Nochmal – sicher nicht zum letzten Mal – zur UNRWA

Der Kampf gegen das ungebliebte Hilfeswerk der Vereinten Nationen geht weiter

Zur aktuellen Finanzsituation der UNRWA und weiteren Hintergründen ein Feature des Council on Foreign Relation von Christina Bouri.

Permanent Gaza Ceasefire …

Jerusalems Patriarchen fordern Feuerpause

„Wir sind uns des großen Leids bewußt, das uns hier im Heiligen Land umgibt, so wie auch in vielen anderen Teilen der Welt. Mit direktem Bezug auf unsere eigene Lage, verurteilen wir erneut alle Gewalt im aktuellen zerstörerischen Krieg, besonders gegen unschuldige Zivilisten und wir erneuern unseren Ruf nach einer sofortigen und dauerhaften Waffenruhe“, heißt es in der am Donnerstag vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem verbreiteten gemeinsamen Osterbotschaft der Kirchen im Heiligen Land. (Zum vollständigen Text: )

140+ Global Christian Leaders Call for Permanent Gaza Ceasefire, Halt of Arms Sales to Israel

March 26, 2024 – As Christians around the world prepare to commemorate the final suffering in the earthly life of Jesus Christ during Holy Week, we stand in solidarity with all in the Holy Land who suffer. During Passion Week, Catholics, Protestants, and Orthodox alike engage in prayer, reflection, and repentance. We repent of the ways we have not stood alongside our Palestinian siblings in faithful witness in the midst of their grief, agony, and sorrow. Christian witness and engagement with the world must be marked by faithfulness to God, love of neighbor, and mercy toward those who are suffering and in need. For the Holy Scriptures teach, “Uphold the cause of the poor and the oppressed.” (Psalm 82:3).  (Zum vollständigen Text: …)

apuz: Naher Osten

Neu erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung
Ausgabe 12/2024 – Als PDF zum herunterladen, online zum Lesen oder analog bestellbar

Inhaltsbeschreibung

Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen mörderischen Anschlag auf Israel mit über 1200 Todesopfern und verschleppte mehr als 230 Menschen in den Gazastreifen. Bald darauf setzte sich Israel mit einer militärischen Großoffensive gegen die islamistische Terrororganisation zur Wehr. Ein Ende des Kriegs ist seither nicht in Sicht. Vielmehr ist eine Ausweitung der Gewalt zu befürchten, etwa durch mit Iran verbündete Milizen im Libanon und im Jemen.

Als Scharnier zwischen dem östlichen Mittelmeer, der Arabischen Halbinsel und dem Persischen Golf ist der Nahe Osten, historisch betrachtet, ein Schauplatz ethno-religiöser Spannungen, hegemonialer Machtprojektionen und ungewöhnlicher Allianzen. Viele Länder und ihre Gesellschaften sind geprägt von einer gegensätzlichen Dynamik aus Fremdbestimmung und Selbstbehauptung, die zum Teil weit in die Kolonialzeit zurückreicht. Hinzu kommt die wiederkehrende Frage: Wie lässt sich Gewalt durch Verhandlungslösungen verlässlich einhegen?

Aus dem Tagebuch einer Palästinenserin

Barbara Nolte bereitet im Tagesspiegel die Erfahrungen und Tagebuchaufzeichnungen von Heba Alsaid aus dem Gazastreifen auf …

Online-Konferenz: Israel After October 7

Haaretz / UCLA – Mehr Infos

Israel after Oct 7 haartz

Israel After October 7 | Mar. 17, 2024
Online | 12 PM (EST), 9 AM (PST), 6 PM (IL)

REGISTRATION

The Hamas assault on Israel on October 7 and the war it triggered in Gaza–by far the most deadly conflict between Israel and the Palestinians since 1948–are seismic shocks whose impact is yet to be fully understood.

What’s already clear is that the magnitude of these events will have major, long-term repercussions for Israel’s foreign relations, for Israeli-Palestinian relations, for Jewish communities worldwide, and for Israel’s domestic politics and societal relations.

This conference will explore these repercussions, offering insights and analyses from a wide range of speakers. Going beyond the news of the day, the conference will provide viewers from around the world with a much-needed comprehensive, yet nuanced, understanding of how the October 7 attack and resulting war have profoundly changed Israel and its critical relationships in an unprecedented fashion.

Keine Besserung in Sicht

Die Crisis Group beobachtet kontinuierlich mehr als 70 Krisen- und Konfliktgebiete weltweit und veröffentlicht monatlich Berichte zum Stand, zu Veränderungen, Stagnationen, Regelungsbemühungen, gibt aber auch ihrerseits Warnungen zu möglichen Eskalationen heraus.

Diese Woche hat die Crisis Group ihren neuen Krisenbeobachterbericht CrisisWatch für den Monat Februar und den Ausblick auf den Monat März veröffentlicht. In der globalen Übersicht stellt die CG hinsichtlich des Risikos einer Eskalation den Krieg in Gaza und den Konflikt in Nahost mit an die erste Stelle.

Betrachtet das Team der Crisis Group seine Arbeit zu Israel und Palästina seit 2002, also seit mehr als zwanzig Jahren, fällt das Resüme der Group wenig überraschend aus: Mit jeder Eskalation sei ein israelisch-palästinensischer Frieden weiter entfernt denn je.

Die Lage ist weiter verfahren, aber: noch besteht Aussicht auf ein Ergebnis der Vermittlungsgespräche zwischen den Konfliktparteien.

Crisis Watch | Israel/Palestine | Middle East

Longa Vienna

Der aus Palästina stammende Musiker Marwan Abado lebt seit bald vierzig Jahren in Wien. Das Album Longa Vienna kommt kurz vor seinem feierlichen Rückblick auf diese Jahre heraus.

Longa ist die Bezeichnung einer orientalisch-musikalischen Form, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts von Rumänien aus durch das Volk der Roma in das Osmanische Reich gebracht wurde. Es war eine Tanzmusikform, die in schnellem Tempo den Abschluß eines Konzertes ankündigte. Arabische Musiker und Komponisten, die damals Teil des osmanischen Reiches waren, übernahmen diese Form und pflegten sie als ein Element der arabisch-instrumentalen Musiktradition weiter.

Longa Vienna ist eine musikalische Reise durch Wien – der kulturelle Schmelztiegel der Metropole wird hörbar (Klangproben hier), das pulsierende Leben der Großstadt, bunte, poetische und dicht gewobene musikalische Geschichten erklingen. Wiener Klang der Gegenwart, interpretiert von Marwan Abado, Oud und Gesang, Maciej Golebiowski, Klarinetten, Arnulf Lindner, Bassgitarre, Peter Rosmanith, Perkussion sowie als Gast die syrische Sängerin Dima Orsho.

Erschienen beim Wiener Label Gramola – zu beziehen auch über AphorismA (Mail)

Mixed Heritage

Die Situation von Menschen, deren Eltern aus verschiedenen Kulturen/Religionen/Nationen kommen, hat die aktuelle Lage noch schwerer werden lassen, wie Tara Abhasakun in einem Beitrag für RNS beleuchtet (und zeigt einmal mehr, wie wenig weit und weitsichtig solche Narrative für Menschen sind…)

Kein Blankocheque

Dr. Peter Lintl, Politikwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, versucht in einem lesenswerten Beitrag auf jpg-journal.de, einen Beitrag für eine dringend nötige Neubestimmung der deutsch-israelischen Beziehungen.

Film Collectivism and Revolution

Vortrag mit Viola ShafikDonnerstag 29. Februar – 19.00 Uhr  
@ B.L.O. Ateliers – Kaskelstraße 55, 10317 Berlin / S-Bhf Nöldnerplatz
Eintritt Frei / englische Sprache

Die deutsch-ägyptische Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin Viola Shafik stellt ihr neues Buch „Resistance, Dissidence, Revolution. Ästhetik des Dokumentarfilms im Nahen Osten und Nordafrika“ vor. Inspiriert von Deleuze und Guattaris Bild des „Rhizoms“ verfolgt die Autorin einen deterritorialisierten Ansatz revolutionären Filmschaffens, der die Vielfalt und Fluidität revolutionärer Werke in der Region berücksichtigt, einschließlich des revolutionären Potenzials und der Reichweite historischer und zeitgenössischer Filmkollektive in Palästina, Algerien, Ägypten, Syrien und Marokko.

Vor dem Hintergrund seines eigenen Engagements im ägyptischen Filmkollektiv Mosireen wird sich der ägyptische Künstler und Filmemacher Ziyad Hawwas mit der Autorin über ihre Perspektive des kollektiven revolutionären Filmemachens austauschen. Es werden kurze Filmausschnitte gezeigt.