Gaza und die deutsche Wirklichkeit

Ein Gespräch von Simon Wenzel, rbb|24 mit Dr. Jannis Grimm, Konfliktforscher am Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung der Freien Universität Berlin zum Hinterrgrund der heutigen Demonstration in Berlin gegen den Gazakrieg („All Eyes on Gaza“ am Großen Stern)

Can There Be Atonement …

Rabbi Arik Aschermans Reflexionen zu Rosh HaShana und die Torat Tzedek 5786 Kurzfassung des vidui – auf der Website auch die Links zuFilmaufnahmen aus seiner Arbeit!

Burg: Gaza is the very end of The Holocaust as Israel’s moral legitimacy

Aus dem (August-)Blog von Avrum Burg, harte Worte und schwere Kost …

The Holocaust will forever remain a black hole in human history. But the moral credit card it gave Israel has expired. From now on, Israel will be measured like any other state: by its actions in the present.

This is a painful realization for Israel. Perhaps the most painful since its founding. For the first time, it is asked for accountability and moral reckoning for its own deeds and wrongs. And yet this moment holds new possibility. The crimes of Hamas in October 2023 do not justify, let alone balance, Israel’s crimes since. Though it must repeatedly said: Jews never committed or attacked Germany, and the Final Solution had no justification, none whatsoever. Yet the post-2023 Israel must become Gaza’s Germany, Palestine’s Germany. Having destroyed, Israel must rebuild. Having denied, it must ensure an entire generation of Palestinian life in peace and hope.Since there is one more lesson from “our holocaust”. Not only the victims need healing and repairs. So does the criminal victimizer. This time it is us the Israelis.

Until Gaza Eats We Fast

Siehe auch: Instagram

Aus dem aktuellen Mailing der CfP:

Every Monday, people across the world are coming together in a simple, powerful act of solidarity: refusing food and refusing to look away from Gaza. 
For 85 days, Combatants for Peace activist Mai Shahin refused food. By her side, Israeli ally David Ginati went on hunger strike for 55 days. Together, from the heart of the West Bank at Satyam, they put their own bodies on the line in solidarity with the people of Gaza who are being forcibly starved.
What began with two hunger strikers has now grown into a global action: #Mondays4Gaza.
Every week, Palestinians, Israelis, and internationals fast, gather, and speak out together — refusing silence, refusing despair, and insisting on life.
We invite you to join us: to fast, to bear witness, and to be part of this widening circle of courage and care.
Co-sponsored by CfP and AFCFP, some in our community are already taking part. Others may be hearing about this for the first time. However you arrive, you are welcome. However you choose to participate, you are needed.

World Week for Peace in Palestine and Israel

The World Week for Peace in Palestine and Israel is an annual WCC event held during the third week of September. This year from Saturday 20 to Friday 26 September 2025. The week aims to encourage people of faith to pray for, and work towards, an end to Israeli oppression and allowing both Palestinians and Israelis to live in peace.

Theme 2025 – “We must give account.”

Crisis Group on Gaza

September Statement des Internationalen Thinktanks – im Angesichts dessen, was vor unseren Augen geschieht …

Palestine in Pictures: August 2025

Für manche purer Ausdruck von Propaganda, aber wielange wollen wir noch so mit der Wirklichkeit / den Wirklichkeiten in Gaza umgehen? Stellen wir uns!

„A monthly digest of key developments in Palestine showcasing powerful images by photojournalists.“

Demo in Tel Aviv

Die Zahl der Protestierenden wächst … (auch wenn unterschiedlich darauf geschaut wird)

Reuters, 27. August 2025

Hunderttausende Demonstrantinnen und Demonstranten haben sich in Tel Aviv und Jersualem versammelt; es handelt sich um eine der grössten Demonstrationen in Israel seit dem Wiederaufflammen des Krieges im Oktober 2023.

Die Demonstranten forderten die Beendigung des Gaza-Kriegs und die sofortige Freilassung der Hamas-Geiseln. Zudem riefen sie die israelische Regierung dazu auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, die Stadt Gaza und andere Gebiete im Gazastreifen einzunehmen. Sie blockierten zahlreiche Strassen im Land, darunter auch eine zentrale Schnellstrasse in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Mehr als 30 Menschen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. In Jerusalem wurden Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt. Die Organisation der Geiselangehörigen hatte für Sonntag – den Beginn der israelischen Arbeitswoche – zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Man werde «das Land zum Stillstand bringen», sagte Einav Zangauker am Samstagabend bei einer Kundgebung – ihr Sohn Matan ist eine von 20 lebenden Geiseln im Gazastreifen. Der mächtige Gewerkschafts-Dachverband Histadrut schloss sich dem Streik zwar nicht an, äusserte aber Verständnis für den Schritt.

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich nannte die Protestaktionen in einem Post auf der Plattform X eine «schlechte und schädliche Kampagne, die der Hamas in die Hände spielt». Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte die Proteste.

Instagram Watson News

Bei einer Demonstration in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv haben zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit den Geiseln zum Ausdruck gebracht, die seit fast zwei Jahren von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden.

Tachles.ch

Rabbiner gegen Hunger in Gaza

Rund 80 orthodoxe Rabbiner fordern ein Ende der Hungersnot in Gaza

Rund 80 orthodoxe Rabbiner aus verschiedenen Ländern fordern die israelische Regierung auf, der Hungersnot in Gaza ein Ende zu bereiten. Die Initiative für das Schreiben, das der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt, ging demnach von US-Rabbi Yosef Blau aus. Er erklärte: „Wenn Religion dazu benutzt wird, die Verehrung von Macht zu rechtfertigen, verzerrt sie die grundlegende Moral.“ Unkritische Loyalität widerspreche dem Anspruch der Selbstreflexion, der grundlegend für das Judentum sei.

In dem Schreiben heißt es weiter, die Greueltaten der radikalislamischen Hamas entbünden Israel nicht von seiner Verantwortung für die humanitäre Krise im Gazastreifen. Daher müsse das Land eine massenhafte Hungersnot verhindern. Zu den Unterzeichnenden gehört auch der polnische Oberrabbiner Michael Schudrich, der betonte: „Ich liebe Israel – die Nation, das Land, die Menschen.“

Rückbesinnung auf die jüdische Hoffnung

Kritik gibt es auch daran, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu keine Ideen für eine Zeit nach dem derzeitigen Krieg entwickelt habe. So entstehe ein Vakuum, das extremen Stimmen innerhalb der Regierung ermöglicht habe, „beunruhigende Vorschläge“ zu verbreiten. Zudem verurteilen die Rabbiner die eskalierende Gewalt durch extremistische Siedler im Westjordanland: Sie habe zum Mord an Zivilisten geführt und die Region weiter destabilisiert.

Dieser historische Moment erfordere, so das Schreiben weiter, „eine Stimme, die in unseren tiefsten jüdischen Werten verwurzelt ist und von unserer traumatischen Geschichte der Verfolgung geprägt ist“.

Die jüdische Hoffnung auf Gerechtigkeit und Mitgefühl erstrecke sich auf alle Menschen. Zu den Unterzeichnenden gehören auch der Dresdner Rabbiner Akiva Weingarten, der britische Rabbiner David Rosen, der norwegische Rabbiner Michael Melchior sowie der dänische Oberrabbiner Jair Melchior.

Background: The Greater Jerusalem Concept

The Greater Jerusalem concept contains the three settlement blocs around Jerusalem: Maale Adumim (including the E1 area), Gush Etzyon, and Givat Zeev.

Zum weiterlesen ….