Im WiSe 23/24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
29. Januar 2024: Vortrag „Nach dem 7. Oktober: Antisemitismus, Rassismus und die deutsche Debatte“ von Meron Mendel und Saba-Nur Cheema
Im SoSe 24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
6. Mai 2024: Vortrag „Antimuslimischer Rassismus in der Gesellschaft“ von Karim Fereidooni
5. Juni 2024: Vortrag zum Thema „Antisemitismus gegen Israel“ von Klaus Holz
5. Juli 2024: Vortrag zum Thema „Is anti-Zionism antisemitic? About the weaponization of antisemitism in current debates.“ von Emilia Roig (inkl. Übertragung via Livestream)
11. Juli 2024: Vortrag „Foundations for Life in Common: A Historical Perspective on Israel/Palestine“ von Gadi Algazi
Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Interparlamentarischen Union Bundestagsdrucksache 20/11865
Die humanitäre Lage im Gaza-Streifen sowie die Gewalteskalation in Folge des Hamas-Terrors in Israel sind Ende März 2024 Thema der Versammlung der Interparlamentarischen Union in Genf gewesen. Das geht aus der Unterrichtung (20/11865) durch die deutsche Delegation hervor.
Unter Federführung der dänischen Delegation und mit Unterstützung diverser Mitglieder der geopolitischen Gruppe der 12 Plus, der die deutsche Delegation angehört, sei ein Dringlichkeitsantrag eingebracht worden, der einen sofortigen Waffenstillstand, umfassende humanitäre Hilfe für den Gazastreifen sowie die sofortige Freilassung aller Geiseln gefordert habe. Der Antrag habe jedoch nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht; auch sei der Versuch gescheitert, einen gemeinsamen Antrag mit der afrikanischen und der arabischen Gruppe zu formulieren.
„Um zu diesem wichtigen Thema nicht zu schweigen, entschied IPU-Präsidentin Tulia Ackson (Tansania) gemeinsam mit IPU-Generalsekretär Martin Chungong (Kamerun), im Namen der weltweiten parlamentarischen Gemeinschaft eine Erklärung über dringende Maßnahmen zur Bewältigung der Situation in Gaza abzugeben“, heißt es in der Unterrichtung weiter. In der Erklärung würden ein sofortiger Waffenstillstand im Gazastreifen, die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln, die sofortige Ausweitung lebenswichtiger humanitärer Hilfslieferungen für die Betroffenen im Gazastreifen gefordert sowie jegliche Art von Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten verurteilt und appelliert, das humanitäre Völkerrecht zu achten.
Bericht von Peace Now über eine der aktuellen Maßnahmen der israelischen Regierung
„Based on media reports, at the cabinet meeting on Thursday, June 27, 2024, it was decided to establish five new settlements in isolated areas deep in the West Bank by legalizing five illegal outposts: Givat Assaf, Adorayim, Sde Ephraim, Evyatar, and Heletz. At this stage, the full text of the decision has not been published and the announcement about the legalization of the outposts was released to the media by Minister Smotrich’s office.“
On July 2, a tree-planting ceremony at Ahihud Forest in northern Israel commemorated nine Druze soldiers who died in the Iron Swords war.
Ein Beitrag auf „Themedialine.org – Trusted Mideast News“
The army announced July, 7, 2024 that another Druze soldier, Maj. Jalaa Ibrahem, a company commander in the 601st Combat Engineering Battalion, was killed in the line of duty in the Gaza Strip.
For the Druze community, loyalty to the state they reside in is a religious commitment, often manifested through military and police service. The Druze, along with the Circassian community, have a long-standing history of military service in Israel, a tradition of loyalty that many feel is not reciprocated by the government in civil matters such as housing, planning, and community development.
Systemic issues like the Kaminitz Law and the nation-state law, which are seen as discriminatory, along with restrictive building regulations and less governmental financial support compared to Jewish communities, impact the ability of the Druze to expand and develop. Amid a backdrop of demonstrations countrywide from multiple societal fronts, the Druze are protesting to address the inequalities they face as a response to being treated differently regarding rights compared to their service obligations.
The protests, including a significant gathering in Jerusalem, aim to highlight these discrepancies and push for a change that aligns the community’s civil treatment with their contributions to national security. To learn more, read Giorgia Valente’s latest for The Media Line, which highlights the Druze community’s sense of dual identity: treated like Jews in terms of national service but like Arabs in terms of civil rights.
In der Frankfurter Rundschau finden sich ein Interview, daß Maria Sterkl mit der Juristin Netta Barak-Corren und dem Militärhistoriker Danny Orbach geführt hat, beide sind Autor:innen eines Stragegiepapiers, das in Israel seit einiger Zeit diskutiert wird („Von einem Mörder-Regime zu einer gemäßigten Gesellschaft: Die Transformation und Rehabilitation von Gaza in der Post-Hamas-Ära“)
Hier ein Zitat aus dem Papier, dessen Duktus israelische Interessen reflektiert und aus historischen Erfahrungen (und Fehlern) lernen will …
Wann würden Sie den Übergang in Gaza als geglückt bezeichnen – wenn es dort Demokratie gibt? Orbach: Nein, es wäre bevormundend und kontraproduktiv, wenn wir Gaza ein demokratisches System aufzwingen wollten. Das ist eine Sache der Menschen in Gaza. Unser Erfolgsmaßstab ist, dass es gelingt, eine Art Kontinuität aufzubauen – ein Modell eines Sunni-Staates, der konservativ ist, aber nicht jihadistisch, ähnlich wie in den Emiraten. Wir sollten nicht anstreben, dass die Menschen in Gaza ein israelisches Narrativ übernehmen. Sie sind Palästinenser und werden auch weiterhin die Nakba als ihr bestimmendes Ereignis sehen. Sie werden weiterhin Zionismus verachten und Jassir Arafat verehren. Das macht mich nicht glücklich, aber das ist die Realität. Die Hauptsache ist, dass sie sich für Koexistenz einsetzen. Welches Narrativ sie dabei anleitet, das sollen und können wir nicht kontrollieren.
Keine kurze Nachricht heute einmal, sondern einen relativ langen Essay von Sheryl Ono, der sehr einfühlsam und lesenswert ist … es gibt keine einfachen Antworten ..
„I am proud of my Jewish heritage. I am proud of our commitment to scholarship, the arts, and activism, of our role in the civil rights and union movements. I am proud of the young Jews speaking out on college campuses and the older ones who took over the Cannon Building in the Capitol last November. This is the culture that I know and connect with — people whose hearts are capable of aching for the Israeli hostages and the Palestinians at the same time.“
Mit der Initiative „Make Freedom Ring“ macht Geiger Michael Barenboim auf die humanitäre Katastrophe in Gaza aufmerksam. Viele Landsleute kritisieren ihn dafür. Ende Juli veranstaltet die Initiative ein Benefizkonzert in der Himmelfahrtskirche in München – Ein Beitrag (Kathrin Hasselbeck) auf br-klassik.de