Kritisch Lesen

Leon Wystrychowski bespricht auf dem Blog Kritisch-Lesen.de den neu auf deutsch vorliegenden Band von Rashid Khalidi Der Hundertjährige Krieg um Palästina. Eine Geschichte von Siedlerkolonialismus und Widerstand ud bezeichnet ihn als „wichtige(n) und überfällige(n) Beitrag zum deutschen Palästina-Diskurs (, er) verbindet historische Analyse und persönliche Perspektive“ – ein wichtiger Lückenfüller.

Frieden mitten im Krieg

Shireen Najjar und Neriya Mark sind zu Gast bei der Jahresversammlung 2024 der
Freunde und Freundinnen von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam.


Shireen Najjar und Neriya Mark gehören beide zur zweiten Generation der Dorfgemeinschaft von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam, dem einzigen Ort in Israel, wo jüdische und palästinensische Israelis vollkommen gleichberechtigt miteinander leben und arbeiten. Beide gehören sie zu Gründerfamilien, beide sind im Dorf aufgewachsen und in die binationale, zweisprachige Grundschule gegangen – und beide haben in ihrem Beruf und in der Dorfgemeinschaft Verantwortung übernommen.

    An der Hoffnung festhalten

    Ein kleiner Auszug:

    Aus der ganzen Welt werden sie zu uns kommen, um zu sehen, wie wir Frieden von unten schaffen

    Und dann werden wir entscheiden müssen, wie wir reagieren. Ob wir ihren Geschichten zuhören? Ob es uns gelingt, Tränen zuzulassen und mit ihnen zu fühlen? Ob wir vielleicht sogar irgendwann mit ihnen werden lachen können?

    Werden wir gemeinsame Geschichten des Leids entdecken können – wohl ein bißchen unterschiedlich und doch einander ähnelnd, Geschichten darüber, was jenseits des Zauns geschehen ist und was hier bei uns? Wohin wird unsere Scham uns tragen und wohin vor allem die Verantwortung? Werden wir ihnen Empathie entgegenbringen können, so wie sie sie uns gegenüber zeigen werden? Und muß man überhaupt erst darauf warten, daß die andere Seite damit beginnt?

    Intellektuelle Debatte ohne jede Empathie

    In der Reihe TOPOS ORF ein Beitrag von Simon Hadler

    Können die Anschläge des 7. Oktober als „bewaffneter Widerstand“ gerechtfertigt werden? Sind zivile Opfer auf palästinensischer Seite legitime „Kollateralschäden“? Der deutsche Theoretiker Jens Balzer und der israelisch-jüdische Autor Dror Mischani sind zwei gewichtige Stimmen, die aus der intellektuellen Schwarz-Weiß-Malerei des letzten Jahres ausbrechen – der eine sehr politisch, der andere sehr persönlich.

    Erinnerung und radikale Empathie

    Das aktuelle Mailing der Rosa Luxemburg Stiftung, unter anderem mit einem Beitrag des Tel Aviver Büroleiters, Gil Shoat, der mit diesen Zeilen endet:

    „Es gilt, sich für radikale Empathie mit den israelischen Opfern des 7. Oktober sowie mit den seitdem zu beklagenden Zehntausenden Opfern auf palästinensischer und libanesischer Seite und für das Ende der Gewalt im Schatten dieses Traumas einzusetzen. Denn es ist das Einzige, was uns in dieser schier hoffnungslosen Zeit noch Hoffnung gibt. Dazu heißt es treffend im Grundsatzdokument der palästinensisch-jüdischen Bewegung Standing Together: Where there’s a struggle, there is hope.“

    Spore: „The Big Chill“ – 5. Oktober 2024

    At the invitation of Candice Breitz, symposium guests Michael Barenboim, Daniel Bax, Yasmeen Daher, Alexander Gorski, Pauline Jäckels, Nadezda Krasniqi, Jerzy Montag, Michael Rothberg, Nahed Samour and Charlotte Wiedemann will discuss the modes of silence and array of silencing mechanisms that constitute the chilling effect that has settled over German public discourse in the wake of the horrific atrocities of 7 October 2023 and the unspeakably grotesque and disproportionate violence that Palestinians have been subject to both leading up to and since that date.

    Ein Blick auf die US-Politik

    Eine Analyse von Steven A. Cook der Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten der beiden aussichtsreichen Kandidierenden für die US-Präsidentenwahl im November auf dem Portal The Liberal Patriot. Auch wenn nur eine Stimme, ist sie doch interessant und scheint hilfreich dabei zu verstehen, warum der amtierende israelische Ministerpräsident in den den letzten Monaten immer wieder (öffentlich) die US-Politik und -Interessen mit seinen Aktionen vorführt / vorführen kann.

    Der deutsche Blick auf Hitler und den Nationalsozialismus

    Zwischen Verdrängung, Betroffenheit und heimlicher Verehrung: Seit vier Generationen setzen sich Menschen in Deutschland mit der NS-Zeit auseinander. Auf verschiedenste Weise, wie eine Bonner Ausstellung zeigt. – ein Beitrag von Katarzyna Domagala-Pereira, Journalistin und Publizistin, stellvertretende Leiterin von DW-Polnisch.

    Zur Ausstellungsseite (Haus der Geschichte, Bonn) – Zum Bericht bei der DW.

    Wege aus dem israelisch-palästinensischen Konflikt

    Zwei-Staaten-Lösung vs. Konföderationsmodell – Böll-Stiftung und NIF

    Englisch mit deutscher Übersetzung – Mehr Informationen

    • Dr. Gil Murciano, MITVIM – The Israeli Institute for Regional Foreign Policies
    • Drin. Rula Hardal, A Land for All – Two States One Homeland
    • Dr. Tobias Tunkel, Beauftragter für Nah- und Mittelost & Nordafrika im Auswärtigen Amt

    Moderation: Drin. Muriel Asseburg, Stiftung Wissenschaft und Politik

    Israelische NGOs zur deutschen Debatte

    Dazu ein Betrag (jpg-journal.de) von Jessica Montell (Hamoked, früher B’Tselem)