursprünge antisemitischer Verschwörungstheorien

Wie sehen andere …

Nachdem die Bunderegierung ihre Absicht publik gemacht hat in Den Haag im Sinne Israels gegen die Klage Südafrika aufzutreten, hat der Präsident Namibias, Hage Geingob, sich dazu äußerst kritisch geäußert:

“Germany cannot morally express commitment to the United Nations Convention against genocide, including atonement for the genocide in Namibia, whilst supporting the equivalent of a holocaust and genocide in Gaza,” the Presidency remarked in the media statement.

Ein Bericht dazu aus der namibischen Seite The Namibian. Diese Nachricht hat inzwischen von den Arab News bis zu iranischen Seiten, von Al-Jazeera bis Electronik Intifada weite Aufnahme gefunden, keine deutsche Presse hat es bislang (So. 14.1., Nachtrag 18:00: taz (Hier der Link Ausgabe 15. Januar 2024) und Welt haben die Nachricht inzwischen aufgegriffen), ein sprechendes Beispiel dafür, wie der Konflikt unterschiedlich gesehen und gedeutet wird, weit über die israelisch-palästinensische Konfrontation hinaus.

Screensho The Namibian

Tom Segev im Gespräch

Tom Segev, 1945 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Paares in Jerusalem geboren, zählt zu den herausragenden Publizisten Israels. Der promovierte Historiker hat zahlreiche Monographien vorgelegt, die sich mit der Geschichte Israels und Palästinas befassen, etwarem: „Die siebte Million“, „Ben Gurion“, und „Es war einmal Palästina“. „Jerusalem Ecke Berlin“ heißt sein 2022 auf Deutsch erschienenes Erinnerungsbuch.

Im Gespräch mit Michael Hesse schaut er auf die Entwicklungen in seinem Land und räumt auch eigene Fehler ein. (Interview in der Frankfurter Rundschau): „Der Krieg muß sofort enden“

Screenshot Frankfurter Rundschau Tom Segev

Eingefrorene Qualität

Ein herausforderndes Interview hat Naomi Klein Hanno Hauenstein gegeben (veröffentlicht in der Frankfuter Rundschau), das zum Nachdenken anregen müßte, (ohne es gleich damit abzutun, was die Publizisten unterschreibt, unterstützt und gefordert hat).

„Die Geschichte, an die Deutschland sich erinnert, bleibt unvollständig, weil sie den Holocaust als radikalen Bruch mit den anderen genozidalen Zuckungen der europäischen Geschichte verklärt. Deshalb hat die deutsche Erinnerungskultur heute zunehmend diese eingefrorene Qualität. Die Lehre, die sich aus ihr ableitet, besteht im Kern aus einem Regelwerk über Antisemitismus, das in meinen Augen nicht annähernd elastisch genug ist, um auf neue Bedrohungslagen zu reagieren.“

Zionismus gescheitert?

Fragt Prof. em. Moshe Zimmermann – Hier ein längerer Essay über seine Gedanken und Analysen von Ofer Aderet in Haaretz.

Zum Ende dieses Jahres hin

Die Gewalt, die Trauer, das Leiden haben noch immer kein Ende. Wir haben an dieser Stelle in den letzten Wochen auch immer wieder versucht, auf Ideen und Initiativen hinzuweisen, die an einer kooperativen Vision festhalten … so wollen wir auch dieses Jahr beschliessen und das nächste beginnen

Aus dem Medienarchiv des ZDF heute journal (vom 14. Dezember 2023)

Befindlichkeiten …

Emilia Roig, Candice Breitz und Tomer Dotan-Dreyfus, alle drei in Berlin lebend, finden im Neuen Deutschland klare Wort zu aktuellen Debatte …

Vision eines arabischen Juden

Am Abend des 20. Dezember

An vielen Ort wird in diesen Tagen über die Verleihung oder Nicht-Verleihung und dann doch Übergabe des Hannah Arendt-Preises an Masha Gessen gesprochen, exemplarisch zeigen sich an den Ereignissen die Konflikt- und Argumentationslinien hierzulande:

Hier zuerst ein Interview mit Masha Gessen in der Frankfurter Rundschau: