Zur Situation: Daniel Bar-Tal

Prof. Dr. Daniel Bar-Tal, emeritierter Professor der Universität Tel Aviv und ein renomierter israelischer Sozialpsychologe und Konfliktforscher hat einige Überlegungen zu Situation angestellt, die hier zu lesen bzw. herunterzuladen sind.

In der Schriftenreihe des diAk ist vom ihm zuletzt erschienen:

Online zu bestellen:

Verfassungsblog.de

Jederzeit sterben gerade in Gaza, in Israel, im Iran (und an vielen anderen Orten der Welt) Menschen durch menschlich verursachte, von Menschen begonnene Konflikte (nicht wie die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs meint, der „Der gewaltsame Konflikt hat den Menschen .. Leid gebracht“) …

Angesichts des Leids ist es schwierig noch Worte zu finden, aber jedenfalls dürfen wir das Völkerrecht als Anker der Humanität nicht aufgeben …

Von zweierlei Maß spricht Prof. Dr. Mehrdad Payandeh, Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Recht, Europarecht und Öffentliches Recht an der Bucerius Law School, in seinem Beitrag auf Verfassungsblog.de

Was noch sagen …

Jedenfalls noch solche Stimmen hören …

Wohin entwickelt sich unsere Rechtsprechung…?

Strafbarkeit von Holocaustvergleichen – Wir brauchen keine Metaphernpolizei

B’TSELEMs neuer Post

Die Welt anders anschauen

Fokus Nahost e.V. will die kulturelle Vielfalt im Nahen Osten stärken und sichtbar machen. Menschen sollen unabhängig von ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit in ihrer Heimat bleiben können. Deswegen unterstützen wir Initiativen und Projekte, die dafür stehen. 

Über Jahrtausende haben im Nahen Osten viele Kulturen und Ethnien miteinander und nebeneinander gelebt. Durch gegenseitigen Austausch und Konfrontation ist ein einzigartiges Mosaik entstanden, das heute jedoch bedrohter denn je ist. Fokus Nahost möchte diesen einmaligen kulturellen Reichtum sichtbar machen. Wir verstehen Vielfalt als eine Chance für alle – überall auf der Welt. Das wollen wir zusammen mit unseren Partner:innen vor Ort zeigen.

Im Angesicht eines weiteren Krieges

Was bleibt als auf Vernunft zu hoffen

Angesichts von so viel Wahnsinn …

Statement auf Instagram zum Angriff auf den Iran

From CfP:

As violence escalates and uncertainty grows, we remain steadfast in our commitment to nonviolence and to one another. Many CfP members remain in Paris for the Civil Society convening and are, for now, unable to return home. All of our members are safe, and those in the land are preparing for what may come next. Please keep the all those suffering and in fear in your thoughts and please join us on Monday for a time of connection.

This Monday, we invite you to leave your table empty, as an act of love, grief, and nonviolent co-resistance. This fast is made even more important by the recent news – let’s unite in every way possible to care for those in the land and call out for peace.

On June 16th at 12:00pm ET, while many of us are fasting, join AFCFP and our partners for a sacred hour of reflection, witness, and activism. Our gathering will be facilitated by three leaders from diverse traditions and will include a time for participants to connect with one another. We will use our bodies and voices to call for an end to the forcible starvation of those in Gaza and to affirm that our lives are intertwined.

Fast for Freedom: International Community Gathering
Monday, June 16, 2025
12:00 pm ET | 7:00 pm Jerusalem

Register Now

We are Palestinians, Israelis, and international allies united in nonviolence. We believe that true peace cannot grow from silence in the face of atrocity. We fast to say: We are united. We will not stop until all are safe and free.

Fasting has long been a sacred tool of resistance and reflection. Join us in this practice from wherever you are in the world on Monday June 16th. Pledge your fast by adding your name and location to our live global map. Upload a photo or video message if you wish. Share why you’re fasting and send a message of solidarity to Gazans, to the hostages, and to everyone trying to live through this unthinkable time.

P.S: We encourage you to share on social media. Upload a photo or video with the hashtag #EndGazaStarvation. Tag @combatantsforpeace_english and/or @afcfpeace. Selected videos will be subtitled and shared widely.

Kultur-Zeit

3Sat: „Kulturzeit“ vom 10. Juni 2025: Leid in Gaza: Israelis protestieren

Israels Zivilgesellschaft wacht auf

Die Reihe der stillen Demonstranten in Israel, die jeden Samstag am Rande der großen Antiregierungskundgebung Bilder von in Gaza getöteten Kinder in der Hand halten, will nicht aufhören. Unter ihnen Künstler wie Addam Yekutieli. Sie kommen mit einem Appell an ihr Land und ihre Regierung: Bewahrt die Menschlichkeit! Verschließt nicht die Augen vor dem Leid und der Trauer auch der anderen Seite – der palästinensischen Zivilisten in Gaza!

„Das Massaker des 7. Oktobers war ohne jeden Zweifel ein grauenhafter Einschnitt in unsere Gesellschaft“, sagt Yekutieli, der unter dem Alias Know Hope arbeitet. „Es traf uns in unserer tiefsten rohen, unterbewussten Psyche. Das Problem ist, dass in diesem Krieg das Trauma als Waffe eingesetzt wurde. Die andere Seite wird schlicht dehumanisiert. Vielleicht kennen die Leute die Opferzahlen in Gaza, aber sie sagen sich: ‚Na und? Es sind doch nur Palästinenser.‘ Unsere Aufgabe ist es jetzt, die humanistischen Werte hochzuhalten.“

Es sind nicht nur Ultralinke, die ein Ende des Krieges in Gaza fordern. Immer mehr begreifen, dass Israel zum „Pariah“ der Staatengemeinschaft wird, wie die Tageszeitung „Haaretz“ neulich titelte. In einem Meinungsartikel schrieb dort der ehemalige Ministerpräsident Ehud Olmert: „Es gibt zu viele Fälle von der grausamen Erschießungen von Zivilisten, von Zerstörung von Eigentum und Häusern. Israelis begehen Kriegsverbrechen.“ Der ehemalige Armeechef Moshe Yaalon beschuldigt die Netanyahu-Regierung, ethnische Säuberung zu betreiben. Der neue Parteichef der Arbeiterpartei, der Ex-General Yair Golan, sorgte für einen Skandal, als er offen sagte, Israel würde als Hobby Kinder töten. Worte, die noch vor ein paar Wochen undenkbar gewesen wären.

120.000 Reservisten der Armee haben die Regierung zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Den Ball ins Rollen gebracht hat Uri Arad, ehemaliger Kampfpilot mit einem offenen Brief der Luftwaffenreservisten. „Die Regierung versucht uns Märchen zu erzählen, wie dass nur militärischer Druck unsere Geiseln in Gaza zurückbringen würde. 41 von ihnen sind bereits in der Geiselhaft gestorben“, sagt er. „Beendet den Krieg und bringt die Geiseln nachhause!“ Der offene Brief der Piloten war nur der erste. Es folgten Aufrufe der Fallschirmjäger, der Infanterie, der Ärzte und der Sanitäter.

Bringt Israels Kriegsführung das Land ins internationale Aus? Der Publizist Ben Dror Yamini sieht eine akute Gefahr. Doch Schuld daran, meint er, seien auch die internationalen Medien, die zunehmend Israel dämonisieren, während sie deren terroristische Gegner ignorieren. „Warum um Himmels willen, diese Doppelmoral?“, klagt er an. „Warum erzählt Ihr nicht die wahre Geschichte der Hamas? Eine Organisation, die mit deutlichsten Worten zur Vernichtung von Juden aufruft, zur muslimischen Weltherrschaft. Die Hamas war der IS bevor es den IS gab. All das zeigt man in den internationalen Medien nicht. Das muss gesagt werden! Andererseits heißt das nicht, dass ihr ausländischen Journalisten nicht das Vorgehen der israelischen Regierung kritisieren sollt.“

Eindrücke aus Israel – Gespräch mit Shai Hoffmann

Wir sprechen mit dem Schauspieler, Musiker, Sozialunternehmer und Aktivisten Shai Hoffmann über die Lage in Israel. Hoffmann ist deutscher Jude mit israelischen Wurzeln. Er engagiert sich für Demokratie und Toleranz, unter anderem ist er Initiator der „Israel-Palästina-Videos“ und hostet den Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“

Zeit zu Reden

Ein Gespräch in der SPORE (Berlin-Neukölln) 25. Juni 2025

Mit Inge Günther, Yossi Bartal, René Wildangel, Fuad Hamdan und Moderatorin Kristin Helberg