Israel continues its assault on Gaza, bluntly ignoring Hamas’s agreement to reach a hostage deal.
Every day brings worsening devastation, hunger, and suffering. With Israel’s stated plans to occupy Gaza city, it appears determined to continue until the strip is fully annihilated.
We, Israelis living in Germany, call upon the German government to intensify pressure on the extremist Israeli government, which is committing genocide.
Halting arms deliveries is an important first step, but it is not enough – Germany must also impose immediate sanctions on Israel, including the suspension of the Israel-EU association agreement, and recognize a Palestinian State.
Please join us at the 13th edition of the Geneva PeaceTalks!
Marking the International Day of Peace, the 2025 Geneva PeaceTalks will take place on Wednesday, 10 September, from 3-5 PM CEST in Room XVII at the Palais des Nations and livestreamed online. Register for the in-person event Register for the livestream
Under the theme “Peace is Possible,” this year’s event brings together an extraordinary group of individuals from around the world, from diplomats, peacebuilders, community leaders, and artists, all united in the belief that peace is possible. By sharing personal lived experiences, they will illuminate that peace is not only necessary, but achievable through increasing understanding, respect, and justice in our daily lives.
This year’s Geneva PeaceTalks will feature the following speakers:
Her Excellency Lolwah bint Rashid bin Mohammed Al Khater, Minister of Education and Higher Education in Qatar Jagan Chapagain, Secretary General and CEO, International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies Caroline Vuillemin, Director-General of Fondation Hirondelle Elizabeth Laskar and Miranda Shaw, Secretary and Treasurer of Creators of Peace International Guila Clara Kessous, UNESCO Artist for Peace Her Excellency Hind Aboud Kabawat, Minister of Social Affairs and Labour, Transitional Government in Syria & Interpeace Governing Board Member Frank Kayitare, Rwanda Country Representative for Interpeace
Musical performances by: ‚Dr Bożena Schmid-Adamczyk, Internationally renowned pianist and musicologist and Adrien Philipp, Clarinetist
The event will also feature: Welcome message from the 13th Director-General of the UN in Geneva, Tatiana Valovaya. Closing remarks by President & CEO of Interpeace, Itonde Kakoma Master of Ceremony, Sarah Noble, Curator of PeaceTalks
Each year the International Day of Peace is observed around the world on 21 September. The UN General Assembly has declared this as a day devoted to strengthening the ideals of peace, through observing 24 hours of non-violence and cease-fire. Never has our world needed peace more.
The Geneva PeaceTalks are brought to you by the United Nations Office at Geneva, Interpeace, the Geneva Peacebuilding Platform, the Swiss Government and in partnership with the City and Canton of Geneva, Mirabaud, Caux Initiatives of Change, UNESCO Artists for Peace and Hinduja Foundation.
Join the conversation using #GVAPeaceTalks on X @PeaceTalks___, Facebook @PeaceTalks.net and Instagram @peace_talks and Linkedin @Peace Talks Community.
Charlottenburg-Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart
Das Projekt „Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart sichtbarmachen“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Orte mit ehemaligem und aktuellem jüdischen Bezug öffentlich erlebbar zu machen. Im Auftrag des Bezirks erforschen Studierende der Technischen Universität Berlin im Rahmen eigener Forschungsprojekte Orte mit jüdischer Geschichte.
„Wer kommt bei der Nahost-Berichterstattung zu Wort? Eine exklusive Auswertung von 5.000 Schlagzeilen deutscher Leitmedien zeigt: Israels Militär und Regierung dominieren. Unabhängige Quellen werden kaum genutzt.“
Hunderttausende Demonstrantinnen und Demonstranten haben sich in Tel Aviv und Jersualem versammelt; es handelt sich um eine der grössten Demonstrationen in Israel seit dem Wiederaufflammen des Krieges im Oktober 2023.
Die Demonstranten forderten die Beendigung des Gaza-Kriegs und die sofortige Freilassung der Hamas-Geiseln. Zudem riefen sie die israelische Regierung dazu auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, die Stadt Gaza und andere Gebiete im Gazastreifen einzunehmen. Sie blockierten zahlreiche Strassen im Land, darunter auch eine zentrale Schnellstrasse in der Küstenmetropole Tel Aviv.
Mehr als 30 Menschen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. In Jerusalem wurden Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt. Die Organisation der Geiselangehörigen hatte für Sonntag – den Beginn der israelischen Arbeitswoche – zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Man werde «das Land zum Stillstand bringen», sagte Einav Zangauker am Samstagabend bei einer Kundgebung – ihr Sohn Matan ist eine von 20 lebenden Geiseln im Gazastreifen. Der mächtige Gewerkschafts-Dachverband Histadrut schloss sich dem Streik zwar nicht an, äusserte aber Verständnis für den Schritt.
Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich nannte die Protestaktionen in einem Post auf der Plattform X eine «schlechte und schädliche Kampagne, die der Hamas in die Hände spielt». Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte die Proteste.
Bei einer Demonstration in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv haben zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit den Geiseln zum Ausdruck gebracht, die seit fast zwei Jahren von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden.
Die Macht des Wortes: die Wahrheit sagen, Gerechtigkeit einfordern
Liebe Freundinnen und Freunde,
aus unseren Terminologie-Workshops wissen wir, wie tiefgreifend unsere Wortwahl bei der Beschreibung von Konflikten Menschen beeinflusst. Ob wir etwas Genozid, ethnische Säuberung oder Kriegsverbrechen nennen, solche Bezeichnungen sind nicht nur semantisch – sie haben schwerwiegende politische und emotionale Bedeutungen auf der ganzen Welt. Wir wollten verstehen, warum das so wichtig ist. Und nun wissen wir, dass eine Situation zu bezeichnen einen Wunsch widerspiegelt: den Wunsch nach Anerkennung, nach Wandel, nach Verantwortlichkeit, nach internationaler Verantwortung. Menschen beschreiben mit Begriffen nicht nur, was geschieht, sondern sie pochen zugleich darauf, dass etwas geschehen muss – dass Gerechtigkeit geschaffen werden muss. Wir sehen, dass überall auf der Welt Menschen glauben, sich „für eine Seite entscheiden“ zu sollen – dass sie sich nur mit einer Seite solidarisieren und sich gegen die andere stellen sollen. Doch uns, deren Arbeit im jüdisch-palästinensischen Dialog verwurzelt ist, aus der wir Stärke gewinnen, ist klar, dass die Realität so zu sehen, wie sie ist – eben nicht bedeutet, einseitig Partei zu ergreifen. Rechenschaft für Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzufordern ist nicht Ausdruck einer Feindseligkeit gegenüber einem Volk – es ist ein Grundsatz, der die Menschenrechte und moralische Klarheit unterstützt. Beim Streben nach Gerechtigkeit geht es nicht um Spaltung; es geht um die Verteidigung universeller Werte und um die Anerkennung aller Menschen, die von Gewalt und Unterdrückung betroffen sind. Darin liegt für uns die ethische Verpflichtung beider Seiten: Leben zu retten, Gerechtigkeit zu schaffen und Heilung für die Opfer zu ermöglichen; und einen Pfad der Rechenschaftslegung und der Transformation für die Täter zu eröffnen – sodass alle in Würde und Hoffnung weitergehen können.
Die entsetzlichen Berichte aus Gaza zerreißen das Herz und sind unstrittig. Der Hunger und die Vernichtung – von Leben, Häusern und ganzen Gemeinschaften – müssen sofort aufhören. Die 1948 vertriebenen/geflüchteten Palästinenser werden vom Staat systematisch zum Schweigen gebracht und ein Klima geschaffen, das viele lähmt und ihnen die Sprache verschlägt; zugleich fühlen sie sich schuldig, während sie die Auslöschung und Zerstörung ihres Volkes und ihre eigene Ohnmacht erleben. Mittlerweile unterstützen jüdische Israelis entweder aktiv die fortdauernde Gewalt, oder ziehen Verleugnung oder Vermeidung vor, anstatt sich der Realität und ihrer Rolle darin zu stellen. In den vergangenen Wochen, im Angesicht des schrecklichen Hungers, sind wir Zeugen starken Widerstands aus beiden Gruppen geworden – und doch ist dies angesichts des Ausmaßes der Grausamkeiten traurigerweise nicht genug.
Wir rufen jeden Einzelnen von Euch auf: Tut alles, was Euch möglich ist, um diese Grausamkeiten zu beenden und Leben zu retten!
Wenn Ihr nicht wisst, wie, helfen wir Euch gern, darüber nachzudenken, wie Eure Resourcen – Eure Stimme, Eure Zeit, Eure Netzwerke, Eure Geldmittel – etwas bewirken können.
In diesem Brief findet Ihr eine Übersicht über unsere Aktivitäten auch unter diesen unerträglichen Bedingungen, aufrechterhalten durch die Hoffnung und die Überzeugung, dass ein anderer Weg sowohl möglich als auch notwendig ist.
Mit freundlichen Grüßen – Roi Silberberg, Direktor, School for Peace
Gut investiertes Geld der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG):Die postnazistische Gesellschaft
Goethe-Universität Frankfurt am Main | 19. August 2025
Zu Beginn der 1950er Jahre startete das Institut für Sozialforschung (IfS) eine der aufwendigsten empirischen Studien der deutschen Soziologie: Ziel war es, zu erfahren, inwiefern der Nationalsozialismus seinen Zusammenbruch überdauert hatte. Wie stark waren damals demokratische Einstellungen, wie verbreitet Rassismus und Antisemitismus? Die Ergebnisse blieben nach der Studie weitgehend unveröffentlicht, zu brisant erschienen manche Einblicke. Nun sollen sie erstmals in ihrer Gänze öffentlich gemacht und erforscht werden. Dazu stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für drei Jahre 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.
Das „Gruppenexperiment“ des IfS produzierte ein einzigartiges Daten-, Auswertungs- und Publikationsmaterial. Für einen großen Teil davon gilt jedoch: Es ist bis heute nicht erschlossen, veröffentlicht und ausgewertet. Damals war die Befürchtung nicht nur beim Studienleiter Theodor W. Adorno groß, eine Veröffentlichung der Ergebnisse könne zu erschütternden politischen Auswirkungen führen. Das zunächst für die erste Phase von drei Jahren von der DFG finanzierte Projekt „Die postnazistische Gesellschaft. Das ,Gruppenexperiment‘ des Instituts für Sozialforschung: Erschließung, Edition, Forschung“ soll nun die Veröffentlichung und Auswertung der großangelegten Studie nachholen. Damit beauftragt wurden der Soziologe Stephan Lessenich, Direktor des IfS und Professor an der Goethe-Universität, gemeinsam mit Patrick Sahle, Professor für Digital Humanities an der Universität Wuppertal, und Dr. Thomas Risse, Leiter der IT-Services der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg. Die Koordination des Gesamtvorhabens liegt bei Dirk Braunstein, Leiter des Archivs des Instituts für Sozialforschung. Ein interdisziplinär zusammengesetzter Internationaler Wissenschaftlicher Beirat wird die Edition und Forschung im Rahmen des Vorhabens eng begleiten.
Das auf insgesamt zwölf Jahre angelegte und von der DFG mit 1,3 Millionen Euro geförderte Projekt verfolgt zwei Ziele: Die größtenteils unbekannten Inhalte des Gruppenexperiments sollen vollständig transkribiert und digital frei zugänglich gemacht werden; über ein Onlineportal wird damit die Grundlage für eine weitere disziplinenübergreifende Forschung geschaffen. Darüber hinaus soll das Material im Projekt selbst aus verschiedenen Perspektiven heraus erforscht werden. Das Projektteam rechnet damit, dass das Gruppenexperiment wesentliche neue Erkenntnisse zum Verständnis der postnazistischen Gesellschaft in Westdeutschland liefern wird.
Der Historiker Adam Raz über das „Lexikon der Brutalität“ und wie sich die israelische Mehrheitsgesellschaft nach dem 7. Oktober von Netanjahu vereinnahmen ließ. Ein Interview von Inge Günther