Zusammen – nicht beten, aber Verantwortung übernehmen

Holy Land Jewish, Muslim, Christian, Druze, Baháʼí represtantives urge world to vaccinate

“We believe that our role as senior representatives of the religions of the Holy Land is to stand at the forefront of the battle against the virus and to help the World Health Organization, health ministries, and healthcare systems to defeat the COVID-19 pandemic and save countless lives — by any means that the proper authorities may demand, and in particular the vaccination of all eligible populations.”

Israel’s President Isaac Herzog joins (only male) religious leaders in Israel to call for believers to get vaccinated against COVID-19, and to pray for the afflicted, November 11, 2021
(Photo: Kobi Gideon/GPO)

Hier der Bericht in der Times of Israel.

Zum 100. Geburtstag von Rabbiner Nathan Peter Levinson

Ewiges Dennoch – Zoom-Gespräch: Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama und Dr. Torsten Lattki
23. November 2021 um 18.30 Uhr

Eine Veranstaltung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V.

Prof. Dr. Nathan Peter Levinson s. A. war der letzte deutschsprachige Rabbiner seiner Generation, der tatsächlich noch jene Mischung aus höchster wissenschaftlicher Gelehrsamkeit, aufgeklärter akademischer Liberalität und jüdisch-traditionellem Wissen darstellte, für das die deutsch-jüdische Rabbinergeneration um Leo Baeck stand.

Er war zwei Jahrzehnte jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrats (DKR) und ein früher Pfadfinder jüdisch-christlicher Zusammenarbeit seit Beginn der 1950er Jahre.

Dr. Torsten Lattki und Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama werden an seinem 100. Geburtstag das Wirken von Rabbiner Levinson im Kontext des christlich-jüdischen Dialogs lebendig werden lassen.

Das Gespräch findet am Dienstag, 23. November 2021 ab 18.30 Uhr als Zoom-Webinar statt und ist kostenlos.

Einwahl unter: us02web.zoom.us/webinar/register/WN_AdxWex0ISAOdMogYpjL14g

Kalender November 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Beim AphorismA Verlag sind noch ein paar letzte Exemplare verfügbar.

Der November wird von der Sure 93 („Der helle Morgen“) des Koran begeleitet.

Festliche Eröffnung des Buber-Rosenzweig-Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Live auf dem Youtube-Kanal – Donnerstag, 28. Oktober 2021, 20.00 Uhr

Die israelische Historikerin Yfaat Weiss hält die diesjährige Martin-Buber-Vorlesung für jüdische Geistesgeschichte und Philosophie.


Die Erforschung des Judentums in Moderne und Gegenwart steht im Fokus des neu gegründeten Buber-Rosenzweig-Instituts an der Goethe-Universität. Mit einer Festveranstaltung und einem Vortrag wird das Institut am 28. Oktober 2021 eröffnet.

Yfaar Weiss spricht zum Thema „Exiliert und belagert: Jerusalemer Gelehrte 1948“ und wird dabei auf die Debatten eingehen, die Intellektuelle der Hebräischen Universität Jerusalem nach dem Ende der Naziherrschaft führten. Viele von ihnen waren vor dem Zweiten Weltkrieg aus Mitteleuropa nach Palästina emigriert. Bei den Debatten spielten auch der israelisch-arabische Krieg von 1948 sowie die Neuordnung Europas und der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle.

Institutsadresse online +++ Youtube-Kanal

Neues i&p erschienen

Doppelheft 2-3/2021 zu Fragen von Religion und Frieden

Beiträge von Ofer Zalzberg – Michael Melchior – Daniel Roth

Heft 2-3 | 2021 – 978-3-86575-381-6 | 108 Seiten
Eine englische Ausgabe ist als Sonderheft 2021 erschienen.

(Deutsche) Definierwütigkeit und Identitäten

Alexander Estis schreibt im Neuen Deutschland über den Anspruch darüber zu entscheiden, wer Jude/Jüdin ist – deutsche Befindlichkeits- und Projektionsdebatten hören offensichtlich so schnell nicht auf.

Filmtipp: Die tausend Türen

Ein Film von Daniel Cohn-Bendit und Niko Apel in der ARD-Mediathek

„Ich bin Jude. Was bedeutet das?“, fragt sich Daniel Cohn-Bendit in diesem begegnungsreichen Film. Er bricht auf nach Israel und beginnt eine persönliche Suche nach seinem eigenen Judentum. Die Menschen und Orte, denen er auf seiner Reise begegnet, könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch kreist die Diskussion immer um die zentrale Frage dieses Films: Was ist „Jüdische Identität“?
Auf seiner Reise wird er – immer wieder von Neuem – auf sein Verhältnis zum eigenen Judentum zurückgeworfen und gezwungen, es zu überprüfen. Cohn-Bendit diskutiert mit liberalen und ultrafrommen Juden, mit einer Siedlerin in der Westbank, einem Palästinenser in Ost-Jerusalem und sogar mit einem besatzungskritischen Ex-Geheimdienstchef, der zugibt: Wäre er ein Palästinenser, würde er zu den Waffen greifen.“

Und ausführlicher Artikel dazu auf der Website des Süddeutschen Zeitung von Nils Minkmar.

Kalender Oktober 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Beim AphorismA Verlag sind noch ein paar letzte Exemplare verfügbar.

Der Oktober wird vom Gedicht „Schatten“ von Amir Or begeleitet

3. Oktober: Tag der Offenenen Moschee

Initiative wird 2021 zum 25mal begangen

Der Tag der offenen Moschee wird am Tag der deutschen Einheit begangen, um die Zugehörigkeit zu diesem Land zu betonen. Viele Moscheevereine öffnen ihre Gotteshäuser, stellen sich vor und bewirten ihre Gäste. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der deutschen Einheit, die ja auch in der Einheit von unterschiedlichen Kulturen und Traditionen besteht.

Möglichst viele Menschen im Land sollen ermutigt werden, dieses großzügige Angebot von Musliminnen und Muslimen wahrzunehmen und damit einen Schritt in eine andere religiöse Kultur zu tun. Sie bringt einen großen Reichtum von Traditionen, Ideen und künstlerischer Entfaltung in unsere Gesellschaft ein.

Dieses Jahr feiert der Tag der offenen Moschee (TOM) sein 25-jähriges Jubiläum, in der über 1.000 Moscheen ihre Türen zum Thema „25 Jahre TOM – Moscheen gestern und heute“ öffnen.

Wer gehört dazu – und wer bestimmt das?

Ganz abgesehen von der Frage wozu man:frau denn gehört…

In der Aufgeregtheit mancher Debatte scheint es hilfreich, noch einmal in Ruhe hinzuschauen, was zu den einzelen Fragen der Zugehörigkeit von wem und warum gesagt wird. Und was (klassisches) „Religionsgesetz“ ist und was moderne Entwicklung, was politische Auseinandersetzung, die von ganz anderen Fragen handelt, ist. Jedenfalls scheint etwas Ruhe und Reflektion angebracht.

Hilfreich vielleicht der Beitrag in Die Eule im Gespräch mit Rabbiner Andreas Nachama.