Wieder ein historischer Tag im Nahen Osten

Mit dem Sturz von Baschar al-Assad endet eine generationenlange Familiendiktatur. Diese „gute Nachricht“, wie es Kanzler Scholz nannte, wird vieles in der Region verändern, auch verbessern … welche Rolle in einem zukünftigen Syrien die vielen unterschiedlichen, religiösen aber auch ethnischen Gruppen – wie etwa die Kurden – werden übernehmen können – bleibt abzuwarten …

Aljazeera etwa (im Liveblog (So. 8.12./16:00) zeigt den Sturz von Assad-Standbildern ….

Zum Beginn dieses Advents …

In (so) schwierigen Zeiten … mit Hoffnung nach Bethlehem, auch wenn es nicht zu sehen ist, wie Hoffnung werden wird: Die Dormitio Christtagsaktion 2024

29. November 1947

An diesem Tag einen Blick zurück – wohin nach vorne?

Staatsräson – Zur Geschichte eines Missverständnisses

Das Programm der Jahreskonferenz des Dubnow-Instituts gliedert sich in drei zwar miteinander verflochtene, zugleich jedoch eigenständige Veranstaltungen. Den Auftakt bildet die öffentliche Keynote-Lecture von Claus Leggewie „Ein Jahr später. Das europäisch-israelische Verhältnis vor dem Hintergrund globaler Transformationen“ am Abend des 4.12. Das Tagesprogramm am 5.12. ist stärker auf den intensiven wissenschaftlichen Austausch gerichtet und wird einen eher internen Charakter tragen. Den Abschluss bildet am Abend des 5.12. die wiederum öffentliche Podiumsdiskussion Staatsräson auf dem Prüfstand. Deutschland, Israel und der 7. Oktober im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig

Palästina zwischen den Weltkriegen

Während des Ersten Weltkriegs trafen im Nahen Osten sehr gegensätzliche Interessen aufeinander: die kriegführenden europäischen Großmächte, das späte Osmanische Reich, arabische Bevölkerung und bald eine immer größere Gruppe von jüdischen Zuwanderern. Unklare Versprechen, große Erwartungen und enttäuschte Hoffnungen prägen die Jahre zwischen den Weltkriegen. In ihnen liegen die Wurzeln des Nahostkonflikts (Rainer Volk | BR 2024) || BR-Podcast

Lebensmelodien-Konzert: „Melodic Memories”

Am 9. November 2024 erklingen in der Apostel-Paulus-Kirche Melodien, die in Zeiten der Verfolgung zwischen 1933 und 1945 entstanden sind. Das Projekt Lebensmelodien bringt diese Kompositionen zurück und vermittelt sie an junge Menschen, die aktiv am Projekt mitgewirkt haben.

Lebensmelodien – in den unmenschlichsten Situationen der Verfolgung und Ermordung sind diese Melodien zwischen 1933 und 1945 entstanden. Die Nationalsozialisten versuchten, den jüdischen Teil der deutschen Kultur auszulöschen. Das interreligiöse Konzert- und Bildungsprojekt Lebensmelodien trägt die Kompositionen und Lebensgeschichten zurück in die deutsche Geschichte und vermittelt sie an die nächste Generation junger Menschen in diesem Land. Und die haben sich an diesem Konzert aktiv beteiligt: Die Recherche über einen Komponisten, der 1939 als junger Mann aus Ulm fliehen und seine schwerkranken Eltern zurücklassen mußte, wurde von Schülerinnen und Schülern der Stadt Ulm übernommen! Seine Kompositionen erklingen zusammen mit Melodic Memories aus Frankfurt und Berlin am 9. November – dem Tag, an dem unser Komponist 1938 erkannte, daß er sein Heimatland verlassen muß, um zu überleben.

Samstag, 9. November 2024 – 19 Uhr (Einlaß ab 17.30 Uhr), Apostel-Paulus-Kirche, Grunewaldstraße 77a, 10823 Berlin-Schöneberg, U7 Eisenacher Straße

Daniel Bar-Tal, on the Israeli-Palestinian conflict, before and after October 7, 2023

The Israel-Palestinian conflict is one of the most well-known and polarizing issues that has impacts on societies, and institutions beyond Israel, and Palestine.

This interview with prominent social scientist Daniel Bar-Tal, Professor Emeritus, School of Education, Tel Aviv University, focused on the situation in Israel and Palestine following the Hamas attacks on October 7, 2023, and the subsequent war in Gaza. Interviews such as this are an academic inquiry drawing on the expert analysis of a scholar-activist, grounded in research and theory. As such an analysis, Bar-Tal explains the causes of this war, its context, its process, the contribution of each side to its escalation, and its effects on the possibilities of peaceful conflict resolution between Israeli Jews and Palestinians.

He describes the current situation as governed by considerations of realpolitik, contestations over what defines antisemitism, and whether Israeli conduct in Gaza constitutes genocide or ethnic cleansing. This interview enables the application of Bar-Tal’s systematic and holistic Theory of Intractable Conflict to the current crisis to interrogate how ethos of conflict, collective memory, and collective emotional orientation dynamically interconnect to form a culture of conflict. But also, how these elements can also be addressed for solutions to enable peaceful resolutions.

Messianische Träume – oder …

Rachel Fink schreibt auf Haaretz über die heutige (22.10.2024) Konferenz „Preparing to Resettle Gaza“,- in Anwesenheit verschiederner israelischer Minister (Regierungsmitglieder!) hier ein Auszug:

„On Monday morning, hundreds of settlement-supporting Israelis, many with their gaggle of young children in tow, headed down to the southern border for a special Sukkot-themed celebration. Over two days, they gathered in temporary huts to discuss permanent resettlement. Of the Gaza Strip, that is. „Every single sliver of it,“ as one speaker declared.

Hers was just one of a slew of comments jockeying for the title of most incendiary statement made during the event. „We will sun ourselves on the sandy beaches of the Gazan coastline,“ another contender proclaimed. Conference organizer Daniella Weiss has bigger plans. ‚We know from the Bible that the real borders of Greater Israel are the Euphrates and the Nile,‘ she said to the audience, who cheered enthusiastically. ‚And the sooner we make this a reality, the better.‘

Livestream!

Es wird einen Livestream von der Kundgebung geben, der auf dieser Seite eingebunden ist: