Michael Hesse schreibt in der Frankfurter Rundschau unter dem Titel: Binationaler Staat in Nahost: Eine unmögliche Idee? eine Annäherung an die Überlegungen von Omri Boehm und geht dabei auch noch einmal auf den Brit Shalom, besonders auf den Kreis des ‚Prager Zionismus‘ ein – lesenswert und heute umso mehr bedenkenswert, was einmal alles „denkbar“ war …
Auf der Seite von Feinschwarz sucht Ottmar Fuchs ’nach einem Weg, um im Nahost-Konflikt zweiseitig auf der Seite der Opfer zu stehen und würdigt die darin liegende, konstitutive und zugleich zu riskierende Überforderung‘.
Der israelisch-palästinensische Konflikt hat Europa zutiefst erschüttert. Die höchst unterschiedlichen Reaktionen der europäischen Staaten haben historische Wurzeln. Während der deutsche Verfassungspatriotismus als Versuch gedeutet werden kann, Verantwortung für den Holocaust zu übernehmen, ist das Selbstverständnis von Ländern wie Frankreich von ihrem kolonialen Erbe geprägt. Dieses schon lange bestehende Spannungsverhältnis zwischen zwei historisch gewachsenen Positionen wird im Zuge der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zunehmend explosiv. Die ansonsten einende Geschichte droht die Europäische Union zu zerreißen. Nach dem Historiker Timothy Snyder und der Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk wird sich der Philosoph Omri Boehm in der dritten „Rede an Europa“ den brisanten Fragen widmen, warum der israelisch-palästinensische Konflikt eine Gefahr für die europäische Identität darstellt und wie eine Verfassungskrise der Europäischen Union abgewendet werden kann.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Institut für die Wissenschaften vom Menschen
Aufzeichnung der Rede mit eingeblendetem Text der Rede zum Mitlesen
Lea Wohl von Haselberg im Gespräch mit Moshe Zimmermann
Akademie der Künste – Pariser Platz 4 – 10117 Berlin-Mitte 7. Mai 2024 – 19.00 Uhr
Der Historiker Moshe Zimmermann spricht mit der Film- und Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg über den Nahost-Konflikt und die Utopie des Friedens.
In seinem aktuellen Buch Niemals Frieden? Israel am Scheideweg (2024) blickt Moshe Zimmermann in die Vergangenheit zurück – auf die Entstehung der zionistischen Bewegung und die 75-jährige Geschichte des Staates Israel – um auf mögliche Auswege aus dem Teufelskreis der Gewalt und Gegengewalt aufmerksam zu machen. Im Vorwort schreibt er: „Das, was sich seit dreißig Jahren ereignete, und erst recht das, was seit dem 7. Oktober 2023 geschah, trug dazu bei, dass die Fronten auf beiden Seiten sich weiter verhärteten und der gegenseitige Hass sich weiter hochschaukeln konnte. Meine Bilanz fällt sehr kritisch aus, doch versuche ich, meinem Pessimismus zum Trotz konstruktiv zu denken.“
Prof. Dr. Kai Ambos, Professor für Straf- und Völkerrecht an der Universität Göttingen, analysiert auf dem „Verfassungsblog“:
„Scharfgestellte Staatsräson. Zum Umgang deutscher Sicherheitsbehörden mit dem Berliner „Palästina-Kongress“ – mit dem Ergebnis: Kein Ruhmesblatt deutscher poliischer Kultur und noch einiges an Zündstoff …
… unter diesem schon an sich spannenden Titel findet sich aktuell ein äußerst lesenwerter Artikel von Hanno Hauenstein in der Schweizer „WOZ – Die Wochenzeitung„, der vielen aus dem Herzen – oder besser aus dem Verstand – sprechen dürfte. (Und eine ideale Vorbereitung für unseren morgigen „Nachdenktag“ ist…)
Donnerstag, 25. April 2024 – 19.30 Uhr Nachbarschaftshaus am Körnerpark
Schierker Straße 53 – 12051 Berlin (nahe S-/U-Bhf. Neukölln)
Eingeladen sind drei Projekte, die in Neukölln Begegnungen und Dialog organisieren und sich gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus einsetzen, mit den Gästen wollen sie diskutieren, wie der 7. Oktober ihre Arbeit verändert hat und was für die Zukunft wichtig ist:
Clara Debour (Campus Rütli – Gemeinschaftsschule)
Ender Cetin (Meet2Respect)
und eine*n Vertreter*in von Shalom Rollberg
Moderation: Lissy Eichert, Kalle Lenz (Kath. Kirchengemeinde St. Christophorus, Nord-Neukölln)