



Über die Ereignisse, die der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas tagtäglich zeitigt, kann man:frau unterschiedliche Positionen vertreten, sogar darüber, ob ein Waffenstillstand in diesen Tagen geboten, möglich, sinnvoll oder unbedingt nötig sein müsse …
Die Jüdische Allgemeine hat dieser Tage allerdings einen Kommentar von Tobias Huch veröffentlicht, der für einige Irritationen gesorgt und auf den Ronen Steincke, rechtspolitischer Korrespondent bei der »Süddeutschen Zeitung«, geantwortet hat:

Die JA hat inzwischen Titel des Kommentars von T. Huch verändert und auch den Text und dies online auch kommuniziert.
Das Internetportal Qantara hat kürzlich einen Beitrag von Andrea Backhaus gebracht, der auf die Stimmung und die politische Lage in der Westbak schaut. Der Diskurs dort ist weit weg von dem, der in Deutschland geführt wird und er wird hierzulande wenig wahrgenommen. Der lesenswerte Beitrag endet mit: „Wir brauchen die Hamas nicht“, sagt Yahya. „Wir brauchen nur jemanden, der uns unsere Würde zurückgibt.“

Auch wenn das Feature schon etwas älter ist, manchmal lohnt es sich auch in Dinge noch mal reinzuhören und sie mit dem aktuellen Ohr zu hören: Lange Nacht zu Amos Gitai vom DFKultur

Der Prozeß vor dem Internationalen Gerichtshof hat mit den Statements von Südafrika (Über die Vereinten Nationen auf Youtube) und der Antwort Israel (Hier der Link dazu) begonnen.

In Den Haag wird vor dem International Court of Justice verhandelt, was die Republik Südafrika vor das Gericht gebracht hat: Wie ist zu bewerten, was Israel im Rahmen seiner Selbstverteidigung im Gazastreiifen tut. Genozid für die einen, Selbstschutz für die anderen.
(Unterschiedlicher als an diesen beiden Tage vor Gericht kann der Konflikt kaum präseniert werden).
Die Meinungen gehen weit auseinander, unabhängig davon, ob man:frau einen sofortigen Waffenstillstand für angezeigt hält oder nicht. Eine Ende der Besatzung wäre jedenfalls allen Menschen zu wünschen, nur dann könnte Gerechtigkeit werden.
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Bemerkeswert mit welcher Position sich die Bundesregierung in das Verfahren einmischt und ziemlich offen das Gericht angeht:

Auch wenn das BPA zwei Anläufe brauchte…

Die US-amerikanische Rabbinerin Sharon Brous über Leid und Trauer. Und über Empathie, die keine Grenzen haben darf…
Podcast auf Haaretz – ein bewegendes Hördokument!

Tom Segev, 1945 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Paares in Jerusalem geboren, zählt zu den herausragenden Publizisten Israels. Der promovierte Historiker hat zahlreiche Monographien vorgelegt, die sich mit der Geschichte Israels und Palästinas befassen, etwarem: „Die siebte Million“, „Ben Gurion“, und „Es war einmal Palästina“. „Jerusalem Ecke Berlin“ heißt sein 2022 auf Deutsch erschienenes Erinnerungsbuch.
Im Gespräch mit Michael Hesse schaut er auf die Entwicklungen in seinem Land und räumt auch eigene Fehler ein. (Interview in der Frankfurter Rundschau): „Der Krieg muß sofort enden“


Auf ihrem Blog bei der Times of Israel, reflektiert Susie Beicher, (Communications Director of the Policy Working Group, a team of senior academics, former diplomats, human rights defenders, and media experts) über die innerisraelische Debatte, über die IDF und die Politik im Angesicht des anstehenden Verfahrens vor dem International Court of Justice (ICJ).


Zum zweiten Mal hatte heuer (5. Januar 2024) die Gruppe „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ in Berlin vor dem Auswärtigen Amt (Werderscher Markt 1) zu ihrer nächsten Kundgebung eingeladen:
Für einen sofortigen Waffenstillstand,
für die Freilassung aller Geiseln und
für eine tragfähige diplomatische Lösung in Israel/Palästina–

Die Gruppe heißt alle Menschen, die teilnehmen wollen und dieselben Ziele teilen, willkommen.
Es wird aber freundlich darum gebeten, keine Nationalfahnenmitzubringen.
Die „Israelis for Peace“ sind auf Instagram zu finden:
Hier ist ein Photo [(c) Martin Forberg] von der ersten Mahnwache der „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ (29. Dezember 2023).

Darüber hat die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet:

Link (Hinter der Paywal)
So gut es eben geht und manchmal geht gar nichts, hält Riad Othman von Medico International Kontakte zu den Partner-NGOs in Gaza. Was sie über die humanitäre Lage dort berichten, ist eine „Vollkatastrophe“, sagt Othman in einem Interview mit Inge Günther aus der Frankfurter Rundachau /FR (2. Januar 2024).


