Gedanken zum Neuen Jahr

Rabbi Arik Ashermans (Torat Zedek) Reflexionen an Rosh HaShanah 5784 – als Impuls für die zehn Tage des Nachdenkens bis zu Jom Kiippur.

Combatants for Peace zum Neuen Jahr

„They [these demonstrators that oppose this government] need to recognise the inherent link between what is happening now, and the occupation. The militirisation within society, the apartness of Israelis and Palestinians for decades, and the military oppression of millions of people is what has led us here, this isn’t a sudden crisis that we couldn’t have foreseen“

Auszug aus dem Mailing zum Neuen Jahr von Rana Salman, Palestinian Director und Yonatan Gher, Israeli Director

„Our work in Israel has a clear focus. The weekly demonstrations are attracting hundreds of thousands of people, all proudly declaring their right to a free and democratic state. It’s hard for us to accept. We and others have been warning of a declining trend for decades, as illegal settlements were shrugged off as a problem for later, and international law is arrogantly ignored. There are consequences of our inaction and failure to respond – and they are obvious to all now, which is why we stand up on ladders and loudly declare that there is no democracy with occupation! We repeat ourselves over and over to crowds of people, some that raise an eyebrow and move on, and some that stop to talk.“

Amnesty International schaut – nach Deutschland!

Sowohl im Jahr 2022 als auch im Jahr 2023 kam es in Berlin zu pauschalen, präventiven Verboten von Demonstrationen für die Rechte von Palästinenser*innen. Insbesondere rund um den Nakba-Gedenktag am 15. Mai wurden sämtliche Versammlungen in Solidarität mit Palästinenser*innen untersagt.
Amnesty International betrachtet diese Verbote mit Sorge.

Auch wenn Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit nach internationalen Menschenrechtsstandards unter bestimmten Umständen zulässig sind, sind staatliche Behörden zunächst dazu verpflichtet, diese Menschenrechte zu schützen und ihre Ausübung zu ermöglichen.

Jegliche Einschränkungen müssen zwingend notwendig und verhältnismäßig sein. Daran hat Amnesty International mit Blick auf die Versammlungsverbote am Nakba-Tag jedoch erhebliche Zweifel.

Neben ihrer Pauschalität hinsichtlich des Zeitpunktes, des Ortes und der Versammlungsteilnehmer*innen, sind diese auch insofern menschenrechtlich bedenklich, als sie sich auf stigmatisierende und diskriminierende Stereotype beziehen. Amnesty International mahnt deshalb von pauschalen, präventiven Versammlungsverboten abzusehen und die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Berlin für alle zu wahren.

PDF der ai-Stellungnahme

Demokratie und Besatzung gehen nicht zusammen…!

Eines der T-Shirts, die zur Finanzierung der Protestbewegung dienen (- wir versteigern dieses Exemplar demnächst zu deren Gunsten …)

Democray and Occupation cannot coexist!

„Im Kern geht es um Annexion“

Inge Günther führte ein Interview mit dem israelischen Menschenrechtler Omri Metzer (Human Rights Defenders Fund (HRDF)), es steht an diesem heutigen 12. September, dem Tag der ersten Anhörungen vor dem Obersten Israelischen Gerichshof über die eingereichten Petitionen gegen den „Umbau“ des israelischen Rechtssystems und damit der gesamten politischen Kultur des Landes, in der Frankfurter Rundschau.

Palestinian Open Letter

Auf Initiative von Dana El-Kurd, Assistant Professor of Political Science (University of Richmond, Virginia USA) haben sich eine Anzahl palästininensischer Akademiker:innen und Intellektueller, die meisten davon im Exil, scharf ablehnend zu den jüngsten Aussagen von Mahmoud Abbas geäußert:

„We the undersigned, Palestinian academics, writers, artists, activists, and people of all walks of life, unequivocally condemn the morally and politically reprehensible comments made by President of the Palestinian Authority Mahmoud Abbas about the Holocaust.

Rooted in a racial theory widespread in European culture and science at the time, the Nazi genocide of the Jewish people was born of antisemitism, fascism, and racism. We adamantly reject any attempt to diminish, misrepresent, or justify antisemitism, Nazi crimes against humanity, or historical revisionism vis-a-vis the Holocaust. 

The Palestinian people are sufficiently burdened by Israeli settler colonialism, dispossession, occupation, and oppression without having to bear the negative effect of such ignorant and profoundly antisemitic narratives perpetuated by those who claim to speak in our name.

We are also burdened by the PA’s increasingly authoritarian and draconian rule, which disproportionately impacts those living under occupation. Having held onto power nearly a decade and a half after his presidential mandate expired in 2009, supported by Western and pro-Israel forces seeking to perpetuate Israeli apartheid, Abbas and his political entourage have forfeited any claim to represent the Palestinian people and our struggle for justice, freedom, and equality, a struggle that stands against all forms of systemic racism and oppression.“

Rashid Khalidi — Sherene Seikaly — Tareq Baconi — Muhammad Ali Khalidi — Zaha Hassan — Noura Erakat — Raja Shehadeh — Isabella Hammad — Lana Tatour — Nadia Abu El-Haj — Bashir Abu-Manneh — Annemarie Jacir — Raef Zreik — Leena Dallasheh — Lila Abu Lughod — Kareem Rabie — Mezna Qato — Amahl Bishara —  Dana El Kurd — Nadia Hijab — Samera Esmeir — Ahmad Samih Khalidi — Abdel Razzaq Takriti — Maha Nassar — Nadera Shalhoub-Kevorkian — Huwaida Arraf — Rosemary Sayigh  — Areej Sabbagh-Khoury — Tamara Ben-Halim — Yezid Sayigh — Jumana Manna — Nadim Bawalsa — Yousef Munayyer — Omar Qattan — Ismail Nashef — Nu’man Kanfani — Himmat Zoubi — Shahd Hammouri — Hamzé Attar — Hana Sleiman — Haithem El-Zabri — Samir Sinijlawi — Mussa’ab Bashir — Sam Bahour — Huda Al Imam — Bashir Bashir — Joey Ayoub — Michel Khleifi — Layth Malhis — Abdalhadi Alijla — Anis Mohsen — Karam Dana — Omar Dajani — Ubai Aboudi — Issam Nassar — Bassam Massarwa — Zaina Arekat — Bahaa Shahera Rauf — May Seikaly — Jerry Jareer Khoury — Rania Madi — Wesam Ahmad — Refaat Alareer — Omar Jabary Salamanca — Mona Hewaydi — Y. L. Al-Sheikh — Yasmeen Hamdan — Emilio Dabed — Ines Abdel Razek — Basheer Karkabi — Majed Abusalama — Leila Farsakh — Yazan Khalili — Moien Odeh — Hilary Rantisi — Tariq Raouf — Aimee Shalan — Nadia Khalilieh — Linda Kateeb — Samer Abdelnour — Bassam Dally — Zahi Khamis — Sami Jiries — Razzan Quran — Nour Salman — Diala Shamas — Jamal Rayyis — Izzeddin Araj — Tarek Ismail — Susan Muaddi Darraj — Basman Derawi — Rawan Arraf — Asad Ghanem — Assad Abdi — Umayyah Cable — Fahad Ali — Samar Dahleh — Ayman Nijim — Jumana Musa — Miryam Rashid — Helga Tawil-Souri — Leila Shahid — Leena Barakat — Nadia Saah — Hana Masud — Asma Al-Naser

Online unter: https://sites.google.com/view/palestinianopenletter/home?authuser=1

Bericht in Haaretz | Bericht in der Times of Israel.

Redaktioneller Hinweis:
Versehentlich wurde in der ersten Aussendung eine noch unkorrigierte Fassung verschickt, wir Bedauern diesen Fehler.

10. September 1923

Avnery war ein israelischer Journalist, Friedensaktivist, immer zusammen mi seiner Frau Rahel (1932-2011) sowie Schriftsteller und Politiker, in drei Legislaturperioden (1965–1974 und 1979–1981) war er Mitglied der Knesset, des israelischen Parlaments.

1993 gründete Avnery mit anderen zusammen die israelische Friedensinitiative Gush Shalom, die im Jahr 2001 mit dem Right Livelihood Award (dem sog. alternativen Nobelpreis) ausgezeichnet wurde.

Aus einer Rede im Jahr 2002 (Carl-von-Ossietzky-Preisträger):

„Seit mehr als 50 Jahren setze ich mich für eine Friedenslösung ein, die das Recht beider Seiten auf Freiheit, Selbstständigkeit und Gerechtigkeit berücksichtigt. Natürlich besteht keine Symmetrie zwischen den beiden Seiten – wir sind die Besetzer, sie sind die Besetzten, wir haben eine gewaltige Übermacht, sie haben die Hartnäckigkeit eines bedrohten Volkes. Aber so viel Blut auch fließt, so viel abscheuliche Dinge auch passieren, wie gerade jetzt in Dschenin, am Ende werden unsere beiden Völker in diesem kleinen Lande nebeneinander und zusammen leben müssen, weil jede andere Lösung zu schrecklich ist, um auch nur an sie zu denken.“

(Quelle: AphorismA-Archiv, Herkunft unbekannt, wird gerne nachgetragen)

Was verändert sich in der Region, die wir Nahen Osten nennen?

Marcus Schneider (Beirut, FES-Regionalprojekt für Frieden und Sicherheit im Mittleren Osten) analysiert auf ipg-journal.de die Entwicklungen, die sich mit der Neuaufstellung/Erweiterung der BRICS Kooperation verbinden.

Erinnerung: Quadratur des Dreiecks

Ort: Liane 1 – Karl Marx-Straße 17 (Berlin-Neukölln)
LIANE befindet sich im zweiten Hinterhof, 2. OG (ohne Aufzug)

Zwischen Polarisierung und Polemik

Die Diskussionen in Deutschland zu Israel und Palästina driften viel zu häufig in extreme oder polemische Positionen ab. Betroffene, insbesondere Palästinenser*innen, kommen kaum zu Wort oder werden delegitimiert und teils kriminalisiert. Auch progressive israelische Stimmen haben es zunehmend schwerer, insbesondere seit der Wahl der aktuellen israelischen Regierung.
Wie beeinflussen die Entwicklungen in Palästina und Israel die Debatten in Deutschland?
Oder ist das Verhältnis zu Israel für Teile der deutschen Gesellschaft vor allem eine Projektionsfläche? 

Was bedeutet das für den diAk

Als diAk wollen wir uns die Frage stellen, was die Entwicklungen der letzten Jahre für uns bedeuten?
Wo und wie können wir aktiv sein und etwas zu den Debatten beitragen?
Welche Rolle können wir in Deutschland spielen und mit wem wollen wir zusammenarbeiten.

Zur dieser Gesprächs- und Austauschrunde, zu einer Art von offener Konsultation lädt der diAk am
10. September 2023 ein.