Das Versagen der arabischen Eliten

Krise der arabischen Staaten

In seinem Essay fragt der renommierte libanesische Journalist und Autor Hazem Saghieh, wie die Zukunft der arabischen Welt aussieht. Gibt es Auswege aus einer existentiell bedrohlichen Krisenhaftigkeit? 

„Vorbei mit der Höflichkeit“ – Aus: Kattan: … mit zur Sonne blickenden Augen – 978-3-86575-091-4

Ein Beitrag auf quantara.de

Erinnern und das Erinnern an das Erinnern

So unterschiedlich in „West“ und „Ost“ an die sog. „Rote Kapelle“ erinnert wurde – und wie ihrer heute gedacht wird – ein Spiegelbild deutscher Debatten …

In der Berliner Zeitung setzt sich Maritta Adam-Tkalec damit – durchaus kontrovers – auseinander:

Im Osten benutzt, im Westen gehasst: Die wahre Geschichte der Roten Kapelle

Zeitgeschichte in Bildern

Wie stark sind unsere Wahrnehmungen, gerade auch von Konflikten, durch Bilder, zu Ikonen geronnenen Augenblicke, geprägt. Ein Gang durch diese Sammlung ist erhellend, für unser geprägt sein, auch für unsere blinden Flecke? (Am 28. Januar 2022 haben wir an dieser Stelle auf das Israel Film Archive aufmerksam gemacht)

The Liberation Graphics Collection of Palestine Posters – Eine – online zugängliche -Sammlung von Dan Walsh

#StandWithThe6

Protect human rights defenders – Eine Aktion unterstützt auch von den Combatants for Peace

Ist da Platz für zwei …

in der kleinen linken Ecke in Israel…?

Eine Analyse der Parteiwahlen von Meretz (und Labour) von Allison Kaplan Sommer in der Ha’aretz:

Israel’s Left-wing Primary Results Tell a Clear Story

PeaceWorks

Über die Kraft eines Dialogs auf Augenhöhe

Zwei Podiumsgespräche in Berlin

Freunde von Neve Shalom • Wahat al-Salam e.V. lädt Sie herzlich ein zu zwei Podiumsgesprächen mit zwei führenden Repräsentant:innen aus  Neve Shalom • Wahat al-Salam, dem einzigen Ort in Israel, in dem jüdische und palästinensisch-arabische Israelis seit nunmehr 50 Jahren friedlich und gleichberechtigt miteinander leben und arbeiten.

Dr. Roi Silberberg ist der Direktor des nachhaltig wirksamen Fort- und Weiterbildungs-zentrums School for Peace und Samah Salaime die Leiterin des C&D Office (Büro für Öffentlichkeit und Entwicklung) des Friedensdorfes und seine Vertreterin im Kreisrat.

Das erste Podiumsgespräch findet statt am

Samstag, den 03.09.2022, von 16.00 – 18.00 Uhr im Tagungszentrum „Im Glockengarten“ 
des Ev. Diakonievereins Berlin-Zehlendorf (Glockenstraße 8, 14163 Berlin).

Dort wird Roi Silberberg über die Rolle der School for Peace im Israel-Palästina Konflikt, insbesondere bei und nach den Mai-Unruhen 2021, und ihre aktuelle Arbeit berichten. Samah Salaime wird über die Arbeit der Grundschule und der anderen Bildungseinrichtungen von Neve Shalom • Wahat al-Salam informieren und über die Situation der Frauen bei den Mai-Unruhen 2021 und aktuell Auskunft geben.

Das zweite Podiumsgespräch findet statt am
Montag, 05.09.2022 – 19.30 Uhr im Friedenszentrum im Martin-Niemöller-Haus in Berlin-Dahlem (Pacelliallee 61, 14195 Berlin). Dort werden Roi Silberberg und Samah Salaime das Friedensdorf Neve Shalom • Wahat al-Salam vorstellen.

In der wieder einmal zugespitzten Situation nach den erneuten Angriffen der israelischen Armee auf Gaza und im Vorfeld der Wahlen im November können Sie hier Stimmen aus Israel hören, die tatkräftig und nachhaltig für einen tragfähigen Frieden eintreten. Beim Podiumsgespräch mit den beiden Referenten haben Sie die Chance, aus erster Hand informiert zu werden, mit den beiden ins Gespräch zu kommen und Weg weisenden Stimmen des Friedens den Rücken zu stärken. (Statement zu Gaza und Appell von NSh•WaS)  

Die Veranstaltungen werden in englischer Sprache stattfinden; beide Referent:innen sprechen fließendes, gut verständliches Englisch. Um eine Übersetzungsmöglichkeit wird sich bemüht.

Eine radikal menschenrechtliche Stimme

Amira Hass, eine radikal menschenrechtliche Stimme aus Israel

In ihrem Beitrag German Chancellor Olaf Scholz. What is really disgusting stellt die bekannte israelische Journalistin Amira Hass ihre Lesart des Abbas-Auftritts in Berlin dar. Sie spiegelt sie in ihrer Verzweiflung über die israelische Besatzungspolitikund deren Folgen. Dabei verweist sie besonders auf das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die sechs palästinensischen Menschenrechts-NGOs. Deutschland, Europa und den Vereinigten Staaten wirft sie ihre Untätigkeit gegenüber diesem Unrecht vor.

Den Horizont weiten…

The Markaz Review (TMR)

is a literary arts publication and cultural institution that curates content and programs on the greater Middle East and our communities in diaspora. The Markaz signifies “the center” in Arabic, as well as Persian, Turkish, Hebrew and Urdu.

Coming soon, TMR’s special issue on Berlin, from guest editor Viola Shafik. Essays, fiction, interviews, art, film and music

22. August 1992: Eine der schwärzesten Stunden deutscher Geschichte nach 1945

Unser Versagen in Rostock-Lichtenhagen

Die Installationen des Künstlerkollektivs Schaumhttp://www.rostock-lichtenhagen-1992.de/

DIe Berichte des NDR zu den Ereignissem 22.-26. August 1992

Wasser, um des Himmels willen, Wasser…

Das beanstandete die bischöfliche Kommission ‚Justitia & Pax / Justice and Peace in Jerusalem‘ am Freitag, 19. August 2022, in einer Stellungnahme. Israel übe eine strenge Kontrolle über alle Wasserressourcen in Palästina aus und habe dort nichts für die Wasserinfrastruktur getan, vermerkt die Kommission. Zusätzlich zu einer drastischen Verknappung führe dies zu einer Qualitätsverschlechterung des verfügbaren Wassers.

Besonders hart treffe die Situation Dutzende Gemeinden, „die von den israelischen Behörden daran gehindert werden, sich an ein funktionierendes Wassernetz anzuschließen“ sowie jene, die in der Landwirtschaft arbeiteten. Sie seien gezwungen, Wasser zu erheblichen Kosten privat zu kaufen. Da sich das viele nicht leisten könnten, müßten sie ihre landwirtschaftlichen Flächen aufgeben.

Die bischöfliche Kommission wirft Israel vor, mit der Nichtachtung des Rechts auf Wasser die Siedlungspolitik voranzutreiben. Durch Wassermangel aufgegebene Landwirtschaftsflächen etwa könnten von Israel beschlagnahmt werden. Ferner sorge die Zerstörung von Zisternen durch die israelische Armee oder Siedler „zur Entvölkerung, oft in Gebieten, in denen Israel die Präsenz von Siedlern verstärken will“. Israel müsse auf das menschliche Grundbedürfnis nach Wasser eingehen und „den Bewohner:innen Palästinas erlauben, Wasserzisternen zu bauen und zerstörte Zisternen zu reparieren, um Regenwasser zu sammeln und gekauftes Wasser zu speichern“, so die Stellungnahme.

Israel liegt in einer semi-ariden Zone, in der es durchschnittlich an nur 50 Tagen im Jahr regnet. Die Wüste Negev nimmt gut 60 Prozent des Landes ein. Nur drei Wasserquellen versorgen die Bevölkerung im Land. Die Regierung setzt auf Entsalzungsanlagen: 2025 sollen 85 Prozent des Trinkwassers durch das Filtern von Meerwasser gewonnen werden. In den Palästinensergebieten herrscht allerdings chronischer Wassermangel.

(Nachbemerkung: Der originale Wortlaut der Erklärung war noch nicht online zu finden und wird ggfs. nachgereicht bzw. verlinkt)

Nachtrag – 22.8.2022:

JUSTICE AND PEACE COMMISSION

Assembly of Catholic Ordinaries Of the Holy Land

August 19, 2022

A cry in the heat of the summer to respect the right to water

Drink water from your own cistern, flowing water from your own well. (Proverbs 5:15)

As the northern hemisphere passes through a scorching summer, we hear the voices of the thirsty rising up from our land. Water is a vital resource for human existence. The right to water is also basic right. Like in many places in the world, in Israel, people benefit from running water to meet their household needs twenty-four hours a day. However, hundreds of thousands of Palestinians face severe water shortages, especially during the summer months. Some of them have no running water during parts of the summer.

Israel maintains strict control of all water resources in Palestine (the areas of the Palestinian Autonomy and those areas under direct Israeli control). The Israeli authorities have not advanced the development of the water infrastructure in these areas nor its maintenance, causing dire hardship. This is not only causing drastic shortages but also the degradation of the quality of water when it is available.

Worst off are dozens of communities that the Israel authorities prevent from connecting to a functioning water grid, forcing them to buy water privately at considerable cost. The cost increases when water must be transported in areas where there is no easy road access due also to developmental neglect.

Those who work in agriculture in rural areas are particularly badly hit by the water shortage. They have to pay five to nine times the regular price for water, which many cannot afford. They must often abandon their agricultural lands, which can then be confiscated by the Israeli authorities. While Palestinian zones become wasteland because of the lack of water, Israeli settlements in these same areas continue to boast of green lawns and swimming pools.

We call on the Israeli authorities to respond to this basic human need and allow residents of Palestine to construct water cisterns and repair destroyed ones in order to gather rain water and store purchased water. We also hope that this attention to a basic human need will end the destruction of water cisterns by the Israeli army, also impeding Israeli settlers from doing the same. In the past fifteen years, hundreds of cisterns have been destroyed by the Israeli army or settlers. This destruction leads to depopulation, often in areas where Israel is seeking to intensify the presence of settlers.

The need for water is universal and God sends his rain down on one and all. Is anyone listening to this cry?