Unapologetic …

Ein neuer Podcast

„It is time for a new voice to rise concerning the Israeli-Palestinian conflict. We are two Palestinian-Israeli Citizens, who are unapologetic about our views, and our vision for a better future for both Israelis and Palestinians. Join us as we record as the war is going on in Israel and Gaza, as we delve deep into the roots of the war, and the way forward.
Follow us on Instagram.“

Am Abend des 15. Dezember (neu)

Das letzte Licht von Chanukka, Shabbat beginnt, es ist noch Freitag (und heue und gestern auch der Tag des großen Mystikers Johannes vom Kreuz), die Gewalt geht weiter … wie lange noch …

Hier die Einladung zur einer Zoom-Begegnung mit Rabbi Arik Aschermann von Torat Tzedek über die Situtation in der Westbank. Hier zur gesamten Mail, in der noch mehr zur wichtigen Arbeit von Torat Tzedek zu finden ist.

[17.12.: Hier der korrekte Anmeldelink: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZAsf-ivrDsvHt3u-LD3MMn4ghDRwv-vuO-x#/registration]

Torat Tzedet Screenshot

Am Abend des 27. November

Zum vierten Mal sind Menschen freigekommen – und zwei weitere Tage der Waffenruhe scheinen sich zu realisieren. Was kommt dann?

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Heute Abend einmal keine eigene Nachricht, sondern ein Hinweis auf ein Onlineportal, das auch hier öfter zitiert wird:

Wichtige Themen und Fragen, sehr kritische und sehr unbequeme, aber mehr als nötige.
(Und die Initiative kann auch (u.a. materiell) unterstützt werden …)

Am Abend des 20. Oktober

Noch mitten in der Gewalt, mit all den Bildern im Kopf und ohne, daß wir wissen, wohin sich alles noch entwickeln wird, gibt es keinen Weg daran vorbei, rational zu bedenken, was in der Region geschieht, wer welche Interessen verfolgt, was die Optionen sind, was Politik jetzt leisten kann und muß.

Das aktuelle Podcast Spezial der Stiftung Wissenschaft und Politik hat die „Eskalation im Nahen Osten“ zum Thema:

Der Nahost-Konflikt eskaliert. Wie kann eine Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzungen verhindert werden? Welche Rolle spielen die Nachbarn Ägypten, Saudi-Arabien sowie der Iran und welche Handlungsoptionen hat die internationale Gemeinschaft? Darüber diskutieren Azadeh Zamirirad, Guido Steinberg, Stephan Roll und Muriel Asseburg.

Anschlagsserie auf Gedenkstätten in Deutschland

Volker Witting auf der Seite der Deutschen Welle zu aktuellen Entwicklungen

Antisemitismus, Rassismus, Homophobie – Anschläge auf Gedenkstätten häufen sich. Was sind Gründe für diese Attacken auf Demokratie und Minderheiten?

LiBeraturpreis 2023 für Adania Shibli

Die palästinensische Autorin Adania Shibli erhält für ihren Roman Eine Nebensache den LiBeraturpreis 2023. Die deutsche Übersetzung von Günther Orth ist im Berenberg Verlag erschienen. Der Preis wird seit 1987 an deutschsprachige Bücher von Schriftsteller*innen aus dem globalen Süden verliehen.

„Gleichsam präzise und behutsam entwirft die palästinensische Autorin Adania Shibli ein formal wie sprachlich streng durchkomponiertes Kunstwerk, das von der Wirkmacht von Grenzen erzählt und davon, was gewalttätige Konflikte mit und aus Menschen machen. Mit großer Wachsamkeit richtet sie ihren Blick dabei auf die kleinen Details, die Nebensächlichkeiten, die es uns erlauben, die alten Wunden und Narben zu erblicken, die hinter der Oberfläche liegen“, heißt es in der Jurybegründung.

1. Vierteljahr 2023 | OCHA-Report

Die aktuelle Zusammenfassung der Entwicklungen (Bereich: Häuserzerstörungen und Vertreibungen) in den Palästinensischen Gebieten, so wie es das Büro der Vereinten Nationen regelmäßig beobachtet und dokumentiert (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs in the occupied Palestinian territory [OCHA])

Abschied von Hermann Sieben

* 06. Juni 1933 + 13. Januar 2023 – r.i.p.

Loyaler Freund Israels und der Palästinenser und ein großes Vorbild

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

vor wenigen Tagen, am 13. Januar 2023, hat Hermann Sieben sein langes Leben im Dienst des Friedens vollendet. Er war vielen Menschen bekannt, zum einen durch sein Wirken als Leiter des internationalen Jugendaustausches der Bundesrepublik Deutschland mit Ägypten, Jordanien und Israel, und zum anderen durch seinen loyalen, unbeirrbaren und unglaublich erfolgreichen Einsatz für das jüdisch-arabische Friedensdorf Neve Shalom Wahat al-Salam in Israel (deutsch: „Oase des Friedens“).

Hermann Sieben begleitete den deutschen Freundeskreis des Dorfes fast von Anfang an. Er wurde 1985 stellvertretender Vorsitzender,  war von 1989 bis 2013 Vorsitzender des „Freunde von Neve Shalom Wahat al-Salam e.V.“ und blieb danach – bis zu seinem Tode – Ehrenvorsitzender. Zugleich war er seit ihrer Gründung Vorsitzender der von ihm initiierten Bruno-Hussar-Stiftung.

Sowohl in seiner Arbeit im Jugendaustausch als auch in seinem Einsatz für die Bildungseinrichtungen des Friedensdorfes wurde er zu einer Institution. Sein Handbuch über den deutschen Jugendaustausch wurde zum Standardwerk. Eine ganze Generation von Multiplikatoren bildete er fort und brachte sie mit Gesprächspartnern in den Zielländern zusammen. Viele von ihnen reisten mit ihm auch nach Neve Shalom.

Hermann Sieben wusste: Frieden und Versöhnung entstehen nicht von selbst. Er wusste Menschen dafür zu begeistern und eröffnete ihnen konkrete Möglichkeiten, sich – ihren Fähigkeiten und Qualifikationen entsprechend – zu engagieren. So wurde er zum Pionier der doppelten Solidarität mit Juden und palästinensischen Arabern in Deutschland.

Er wusste auch: So gut pädagogische Arbeit auch sein mag – ohne die notwendigen materiellen Voraussetzungen ist ein langfristiger Erfolg kaum möglich. So sorgte er durch sein unermüdliches und unerschrockenes Werben für das Friedensdorf und dank der von ihm erwirkten Hilfe durch Stiftungen und Kirchen, durch Bundesländer, Städte und Gemeinden und nicht zuletzt auch durch Einzelspender nicht nur dafür, dass die Bildungsinstitutionen in Neve Shalom • Wahat al-Salam ihre friedenspädagogische Arbeit tun und weiterentwickeln konnten.

Er erreichte zusätzlich, dass das Gästehaus gebaut und 1992 eingeweiht werden konnte. Dort konnten fortan sowohl Teilnehmergruppen von Workshops und Kursen des Begegnungs- und Fortbildungszentrums „School for Peace“ übernachten als auch andere Gäste – zugleich eine Einkommensquelle und ein wichtiger Arbeitgeber für das Dorf. Auf seine Initiative hin konnte einige Jahr später auch das Volontärshaus gebaut und eingeweiht werden.

Besonders lagen Hermann Sieben die Grundschule und  die „School for Peace“ am Herzen. Mehrfach kam er dem Dorf buchstäblich als Ein-Mann-Feuerwehr zu Hilfe. So half er der Grundschule aus einer bedrückenden Schuldensituation wegen der hohen Transportkosten für die damals ca. 85% externen Schulkinder: Er organisierte die Finanzierung von zwei großen Schulbussen, die der Grundschule dann etliche Jahre für den Transport zur Verfügung standen.  – Während der Pandemie sorgte er über die Bruno-Hussar-Stiftung dafür, dass die School for Peace für die Unterkunft von TeilnehmerInnen an Präsenz-Workshops bezahlen und das Gästehaus zugleich ökonomisch überleben konnte.

Unzählige Stunden seines Lebens hat Hermann Sieben seiner vollkommen ehrenamtlichen Arbeit für Neve Shalom • Wahat al-Salam gewidmet. Wie groß seine Leistung als Förderer des Friedensdorfes war, wurde uns erst richtig klar, als wir ihn 2013 als Vorsitzenden unseres Vereins verabschiedeten und die Überweisungen des Vereins an die Bildungseinrichtungen noch einmal anschauten. Was wir entdeckten, war unglaublich: In den 28 Jahren seines Vereinsvorsitzes hatte Hermann mehrere Millionen Euro an Spenden gesammelt.

Hermann Sieben wurde am 26. Januar 2023 in St. Augustin bei Bonn beigesetzt.

In großer Dankbarkeit und tiefem Respekt

„Freunde von Neve Shalom • Wahat al-Salam e.V.“                                                                             

Ulla Philipps-Heck (Vorsitzende) – 27.01.2023

Black Hebrew Israelites

Einen ausführlichen und lesenswerten Essay von Natalie Meinert zur dieser „Bewegung“, die „durch Prominente wie Kanye West mediale Aufmerksamkeit“ erhält, findet sich auf den Portal „Die Eule [„Nachrichten und Meinungen zu Kirche, Politik und Kultur“]. „Schnell werden warnende Antisemitismus-Rufe laut. Doch ganz so einfach ist es nicht“, heißt es im Einleitungstext.

Bild aus dem Beitrag: Montage (Kanye West: Cosmopolitan UK, Wikimedia Commons, CC BY 3.0; Demonstration der Israelite Church of God in Jesus Christ, Werbematerial)

Das Ding ist rund – auch in Katar?

Ein Beitrag auf qantara.de von Stefan Nestler

Die WM und der Nahostkonflikt: Israelisch-palästinensischer Konflikt auch in Katar präsent

„Anfeindungen gegen israelische Medienschaffende, die Fahne der Palästinensergebiete auf den Straßen und in den Stadien – auch hier zeigt sich, dass die Fußball-WM in Katar nicht unpolitisch ist. Von Stefan Nestler und dem Deutsche Welle-Team in Katar

Siehe auch die Buchbesprechung zu Das rebellische Spiel. Die Macht des Fußballs im Nahen Osten und die Katar-WM vonvon Birte Rodenberg