Von Rafah bis Jenin

Gewalt und humanitäre Katastrophe in den palästinensischen Gebieten

Seit dem besonders unter israelischen Zivilist*innen opferreichen Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 begann ein verheerender Krieg in dem seit Jahrzehnten abgeriegelten Gaza-Streifen. Systematische Angriffe auf zivile Ziele, die Vorenthaltung humanitärer Hilfe, die gezielte Zerstörung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung und zahlreiche Attacken gegen Gesundheitseinrichtungen gehören zu den Waffen dieses Krieges mit zigtausenden Opfern. Angesichts dieser humanitären Katastrophe bleiben die politischen Reaktionen internationaler Verbündeter Israels, wie der USA und Deutschlands, verhalten. Unterdessen eskalieren auch im Westjordanland die Vertreibung palästinensischer Gemeinden und die militärische Gewalt.

Riad Othman berichtet als Nahost-Referent von medico international über die Situation vor Ort in Gaza und der Westbank. Im Anschluß besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung: https://eveeno.com/324034212
Angemeldete erhalten vor dem Event per eMail einen Web-link.

Das Wort Frieden kommt nicht vor

Humanitäre Lage im Gaza-Streifen und weiteres

Die humanitäre Lage im Gaza-Streifen sowie die Gewalteskalation in Folge des Hamas-Terrors in Israel sind Ende März 2024 Thema der Versammlung der Interparlamentarischen Union in Genf gewesen. Das geht aus der Unterrichtung (20/11865) durch die deutsche Delegation hervor.

Unter Federführung der dänischen Delegation und mit Unterstützung diverser Mitglieder der geopolitischen Gruppe der 12 Plus, der die deutsche Delegation angehört, sei ein Dringlichkeitsantrag eingebracht worden, der einen sofortigen Waffenstillstand, umfassende humanitäre Hilfe für den Gazastreifen sowie die sofortige Freilassung aller Geiseln gefordert habe. Der Antrag habe jedoch nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht; auch sei der Versuch gescheitert, einen gemeinsamen Antrag mit der afrikanischen und der arabischen Gruppe zu formulieren.

„Um zu diesem wichtigen Thema nicht zu schweigen, entschied IPU-Präsidentin Tulia Ackson (Tansania) gemeinsam mit IPU-Generalsekretär Martin Chungong (Kamerun), im Namen der weltweiten parlamentarischen Gemeinschaft eine Erklärung über dringende Maßnahmen zur Bewältigung der Situation in Gaza abzugeben“, heißt es in der Unterrichtung weiter. In der Erklärung würden ein sofortiger Waffenstillstand im Gazastreifen, die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln, die sofortige Ausweitung lebenswichtiger humanitärer Hilfslieferungen für die Betroffenen im Gazastreifen gefordert sowie jegliche Art von Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten verurteilt und appelliert, das humanitäre Völkerrecht zu achten.

Krieg ohne Ende?

SWP-Podcast 2024/P 16 mit Muriel Asseburg und Peter Lintl

Niemals Frieden? Israel am Scheideweg

Analog in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

02. Juli 2024, 19:00 – 21:00 Uhr oder digital im Livestream – anmeldung erfoderlich

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nimmt den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zum Ausgangspunkt, um in seinem neuen Buch eine kritische Bilanz des israelisch-palästinensischen Konflikts und der Geschichte des Staates Israel zu ziehen. Er zeigt historische Linien auf und hinterfragt Optionen für ein künftiges Miteinander jüdischer und palästinensischer Bürgerinnen und Bürger.

Sein Fazit ist sowohl pessimistisch als auch konstruktiv; es sieht nicht nur die regionalen Akteure, sondern auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, um dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt zu entfliehen.

Angelika Timm, erste Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel, diskutiert mit Moshe Zimmermann über dessen Buch «Niemals Frieden? Israel am Scheideweg». An dem Gespräch beteiligt sich, zugeschaltet aus Tel Aviv, auch Gil Shohat, der gegenwärtige Büroleiter der RLS in Israel.

Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte geben Sie bei der Anmeldung im Bemerkungsfeld an, ob die Teilnahme vor Ort oder digital gewünscht ist.


Lernen für die Zukunft

Master Interreligiöse Studien – Theologische Fakultät an der Universität Trier

Ein Masterstudiengang, der die transkulturellen Kompetenzen vermittelt, die eigene und die Perspektive anderer zu reflektieren, um Brücken zu bauen.

Mehr zum Angebot

Abraham Accords, Normalisierung und die Perspektiven …

Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain waren nach Ägypten (1979) und Jordanien (1994) die ersten arabischen Länder, die ihre Beziehungen zu Israel normalisiert haben.

Eine Analyse von Dina Esfandiary und Dialla Jandali von der International Crisis Group zur aktuellen Einschätzung und den Perspektiven dieser Kooperationen.

A LAND FOR ALL

Es gibt auch ‚andere‘ Nachrichten aus Israel und Palästina … wir weisen an dieser Stelle immer wieder einmal auf ermutigende, neue, andere Initiativen hin, heute A Land for All:

Our Vision

A Land for All is a shared movement of Israelis and Palestinians who believe that the way towards peace, security and stability for all passes through two independent states, Israel and Palestine, within a joint framework allowing both peoples to live together and apart. Israeli-Jews and Arab-Palestinians are heavily intertwined on both side of the Green Line and therefore building walls between them is neither realistic nor desirable. Recognizing that both Jews and Palestinians are part of the same shared homeland, and respecting their equal individual and national rights, A Land for All provides pragmatic and viable solutions to the obstacles that have stymied prior negotiations, moving us from a paradigm of separation towards a future based on power sharing and shared interests.

Sami Awad im Gespräch

Der Gründer von Holy Land Trust und palästinensische Friedensaktivist Sami Awad im Gespräch mit Sonja Howard „about Germany’s role in the conflict“ and about „more understanding between our deeply intertwined countries“.

Sonja Howard: https://linktr.ee/sonja_howard_official

Mehr ‚Peacebuilding‘ der Zivilgesellschaft

Bis in die Schlußerklärung des G7 Gipfels hat es der Appell „Call to Action“ geschafft, jetzt gilt es der Politik!

„We affirm our commitment to working together – and with other international partners – to closely coordinate and institutionalize our support for civil society peacebuilding efforts, ensuring that they are part of a larger strategy to build the foundation necessary for a negotiated and lasting Israeli-Palestinian peace.“

ALLMEP has spent the last month leading a global coalition united in calling for this new approach from the G7. 37 UK Parliamentarians, 22 Members of the European Parliament, and His Holiness Pope Francis – who attended the summit today– all added their support to the campaign, standing in solidarity with the ALLMEP community and recognizing the critical role that grassroots organizations have to play in any long term, sustainable peace process. The letter was signed by more than 160 Israeli and Palestinian peacebuilding NGOs, and over 200 civil society organizations from around the world, including from places like Northern Ireland, South Africa, Colombia, and Kashmir, where communities know only too well the pain of entrenched conflict and the importance of civil society in breaking cycles of violence and injustice. 

Hier noch einmal der Call to Action from Over 350 Organizations to the G7, den auch der diAk unterschrieben hat.

Zum Thema auch ein Beitrag im britischen Prospect-Magazin: