Zwischen den Stühlen – Gesprächsräume offenhalten
Bestellbar über den Shop: i&p_3-2025


2. Dezember 2025 – 19.00-20.00 Uhr – Drin. Maya Rosenfeld (West-Jerusalem), Politikwissenschaftlerin und Anthropologin
The Anthropology of Occupation
Dienstagsgespräch / Tuesday Talk: Maya Rosenfeld and the Anthropology of Occupation
Unser nächster Gesprächsabend wird am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, von 19 bis 20 Uhr auf Zoom stattfinden. Zu Gast haben wir diesmal Maya Rosenfeld, eine israelische Anthropologin, Soziologin und Autorin des Buches „Confronting the Occupation: Work, Education, and Political Activism of Palestinian Families in a Refugee Camp“. Sie forscht und lehrt derzeit an der Hebräischen Universität in Jerusalem.
Maya wird mit uns darüber sprechen, was es heißt, als Anthropologin zur palästinensischen Gesellschaft und Politik unter israelischer Besatzung zu arbeiten. Im Mittelpunkt sollen dabei UNWRA und Aspekte der humanitären Hilfe in den besetzten Gebieten stehen – sowohl vor als auch während des Gazakrieges. Der Gesprächsabend dauert wie immer eine Stunde und wird auf Englisch stattfinden.
Our next evening event will take place on Tuesday, 2 December 2025, from 7 to 8 p.m. on Zoom. This time, our guest will be Maya Rosenfeld, an Israeli anthropologist, sociologist, and author of the book “Confronting the Occupation: Work, Education, and Political Activism of Palestinian Families in a Refugee Camp”. She is currently working and teaching at the Hebrew University of Jerusalem. Maya will talk with us about what it means to work as an anthropologist on Palestinian society and politics under Israeli occupation. The focus will be on UNRWA and aspects of humanitarian aid in the occupied territories—both before and during the Gaza war. As always, the event will last one hour and will this time be held in English.
Zoom-Link für die Veranstaltung / Zoom link for the event:
Kommende Veranstaltungen / Upcoming events:
6. Januar 2026 – Dr. Dr. Peter Ullrich (Berlin), Soziologe und Kulturwissenschaftler, Rosa-Luxemburg-Stiftung
3. Februar 2026 – Marina Klimchuk (Berlin), freie Journalistin
Vergangene Veranstaltungen / Previous events:
7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023
4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte
Allianz für Frieden im Nahen Osten… – Zwölf Organisationen stellen sich vor
Ein Begleiter durch das Jahr 2025 – Im Oktober ist es die das Projekt Hand in Hand… genau das Hand in Hand braucht es jetzt, wenn der Nahe Osten, wenn Israel und Palästina /Palästina und Israel eine andere Zukunft haben soll, bei diese Kinder von heute nicht wieder als Soldat:innen gegeneinander ziehen …

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024
Givat Haviva (GH) is one of Israel’s largest and oldest centers for Jewish-Arab encounters.
Founded in 1949 and named after resistance fighter Haviva Reik, the organization has worked for 75 years to promote a peaceful, democraticshared society between Arab and Jewish citizens of Israeli, grounded in equality.
The GH campus houses the Jewish-Arab Center for Peace (JACP), an arts and language center, archives, a research institute, an international school, and other facilities. Each year, over 30,000 people visit the campus to take part in educational and community-building programs.
(Donation Link)
***
Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025
Erschienen in Zusammenarbeit mit allmep.org
Kalender 2025

2. Dezember 2025 – 19.00-20.00 Uhr – Drin. Maya Rosenfeld (West-Jerusalem), Politikwissenschaftlerin und Anthropologin
The Anthropology of Occupation
Dienstagsgespräch / Tuesday Talk: Maya Rosenfeld and the Anthropology of Occupation
Unser nächster Gesprächsabend wird am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, von 19 bis 20 Uhr auf Zoom stattfinden. Zu Gast haben wir diesmal Maya Rosenfeld, eine israelische Anthropologin, Soziologin und Autorin des Buches „Confronting the Occupation: Work, Education, and Political Activism of Palestinian Families in a Refugee Camp“. Sie forscht und lehrt derzeit an der Hebräischen Universität in Jerusalem.
Maya wird mit uns darüber sprechen, was es heißt, als Anthropologin zur palästinensischen Gesellschaft und Politik unter israelischer Besatzung zu arbeiten. Im Mittelpunkt sollen dabei UNWRA und Aspekte der humanitären Hilfe in den besetzten Gebieten stehen – sowohl vor als auch während des Gazakrieges. Der Gesprächsabend dauert wie immer eine Stunde und wird auf Englisch stattfinden.
Our next evening event will take place on Tuesday, 2 December 2025, from 7 to 8 p.m. on Zoom. This time, our guest will be Maya Rosenfeld, an Israeli anthropologist, sociologist, and author of the book “Confronting the Occupation: Work, Education, and Political Activism of Palestinian Families in a Refugee Camp”. She is currently working and teaching at the Hebrew University of Jerusalem. Maya will talk with us about what it means to work as an anthropologist on Palestinian society and politics under Israeli occupation. The focus will be on UNRWA and aspects of humanitarian aid in the occupied territories—both before and during the Gaza war. As always, the event will last one hour and will this time be held in English.
Zoom-Link für die Veranstaltung / Zoom link for the event:
Kommende Veranstaltungen / Upcoming events:
6. Januar 2026 – Dr. Dr. Peter Ullrich (Berlin), Soziologe und Kulturwissenschaftler, Rosa-Luxemburg-Stiftung
3. Februar 2026 – Marina Klimchuk (Berlin), freie Journalistin
Vergangene Veranstaltungen / Previous events:
7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023
4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte
4. November 2025 – 19.00-20.00 Uhr
Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt
Mit Prof. Dr. Markus Dreßler – Moderation: Jakob Eißner
Dienstagsgespräche: Stimmen zu Israel und Palästina
Unsere monatliche Gesprächsreihe geht weiter. Jeden ersten Dienstag im Monat laden wir einen spannenden Gast aus Deutschland, Israel oder Palästina ein, um mit neuen Perspektiven gemeinsam auf die Region zu blicken und die aktuelle Lage vor Ort zu diskutieren. Dabei ist es uns stets ein Anliegen, eine Vielfalt von Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die sich (im Einklang mit den Leitsätzen des diAk) für einen offenen und sachlichen Diskurs sowie für einen dauerhaften und gerechten Frieden in Israel und Palästina einsetzen.
Unser nächster Gesprächsabend wird am Dienstag, dem 4. November 2025 von 19 bis 20 Uhr, auf Zoom stattfinden. Diesmal haben wir mit den Religionswissenschaftler und Türkei-Experten Prof. Dr. Markus Dreßler als Gast gewinnen können. Nach zahlreichen Forschungsaufenthalten in Deutschland, der Türkei und den USA ist Markus Dreßler heute Inhaber der Heisenberg-Professur für Moderne Türkeistudien an der Universität Leipzig. Gerade auch vergleichend zum deutschen Diskurs möchten wir mit ihm über türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismus-Debatte sprechen.
Der Zoom-Link zur Veranstaltung:
Unsere nächsten Termine für den Kalender:
Vergangene Veranstaltungen:
4. November 2025 – 19.00-20.00 Uhr – Prof. Dr. Markus Dreßler, Uni Leipzig
Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt
Dienstagsgespräche: Stimmen zu Israel und Palästina
Unsere monatliche Gesprächsreihe geht weiter. Jeden ersten Dienstag im Monat laden wir einen spannenden Gast aus Deutschland, Israel oder Palästina ein, um mit neuen Perspektiven gemeinsam auf die Region zu blicken und die aktuelle Lage vor Ort zu diskutieren. Dabei ist es uns stets ein Anliegen, eine Vielfalt von Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die sich (im Einklang mit den Leitsätzen des diAk) für einen offenen und sachlichen Diskurs sowie für einen dauerhaften und gerechten Frieden in Israel und Palästina einsetzen.
Unser nächster Gesprächsabend wird am Dienstag, dem 4. November 2025 von 19 bis 20 Uhr, auf Zoom stattfinden. Diesmal haben wir mit den Religionswissenschaftler und Türkei-Experten Prof. Dr. Markus Dreßler als Gast gewinnen können. Nach zahlreichen Forschungsaufenthalten in Deutschland, der Türkei und den USA ist Markus Dreßler heute Inhaber der Heisenberg-Professur für Moderne Türkeistudien an der Universität Leipzig. Gerade auch vergleichend zum deutschen Diskurs möchten wir mit ihm über türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismus-Debatte sprechen.
Der Zoom-Link zur Veranstaltung:
Unsere nächsten Termine für den Kalender:
Vergangene Veranstaltungen:
Allianz für Frieden im Nahen Osten… – Zwölf Organisationen stellen sich vor
Ein Begleiter durch das Jahr 2025 – Im Oktober ist es die das Projekt Hand in Hand… genau das Hand in Hand braucht es jetzt, wenn der Nahe Osten, wenn Israel und Palästina /Palästina und Israel eine andere Zukunft haben soll, bei diese Kinder von heute nicht wieder als Soldat:innen gegeneinander ziehen …

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024
Hand in Hand is Israel’s only network of integrated, bilingual schools and communities, creating an inclusive and shared culture between Palestinians and Jews in six locations across the country. With over 2,000 children from preschool to 12th grade enrolled each year, Hand in Hand equips students with skills urgently needed by our society today: critical thinking, empathy, and an understanding of the other. Students, along with Hand in Hand educators, alumni, and parents, are a movement united in support for shared education and a just and democratic society. (Donation Link)
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Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025
Erschienen in Zusammenarbeit mit allmep.org
Kalender 2025

Allianz für Frieden im Nahen Osten… – Zwölf Organisationen stellen sich vor
Ein Begleiter durch das Jahr 2025 – Im September ist es die Organisation WOMEN WAGE PEACE … festhalten an einer anderen, gemeinsamen Vision für die Zukunft, an solchen Tagen, wo ein Waffenstillstand, geschweige denn ein Ende des Krieges, noch weiter in die Ferne gerückt ist und Menschen weiter hungern und sterben …

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024
Women Wage Peace is the largest grassroots peace movement in Israel, working to bring about a political solution to the Israeli-Palestinian conflict. Today the movement has more than 50,000 members. WWP’s theory of change reflects the conflict, and its resolution, through a gendered lens. The movement is non-partisan and does not support any one specific solution to the conflict.
Instead, it empowers women from diverse communities, within Israel and from neighboring Palestinian communities, to build trust across divides, leading in turn to a unified demand for diplomatic negotiation, with full representation of women, to end the Israeli-Palestinian conflict. (Donation Link)
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Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025
Erschienen in Zusammenarbeit mit allmep.org
Kalender 2025

Ein Text des diAk-Vorstandes
Der diAk verurteilt das menschenverachtende Massaker durch Terroristen der Hamas und des Islamischen Dschihad vom 7. Oktober 2023.
Die neuerliche Explosion von Gewalt und Tod in Israel und Palästina macht uns fassungslos und es ist schwer, angesichts dessen Worte zu finden. Unser Mitgefühl ist bei den Menschen, die Angehörige verloren haben, bei den Verletzten und bei den verschleppten Geiseln.
Seit dem Tag des Anschlages haben wir auf unserem täglichen Blog (,Am Abend des …ʻ) versucht, Stimmen zu veröffentlichen, die die Zerrissenheit der Menschen, die Ängste und Befürchtungen, die Trauer, Schmerz und die Wut nicht in Handlungsunfähigkeit und Empathielosigkeit aufgehen lassen.
Zur Situation in Israel und Palästina
Nach dem Tod von so vielen Menschen aus Israel und aus dem Gazastreifen und einer wachsenden Zahl von Toten auf der Westbank, können wir den Schmerz, die Bitterkeit und die Wut auf allen Seiten nachvollziehen und sehen uns vor der Herausforderung der Empathie mit allen Leidenden. Wir stellen uns dem moralischen Gebot, Leid auf beiden Seiten wahrzunehmen. Alle Menschen in der Region haben ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden.
Mit unseren Partner:innen und Freund:innen aus Israel und Palästina verbindet uns die Sorge, daß der erneute Teufelskreis der Gewalt und das Vertrauen auf Sicherheit durch militärische Übermacht die Aussicht auf ein Leben in Frieden zerstören.
Hunger, verweigerte Versorgung und Vertreibung dürfen keine Kriegswaffe sein. Das humanitäre Völkerrecht und insbesondere der Schutz von Zivilist:innen gelten für alle Menschen, auch und gerade in Zeiten der Gewalt.
Debatte in Deutschland
Die erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen in Deutschland entwickeln sich in eine Richtung, die uns Sorgen bereiten. Der zur ,Bürgerpflichtʻ erklärte Kampf gegen Antisemitismus ,der anderenʻ steht in der Gefahr, rassistische Klischees zu bedienen und verstellt den Blick auf den Antisemitismus in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft.
Gleichzeitig besteht die Gefahr, daß erinnerungspolitische Leitlinien von universalistischen und menschenrechtlichen Prinzipien einer Militarisierung und aggressivem Nationalismus geopfert werden. Für uns gilt: ,Never again means never again for everybodyʻ.
Die Ereignisse seit dem 7. Oktober haben viel Leid und Zerstörung gebracht. Sie dürfen aber nicht alles zerstören, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten mühsam von mutigen und engagierten Menschen aufgebaut und erreicht wurde. Dazu gehört auch die Bereitschaft anzuerkennen, daß es in Israel und Palästina nicht nur ein Narrativ, sondern eine Vielzahl persönlicher Perspektiven und Erfahrungen gibt. Wir sehen mit Sorge, daß die Debatte und Wahrnehmung in Deutschland in einfache Freund-Feind-Denkmuster zurückfällt. Dabei hat sich die Komplexität des israelisch-palästinensischen Verhältnisses nicht am 7. Oktober aufgelöst.
Ein Rückfall in ein simples Schwarz-Weiß-Denken wird all jenen nicht gerecht, die sich auf palästinensischer Seite gegen die Hamas stellen und unter ihrer Herrschaft leiden, ebenso wenig denjenigen Israelis gegenüber, die sich seit Jahren mutig gegen die Besatzung und den Rechtsruck in der israelischen Gesellschaft stellen. Wir wollen und müssen gerade jetzt denjenigen zuhören, die sich für friedliche und konsensuale Regelungen aussprechen.
Nur eine Zukunftsperspektive für beide Völker mit dem Existenzrecht Israels und der Schaffung eines eigenständigen palästinensischen Staates und ernsthaften politischen Verhandlungen mit einer Unterstützung durch die Internationale Gemeinschaft
können vielleicht die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden, der ein Mindestmaß an Gerechtigkeit und Menschenwürde für alle Seiten zu verwirklichen sucht, neu entfachen.
Fundamentalisierung von Religion(en)
Mit wachsender Sorge beobachten wir, wie religiöse Sprache und eschatologische Begrifflichkeiten in die politische Auseinandersetzung immer weiter Einzug halten (,Verheißenes Landʻ, ,Heiliger Kriegʻ, ,Amalekʻ u.a.) Wir werben dafür, einen gesellschaftlichen Raum zu schaffen, der die religiösen Empfindungen aller achtet und ihnen Raum läßt, der aber in der politischen Auseinandersetzung dem rationalen Diskurs um einen gerechten Interessenausgleich den Vorrang läßt. Vormoderne Konzepte, die Argumente der vernunftmäßigen Begründung entziehen wollen, dürfen Auseinandersetzungen nicht dominieren. Dabei muß die Frage, wieviel Säkularität den Religiösen und wieviel Religion den Säkularen zugemutet werden muß, neu und weiter diskutiert werden.
Ausblick
Der diAk versucht seit 1978 im Rahmen seiner Möglichkeiten, Räume der Begegnung, des Austauches und der Verständigung zu schaffen. Die Notwendigkeit, Deutschland, Israel und Palästina zusammenzudenken, bleibt unverändert bestehen.
Berlin, 31. Oktober 2023