Über die Tiefen und Untiefen der deutschen Debatte(n)

Hartmut Vinçon hat ein Buch über den „Antisemitismus-Skandal“ letzten Jahres in Darmstadt vorgelegt.

On Mike Huckabee

A reflection of Rifat Kassis (Kairos Palestine) on the US Ambassador to Israel

Additional Background information about the statesment of the Head of Churches

The Origins of modern Antisemitism reconsidered

David Feldman (London)

Contrary to what has been asserted by several scholars, the first known usage of the word ‘antisemitic’ was not in Berlin by Wilhelm Marr in 1879 nor by Moritz Steinschneider in 1860. In fact, the term was first used in 1851 by a Scotsman, Thomas Carlyle, living in London. Inspired by this discovery, the paper demonstrates that not only the concept of the Semite in the mid-nineteenth century but also antisemitic politics in the 1870s were transnational phenomena. Recasting the origins of antisemitism in this way offers new ways of understanding its history in the nineteenth and twentieth centuries.

David Feldman is a Professor of History at Birkbeck, University of London where he is also Director of the Birkbeck Institute for the Study of Antisemitism, and a Professor of the History of Antisemitism, University of Melbourne. His most recent book, coedited with Marc Volovici, is Antisemitism, Islamophobia and the Politics of Definition (Palgrave, 2023). His writing has appeared in The Guardian, the Financial Times, Haaretz, the New Statesman, The Independent and the Political Quarterly

Erinnerung: DienstagsZoom – 3. Februar 2026

Neunzig Prozent der deutschen Jüdinnen und Juden sind postsowjetischer Herkunft. Trotzdem werden sie selten mitgedacht und kommen im medialen Diskurs kaum vor, wenn es um deutsch-jüdische Erinnerungskultur geht. Die Journalistin Marina Klimchuk wanderte als Kind aus der Ukraine nach Deutschland ein, studierte hier und wurde Journalistin, lebte dann mehrere Jahre in Israel und den USA. Sie argumentiert, dass es ein Bewusstsein für diese postsowjetische Erfahrung brauche, um zu verstehen, weshalb sich jüdische Organisationen in Deutschland bis heute so israelsolidarisch verhalten. Bei unserem nächsten Vortrags- und Diskussionsabend wollen wir deshalb ausführlich mit Marina über die Rolle postsowjetischer Identität in der deutsch-jüdischen Haltung zu Israel/Palästina sprechen.

Das Gespräch findet am Dienstag, dem 3. Februar 2026, von 19 bis 20 Uhr auf Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Link für den Zoom-Room ist:

Nächste Veranstaltung: 3. März 2026

Vergangene Veranstaltungen:

7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023

4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte

2. Dezember 2025 – Dr. Maya Rosenfeld (Jerusalem), Soziologin an der Hebräischen Universität in Jerusalem: The Anthropology of Occupation – The Case of Dheheishe Refugee Camp

6. Januar 2026 – Dr. Dr. Peter Ullrich (Berlin), Soziologe und Kulturwissenschaftler, Zentrum für Antisemitismusforschung: Autoritärer Anti-Antisemitismus

Was kommt nach der Waffenruhe?

Inmitten von Krieg, Gewalt und Spaltung setzen sie sich für universelle Menschenrechte ein.
Standing Together (Naqaf Ma’an – Omdim Beyachad) kämpft für ein Ende der Besatzung, soziale Gerechtigkeit und eine friedliche und gleichberechtigte Zukunft für Israelis und Palästinenser:innen.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Do., 05.02.2026, 19:00 Uhr

Einlaß: 18:30 Uhr – Wo: taz Kantine und im Livestream

Friedrichstraße 21 – 10969 Berlin

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Eintritt frei. Platzreservierung erforderlichInformationen

Shoah Stories

An dem internatialen Verbund sind auch 20 deutsche Einrichtungen beteiligt

The Strangers Are the Friends

We hope to see you all at our special event in Berlin, celebrating this unforgettable moment with us.



https://www.youtube.com/watch?v=K-Ft5oO_jq4

Vom Zeitgeist und von Davos

Ein lesenswerter Beitrag des kanadischen Miniterpräsidenten Mark Carney in Davos

Neue Informationsplattform zu Verschwörungsideologien

Informationsplattform fachinfo-verschwörungsideologie.de ist jetzt online und bietet praxisorientierte Fachinformationen zu Verschwörungsideologien für Berater:innen in der Sozialen Arbeit und Fachkräfte aus dem Feld der nonformalen politischen Bildung

Völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien beeinflussen Familien, Freundschaften oder Arbeitsbeziehungen und sind damit auch eine Herausforderung für Beratungs- und Bildungsprozesse. In einem interdisziplinären Forschungsprojekt haben die TH Köln und die Universität zu Köln daher eine Webseite mit praxisorientierten Fachinformationen für die Soziale Arbeit und die politische Bildung ins Leben gerufen. Auf www.fachinfo-verschwörungsideologie.de finden Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung unter anderem fachlich valide Erklärungen zu Verschwörungsideologien sowie Übersichten zu aktuell relevanten Verschwörungserzählungen und Gruppierungen. Praxisnahe Materialien für Bildungs- und Beratungssituationen, Handlungshilfen zur direkten Anwendung in Beratungsgesprächen und Hinweise zu relevanten Praxispartner*innen und unterstützenden Institutionen sollen die tägliche Arbeit erleichtern. Die Informationsplattform wird sukzessive um Fallbeispiele oder weitere empirische Ergebnisse zu den Auswirkungen von Verschwörungsideologien erweitert.

„Zahlreiche Materialien, die auf der neuen Informationsplattform zur Verfügung gestellt werden, basieren auf den quantitativen und qualitativen Erhebungen, die im Rahmen des RaisoN-Projekts durchgeführt worden sind. Insofern bietet die Informationsplattform den Nutzer*innen neben Tipps für Handlungsstrategien auch einen kompakten Einblick in den Stand der Forschung in diesem Feld“, sagt Professorin Dr’in. Gudrun Hentges, Mitglied der Projektleitung.

Die Webseite richtet sich in erster Linie an Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung, die im Rahmen ihrer Arbeit im Kontakt mit Personen stehen, die wiederum mit Menschen mit einer Affinität zu Verschwörungserzählungen in ihrem sozialen Umfeld konfrontiert sind. Darüber hinaus sind die Inhalte der Informationsplattform für Wissenschaftler:innen und die interessierte Öffentlichkeit relevant.

„Über die Fachinformationsplattform möchten wir Forschungsergebnisse direkt mit denjenigen teilen, die tagtäglich in Beratung und Bildung tätig sind – damit wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen und handlungsorientierte Strategien im Umgang mit Verschwörungsideologien gefördert werden können“, sagt Prof‘in Dr‘in Birgit Jagusch von der TH Köln und Mitglied der Projektleitung.

Das Verbundprojekt „RaisoN – Radikalisierungsprozesse durch Verschwörungsideologien: Auswirkungen auf den sozialen Nahraum als Herausforderung für die Bildungs- und Beratungsarbeit“ wird von der TH Köln und der Universität zu Köln durchgeführt. Das interdisziplinäre Projektteam erforscht, wie völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien den sozialen Nahraum beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für Beratungs- und Bildungsprozesse ergeben. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse praxisgerecht in Beratung und Bildung transferiert werden können.

RaisoN wird im Rahmen der Förderlinie „Aktuelle und historische Dynamiken von Rechtsextremismus und Rassismus“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Das Projekt läuft noch bis zum 30. Juni 2026.

Syrien: Drei Künstlerinnen zwischen Hoffnung und Angst

Ein Beitrag (mit Video) von Rama Jarmakani auf der Seite der Deutschen Welle.