Fragen, die sich auch in Deutschland stellen (werden) …

Fragen, die sich auch in Deutschland stellen (werden) …

UN General Assembly votes in favor of commemorating Palestinian ‘Nakba’
Und Deutschland stimmt dagegen…. – was daran ist eine Schande?

Die 2021 gestorbene Etel Adnan war eine herausragende Vertreterin der arabischen Moderne. Die Künstlerin verband Medien, Sprachen und Kulturen zwischen Frankreich, dem Libanon und Kalifornien.
Ein Bericht zu ihrer Kunst auf Qanatara.de
Und warum? Ein Gespräch des Center for Strategic and International Studies (CSIS)
Jon Alterman (CSIS) befragt Prof’in Drin. Tamar Hermann (Open University of Israel) über ihre Sicht der Hintergründe der aktuellen Entwicklungen. Das Gespräch ist auch als Transkript zugänglich und kann nachgehört werden.
Bis heute sind die Verbrechen Stalins vor 90 Jahren in der Ukraine einer breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt. Um die Sowjetherrschaft auf dem Land durchzusetzen, ging der Kreml über Leichen.
Ein Blick von außen: Bericht und Kommentar in der Schweizer NZZ
Kommentar: „War der Holodomor ein Völkermord? Mit der Entscheidung dieser Frage hat der Bundestag seine Kompetenzen überschritten
Es ist richtig, das geplante Verhungernlassen von Millionen Ukrainern durch Stalin in Deutschland präsenter zu machen. Mit der Einstufung als Genozid verordnet das Parlament aber Erinnerungspolitik von oben herab – und das bei umstrittener Faktenlage.“
Zwischen der extremen Rechten und dem Faschismus sollte genau unterschieden werden – gerade weil die Gefahr von rechts so groß ist
Damit befaßt sich ein Beitrag auf ipg-journal.de von Jan-Werner Müller, derzeit Forschungsmitglied am Wissenschaftskolleg zu Berlin sowie am Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin. Im Mai 2021 erschien sein Buch Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit: Wie schafft man Demokratie? Zuvor lehrte er Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Princeton.
Zionism as Hated Object and Hating Subject
Zentrum für Antisemitismusforschung in Kooperation mit dem New Israel Fund Deutschland
Dienstag 06. Dezember, 18.00–20.00 Uhr
Moderation: Stefanie Schüler-Springorum
This talk traces the interdependence of those who hate and the objects of hatred in two different aspects of Zionism: hatred of Zionism and hatred in the name of Zionism. It begins by exploring the historic relationship between antisemitism and Zionism before turning to more recent expressions of anti- Zionism and the circumstances under which they are and are not hateful. The second part of the talk explores forms of Zionist hatred, particularly hatred of Arabs. It details the suppression and denial of this hatred in Zionist public discourse until the turn of the twenty-first century, when it became socially acceptable and more visible.
Der renommierte Historiker Derek Penslar befaßt sich in seinem Vortrag mit der Verflechtung zwischen denjenigen, die hassen, und den Objekten des Hasses anhand zwei verschiedener Aspekte des Zionismus: Er thematisiert sowohl den Haß auf den Zionismus als auch den Haß im Namen des Zionismus.
Zunächst untersucht er die historische Beziehung zwischen Antisemitismus und Zionismus. Im weiteren Verlauf geht er auf neuere Ausdrucksformen des Antizionismus und die Umstände ein, unter denen sie jeweils haßerfüllt sind oder nicht. Im zweiten Teil des Vortrags werden Formen des zionistischen Hasses untersucht, insbesondere der Haß auf arabische Menschen.
Penslar setzt sich mit der Verdrängung und Leugnung dieses Hasses im öffentlichen zionistischen Diskurs bis zur Wende zum 21. Jahrhundert auseinander, als er zusehends gesellschaftlich akzeptiert und sichtbarer wurde.
Derek Penslar ist William Lee Frost Professor für jüdische Geschichte an der Harvard University in den USA. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. Shylock’s Children: Economics and Jewish Identity in Modern Europe (2001), Israel in History: The Jewish State in Comparative Perspective (2006), Jews and the Military: A History (2013), und Theodor Herzl: The Charismatic Leader (2020). Sein Buch Zionism: An Emotional State ist im Druck.
Sein aktuelles Forschungsprojekt ist eine globale Geschichte des Palästinakrieges 1947–1949.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Ort: Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, H 1012
Zeit: Dienstag 06. Dezember, 18.00–20.00 Uhr
Heute vor 75 Jahren hat die verfaßte Völkergemeinschaft im Rahmen der Vereinten Nationen das hist. „Palästina-Mandat“ geteilt.
Hier der Plan der Minderheit und der Mehrheit in der UNSCOP sowie ein Auszug aus dem Beschluß.

Eine umfangreiche Dokumentation und Einleitung in unserem Band 100 Dokumente aus 100 Jahren.
Sie war die erste professionelle Photographin im arabischen Raum, eine Sammlung ihrer Photographien und Postkarten wird zur Zeit in Beer Sheva gezeigt. …es ist die Sammlung eines Israelis, was der BR-Beitrag mehrfach betont.
Was nicht erzählt wird: … daß sich an der Dar-al-Kalima Universität in Bethlehem seit Jahren mit der Pionierin befaßt wird…

Der Beitrag auf BR-Klassik ist noch für sieben Tage nachhörbar (bis 5.12.2022)
https://www.br.de/radio/live/br-klassik/programm/2022-11-28/3305296/#t=08:41:43
Über den Tellerrand hören …
Vortrag Prof Andrew N. Rubin. Washington, (Columbia University, English and Comparative Literature, Department Member, u.a. Herausgeber Gesammelte Werke von Edward Said und T.W. Adorna in Englisch)
Online auf academia.edu
In this 45 minutes lecture, Professor Andrew Rubin demonstrates the shared origins of modern European anti-Semitism and the histories of modern Islamophobia and Orientalism in early 19th century Europe. While this perspective does not deny the Holocaust its singularity as a historical catastrophe, it does suggest that as a singular event it produced a plurality of victims, another category of refugees, the Palestinians, the victims of the victims.
By apprehending the Shoa and al-Nakba together, Rubin argues that by interpreting the work of Said and Arendt together, we may better understand how Jews and Arabs belong to the same stream of European History.