Neue Töne? Haaretz im Kreuzfeuer

Ende Oktober der Bericht in der Berliner Zeitung von Katerina Alexandridi über den Vortrag von Amos Schocken in London:

Hier der Ausriß aus der Berliner Zeitung mit dem Artikel von Katerina Alexandridi über die darauf folgende Auseinandersetzung in Israel:

Was soll / wird aus (dem Norden) Gaza(s)?

Als Geisel im Gazastreifen …

Ab 28:28 min gibt es einen Bericht über einen jüdischen Überlebenden, der israelische Juden/Jüdinnen nach Nazareth führt und das gemeinsam mit einer arabischen Israelin/Paästinenserin …. Die Sendung will Opfern eine Stimme geben…. – auf beiden Seiten!

Unterstützung erschweren heißt nicht das ‚Problem‘ lösen

Hier einmal die Stellungnahme des britischen Premierminister:

The UK is gravely concerned at the UNRWA bills that Israel’s Knesset has passed. This legislation risks making UNRWA‘s essential work for Palestinians impossible, jeopardising the entire international humanitarian response in Gaza and delivery of essential health and education services in the West Bank. 

The humanitarian situation in Gaza is simply unacceptable. We need to see an immediate ceasefire, the release of the hostages and a significant increase in aid to Gaza.

Under its international obligations, Israel must ensure sufficient aid reaches civilians in Gaza. 

Only UNRWA can deliver humanitarian aid at the scale and pace needed. We pay tribute to the 222 UNRWA staff who have lost their lives in the conflict. UNRWA has a UN mandate to support Palestinian refugees. We urge Israeli lawmakers to ensure that UNRWA can continue to deliver its essential work.

Ehud Olmert und Nasser Alkidwa

Vielleicht nicht realistisch, vielleicht nicht opportun, vielleicht ohne Mehrheit … viele vielleichts… Und doch besser, als sich der Spirale von Gewalt, von Vergeltung und von Leid hinzugeben: Gegen eine vermeintliche „Realität“ an der Möglichkeit einer anderen Zukunft festhalten!

Messianische Träume – oder …

Rachel Fink schreibt auf Haaretz über die heutige (22.10.2024) Konferenz „Preparing to Resettle Gaza“,- in Anwesenheit verschiederner israelischer Minister (Regierungsmitglieder!) hier ein Auszug:

„On Monday morning, hundreds of settlement-supporting Israelis, many with their gaggle of young children in tow, headed down to the southern border for a special Sukkot-themed celebration. Over two days, they gathered in temporary huts to discuss permanent resettlement. Of the Gaza Strip, that is. „Every single sliver of it,“ as one speaker declared.

Hers was just one of a slew of comments jockeying for the title of most incendiary statement made during the event. „We will sun ourselves on the sandy beaches of the Gazan coastline,“ another contender proclaimed. Conference organizer Daniella Weiss has bigger plans. ‚We know from the Bible that the real borders of Greater Israel are the Euphrates and the Nile,‘ she said to the audience, who cheered enthusiastically. ‚And the sooner we make this a reality, the better.‘

Ein jüdisches Sparta?

Nimrod Flaschenberg, eh.parlamentarischer Berater der linken Chadasch-Allianz in Israel und Alma Itzhaky, israelische Künstlerin und Wissenschaftlerin, Mitbegründerinnen der in Berlin ansässigen Gruppe Israelis for Peace, enfalten auf der Plattform Jakobin.de ihre Sicht auf die Ereignisse und Folgen des 7. Oktober (- und ihren Optismus, daß es andere Zukunft geben kann).

Zaghafte Strukturen einer radikalen Demokratie

(Im neuen, schlankeren Deisgn) der taz ist ein neuer, sehr lesens- und bedenkenswerter Essay von Charlotte Wiedemann zu finden:

Ein Zitat schon hier:

„Weil das Denksystem der Staatsräson nicht nur autoritär ist, sondern auch überaus komfortabel, eine Art nationales Sofa der gebildeten Schichten. Es erlaubt eine Trägheit der Herzen und des Verstandes, es erlaubt, sich moralisch überlegen zu fühlen, während man brennenden Fragen von Menschlichkeit aus dem Weg geht. So ist eine Mentalität vorsätzlicher Ignoranz entstanden: Als gebe es ein spezielles deutsches Recht, nicht zu wissen – nicht zu wissen, was genau in Israel, Gaza oder im Westjordanland vor sich geht oder wie gefährlich Israels radikale Rechte tatsächlich ist. Weil sich Deutsche in Watte packen, sich schützen müssen vor diesem Wissen. Sich bloß nicht berühren lassen, nicht herausfordern lassen, weder emotional oder intellektuell. Zu zweifeln wäre nicht mehr komfortabel.“

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Der Offene Hörsaal der Freien Universität Berlin

Die Vielfalt Palästinas – eine kulturelle Zeitreise

Eine interdisziplinäre Ringvorlesung der Wissenschaftlichen Einheit Westasien, Nordafrika und Diaspora am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin

„Zwei Völker in einem Land“: Koexistenz und Konflikt in Palästina / Israel
Vielfach verflochtene Identitäten, exklusive politische Ansprüche: eine historische Einordnung

  • Prof. Dr. Dr. h.c. i. R. Gudrun Krämer
    Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin

Jede Woche Dienstags 18-20.00 Uhr bis zum 4.02. 2025

Übersicht

Frieden mitten im Krieg

Shireen Najjar und Neriya Mark sind zu Gast bei der Jahresversammlung 2024 der
Freunde und Freundinnen von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam.


Shireen Najjar und Neriya Mark gehören beide zur zweiten Generation der Dorfgemeinschaft von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam, dem einzigen Ort in Israel, wo jüdische und palästinensische Israelis vollkommen gleichberechtigt miteinander leben und arbeiten. Beide gehören sie zu Gründerfamilien, beide sind im Dorf aufgewachsen und in die binationale, zweisprachige Grundschule gegangen – und beide haben in ihrem Beruf und in der Dorfgemeinschaft Verantwortung übernommen.