Südafrika versus Israel

Der Prozeß vor dem Internationalen Gerichtshof hat mit den Statements von Südafrika (Über die Vereinten Nationen auf Youtube) und der Antwort Israel (Hier der Link dazu) begonnen.

In Den Haag wird vor dem International Court of Justice verhandelt, was die Republik Südafrika vor das Gericht gebracht hat: Wie ist zu bewerten, was Israel im Rahmen seiner Selbstverteidigung im Gazastreiifen tut. Genozid für die einen, Selbstschutz für die anderen.
(Unterschiedlicher als an diesen beiden Tage vor Gericht kann der Konflikt kaum präseniert werden).

Die Meinungen gehen weit auseinander, unabhängig davon, ob man:frau einen sofortigen Waffenstillstand für angezeigt hält oder nicht. Eine Ende der Besatzung wäre jedenfalls allen Menschen zu wünschen, nur dann könnte Gerechtigkeit werden.

***

Bemerkeswert mit welcher Position sich die Bundesregierung in das Verfahren einmischt und ziemlich offen das Gericht angeht:

We have to see one anothers humanity

Die US-amerikanische Rabbinerin Sharon Brous über Leid und Trauer. Und über Empathie, die keine Grenzen haben darf…
Podcast auf Haaretz – ein bewegendes Hördokument!

Tom Segev im Gespräch

Tom Segev, 1945 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Paares in Jerusalem geboren, zählt zu den herausragenden Publizisten Israels. Der promovierte Historiker hat zahlreiche Monographien vorgelegt, die sich mit der Geschichte Israels und Palästinas befassen, etwarem: „Die siebte Million“, „Ben Gurion“, und „Es war einmal Palästina“. „Jerusalem Ecke Berlin“ heißt sein 2022 auf Deutsch erschienenes Erinnerungsbuch.

Im Gespräch mit Michael Hesse schaut er auf die Entwicklungen in seinem Land und räumt auch eigene Fehler ein. (Interview in der Frankfurter Rundschau): „Der Krieg muß sofort enden“

Screenshot Frankfurter Rundschau Tom Segev

Aus der innerisraelischen Debatte

Auf ihrem Blog bei der Times of Israel, reflektiert Susie Beicher, (Communications Director of the Policy Working Group, a team of senior academics, former diplomats, human rights defenders, and media experts) über die innerisraelische Debatte, über die IDF und die Politik im Angesicht des anstehenden Verfahrens vor dem International Court of Justice (ICJ).

Israelis for Peace

Zum zweiten Mal hatte heuer (5. Januar 2024) die Gruppe „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ in Berlin vor dem Auswärtigen Amt (Werderscher Markt 1) zu ihrer nächsten Kundgebung eingeladen:

Für einen sofortigen Waffenstillstand,
für die Freilassung aller Geiseln und
für eine tragfähige diplomatische Lösung in Israel/Palästina

Stop the war - Israelis for Peace

Die Gruppe heißt alle Menschen, die teilnehmen wollen und dieselben Ziele teilen, willkommen.

Es wird aber freundlich darum gebeten, keine Nationalfahnenmitzubringen.

Die „Israelis for Peace“ sind auf Instagram zu finden: 

Hier ist ein Photo [(c) Martin Forberg] von der ersten Mahnwache der „Israelis für Frieden“/“Israelis for Peace“ (29. Dezember 2023).

Photo M. Forberg Demo 29.12.23  Israelis for Peace

Darüber hat die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet:

Link (Hinter der Paywal)

Israel und Gaza II

So gut es eben geht und manchmal geht gar nichts, hält Riad Othman von Medico International Kontakte zu den Partner-NGOs in Gaza. Was sie über die humanitäre Lage dort berichten, ist eine „Vollkatastrophe“, sagt Othman in einem Interview mit Inge Günther aus der Frankfurter Rundachau /FR (2. Januar 2024). 

Screenshot Medico Othmann Gaza FR

Israel und Gaza I

Wie kann Israel von dem Baum wieder herunterklettern, auf den es geklettert ist, danach fragt ein Beitrag von Michael Koplow auf der Seite des US-amerikanischen Liberal Patriot:

Screensho Liberal Patriot

Tal Mitnick, der erste israelische Refusnik (Verweigerer) seit dem 7. Oktober, hat seine Antwort gegeben (Beitrag dazu auf +972mag):

Screensho +972

Zum Ende dieses Jahres hin

Die Gewalt, die Trauer, das Leiden haben noch immer kein Ende. Wir haben an dieser Stelle in den letzten Wochen auch immer wieder versucht, auf Ideen und Initiativen hinzuweisen, die an einer kooperativen Vision festhalten … so wollen wir auch dieses Jahr beschliessen und das nächste beginnen

Aus dem Medienarchiv des ZDF heute journal (vom 14. Dezember 2023)

An diesem Abend

Nicht einfach, daran festzuhalten, daß es der Friedensfürst ist, der Erwartete, Ersehnte … Feiern im Angesicht all der Gewalt, nicht nur in der Region, die manche (von uns) Heiliges Land nennen.

Es sind drei Gaben, die von den Weisen „aus dem Osten“ in dieser Nacht gebracht werden, Gold -, Weihrauch, priesterliches Zeichen für das Neugeborene, und Myhrre… jene Substanz, mit der Gekreuzigte eingehüllt werden wird – auch Christtag ist schon ein kleines Ostern.

Es sollen sich Gerechtigkeit und Frieden umarmen, bald, bald, bald …

Geburtskirche und Kirche St. Katharina

„This is the divine message of hope and peace that Christ’s Nativity inspires within us, even in the midst of suffering. For Christ himself was born and lived amid great suffering. Indeed, he suffered for our sake, even unto death upon a cross, in order that the light of hope would shine into the world, overcoming the darkness (John 1:5).

It is in this spirit of Christmas that We, the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem, denounce all violent actions and call for their end. We likewise call upon the people of this land and around the globe to seek the graces of God so that we might learn to walk with each other in the paths of justice, mercy, and peace. Finally, we bid the faithful and all those of goodwill to work tirelessly for the relief of the afflicted and towards a just and lasting peace in this land that is equally sacred to the three Monotheistic Faiths.

„In these ways, the hope of Christmas will indeed be born once again, beginning in Bethlehem and extending from Jerusalem to the ends of the earth—thus realizing the comforting words of Zechariah, that “the dawn from on high will break upon us to give light to those who sit in darkness and the shadow of death, guiding our feet into the way of peace” (Luke 1:78–79).“In these ways, the hope of Christmas will indeed be born once again, beginning in Bethlehem and extending from Jerusalem to the ends of the earth—thus realizing the comforting words of Zechariah, that “the dawn from on high will break upon us to give light to those who sit in darkness and the shadow of death, guiding our feet into the way of peace” (Luke 1:78–79).“

Avi Shlaim im Gespräch

Der israelisch-britische Historiker Avi Shlaim, ehemaliger Professor für internationale Beziehungen an der Oxford University, wurde 1945 in Bagdad geborgen und ist vielen bekannt über sein Buch: „The Iron Wall”, das die Ursprünge des Konflikts unter der britischen Kolonialherrschaft, die großen arabisch-israelischen Kriege, den gescheiterten Friedensprozeß sowie die Erste und Zweite Intifada behandelt. Shlaim formuliert pointiert und klar. ( … warum er wohl ein solches Interview nicht einem weniger umstrittenen Ort gegeben hat …)
Avi Shlaim gehört zu den 40 Unterzeichners eines Offenen Briefes an die britische Politik vom 20. Oktober 2023, der in Israel kontrovers diskutiert wurde

Screenshot der Quelle: Photo: Alvaro Garica