18. September 2024

Brief(e) aus Jerusalem

21. September: »Wer schweigt, ist Mittäter«
Der palästinensische Pfarrer Munther Isaac klagt die christliche Welt an

14. September »Christ und Palästinenser«
Erzbischof »Abuna« kämpft für Gerechtigkeit jenseits religiöser Grenzen

Helga Baumgarten ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Birzeit nördlich von Jerusalem im Westjordanland und Autorin mehrerer Werke zum Nahostkonflikt.

Teil eins der Briefe erschien in der jungen Welt vom 29./30. Juni, die Folgebriefe wurden in den jW-Ausgaben vom 8., vom 13./14., vom 20./21., vom 27./28. Juli, vom 10., 17. und 24.8. sowie 7.9. veröffentlicht-

Umm al-Jimal – Art Destination Jordanien

Umm al-Jimal ist eine spätantike Stadt mit beeindruckenden Ruinen von Gebäuden aus schwarzem Basalt, die auf nabatäischen und römischen Bauten errichtet wurden. Die archäologische Stätte befindet sich 80 km von Amman entfernt in der halbtrockenen Hauran-Region im Norden Jordaniens. Sie ist nicht nur wegen der Architektur und Geschichte einen Besuch wert, sondern auch, um eine engagierte Gemeinschaft kennenzulernen, die sich für den Erhalt ihres einzigartigen Erbes einsetzt und Dienstleistungen für Tourist:innen anbietet.

Die nabatäisch-frührömische Siedlung an einer Handelsroute von Karawanen (Mitte des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr.) wurde im 4. bis 5. Jahrhundert zu einer römischen Militärstation. Als sich in byzantinisch-umayyadischer Zeit arabische Zivilisten aus der Region dort niederließen, entwickelte sich Umm al-Jimal zu einer wohlhabenden Agrar- und Handelsstadt. …

Wann, wenn nicht jetzt

Noch einmal, und immer wieder: Eine andere Welt ist möglich, es gibt keinen unabänderlichen Lauf der Geschichte!

Ein Plakat und ein Mailing vom Israeli Palestinian Bereaved Family Forum // Parents Circle …

CREATING MORE HOLINESS

Auch wenn die Zeiten und Nachrichten nicht recht zu diesem Titel zu passen scheinen…

Ein spannendes Online-Programm 23-25- September 2024

Programmheft

ToRoll: Materialized holiness is a collaborative research project to examine the production of ritually pure Torah scrolls as an extraordinary codicological, theological, and sociological phenomenon of Jewish scribal culture. The project includes the digital edition of selected scribe literature from antiquity until the
modern era, paleographical analyses of the letter crownlets and particular forms of lettering, analyses of the inks and the materials used for writing medieval Torah scrolls of European provenance, and qualitative interviews with contemporary scribes.

A primary objective of the project is to further integrate central research fields of Jewish Studies into the inter- and transdisciplinary research discourses, and to open them up for methodological approaches with the help of the Digital Humanities. For processing new research Questions, the project combines the academic expertise from Jewish Studies with the methods of material research, the social sciences, and art history, as well as with the future-oriented approaches of information technology.

Annett Martini in Bologna Materialized Holiness

Für Pressefreiheit im Gaza-Krieg

Die Forderungen in Kürze:

+ Schutz für Journalist:innen in Gaza! 

+ Aufhebung des israelischen Einreiseverbots für unabhängige internationale Berichterstatter:innen ins Kriegsgebiet!

+ Keine ungeprüfte Übernahme von Darstellungen von Kriegsparteien in der Berichterstattung! Stattdessen: Quellenvielfalt, Einbettung in den historischen und politischen Kontext, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit palästinensischen Journalist:innen.

Zur Website mit den Unterzeichnenden

Daniel Bar-Tal im ZEIT-Gespräch

Der Autor unseres Schriftenreihen-Bandes 46 | Unbekümmert in den Abgrund. Die Folgen von Konflikt und Besatzung für die jüdisch-israelische Gesellschaft in einem ganzseitigen Gespräch in der ZEIT (aktuell hinter der Bezahlschranke, aber im folgenden ein paar Zitate):

(…)

(…)

Syrien: Sichere Rückkehr?

Syrien, 2011 Brennpunkt des Arabischen Frühlings und seitdem Schauplatz eines gewaltsamen, internationalisierten Bürgerkriegs, ist angesichts anderer Konfliktarenen wie der Ukraine und Gaza in den letzten Jahren zunehmend aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit geraten.

Interview mit den GIGA-Expert:innen Dr. André Bank und Dr. Christiane Fröhlich zur aktuellen Situation

Der Orient in Gotha

Sonntag, 8. September bis Sonntag, 3. November 2024

Schloß Friedenstein, Spiegelsaal

Kurator: Dr. Feras Krimsti

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr sowie an den Feiertagen 20. September, 3. Oktober und 31. Oktober. Vom 25. bis 27. September bleibt die Ausstellung geschlossen.

Ende des 16. Jahrhunderts notierte ein Schüler osmanische Wörter in sein Schulheft. Er sollte später ein einflußreicher lutherischer Theologe werden. Vom Besuch eines äthiopischen Geistlichen in Gotha 1652 sind Übersetzungen religiöser Literatur erhalten, die er gemeinsam mit einem deutschen Gelehrten verfaßte, der die Äthiopistik begründen sollte. Im 17. Jahrhundert schrieb ein Numismatiker ein Lobgedicht in Arabisch und Latein auf den Gothaer Herzog, in der Hoffnung sich eine Position an der Herzoglichen Bibliothek zu sichern. Ein Naturforscher sandte im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts von seiner Reise durch das Osmanische Reich und Arabien arabische, persische und osmanische Handschriften an die Gothaer Bibliothek. Auch sammelte er im Osmanischen Reich kulturelle Artefakte, wie etwa einzigartige historische Stoffproben, und schickte sie nach Gotha.

Diese und viele weitere Spuren der Auseinandersetzung mit dem Orient haben sich in Gotha erhalten. Sie verweisen auf das Wirken von Gelehrten, die es vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in die Stadt zog. Dazu gehörten protestantische Theologen, aufklärerische Naturforscher, historisch-kritisch arbeitende Orientalisten, Dichter der Romantik oder auch Kartographen. Diesen Gelehrten und den Spuren, die sie hinterlassen haben, ist die Ausstellung „Der Orient in Gotha“ gewidmet. Jeder von ihnen prägte auf seine Weise die Sicht auf die Kultur, Geschichte, Literatur und Geographie des Osmanischen Reichs, der arabischen Halbinsel, Äthiopiens und weiterer Gebiete, die als Teil des Orients verstanden wurden. Vierhundert Jahre Orient-Studien in Gotha zeugen nicht nur vom Wandel der Wissenschaften, sondern beleuchten auch die Geistes- und Wissenskultur der Stadt Gotha.

Ausstellungsflyer

Menschen brauchen Unterstützung

Zwei Beispiele in der aktuellen Situation,
nicht vergleichbar, kein Leid gilt es zu vergleichen – und doch wichtig auf alles Leid zu schauen:

Address: 14 HaTa’as St., Kfar Saba P.O. Box 2235 Zip Code: 4442514
Phone: +972-9-9727900 Fax: +972-9-9518434
Adler Institute: Comprehensive Activity Report September 2024 (->PDF)

Emergency Response and Rehabilitation Program
The Adler Institute continues to operate its Emergency Response and Rehabilitation Program
to support victims of the October 2023 tragedy. As time progresses, we’ve adapted our
services to meet evolving needs …

Gewalt und Hunger bedrohen Kinder in Gaza

Spendenaufruf Nothilfe weltweit Kinder zahlen in den Palästinensischen Gebieten und in Israel für den Nahost-Konflikt den höchsten Preis. Tausende sind im Gazastreifen bereits ums Leben gekommen, unzählige weitere sind auf der Suche nach einem sicheren Ort. Auch unter den Menschen, die aus Israel entführt wurden, sind Kinder. Save the Children fordert weiterhin ihre unmittelbare Freilassung. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. 

Unser Spendenkonto: IBAN: DE96370205000003292912 | BIC: BFSWDE33XXX