Rede an Europa

Omri Boehms Rede auf dem Wiener Judenplatz

Der israelisch-palästinensische Konflikt hat Europa zutiefst erschüttert. Die höchst unterschiedlichen Reaktionen der europäischen Staaten haben historische Wurzeln. Während der deutsche Verfassungspatriotismus als Versuch gedeutet werden kann, Verantwortung für den Holocaust zu übernehmen, ist das Selbstverständnis von Ländern wie Frankreich von ihrem kolonialen Erbe geprägt. Dieses schon lange bestehende Spannungsverhältnis zwischen zwei historisch gewachsenen Positionen wird im Zuge der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zunehmend explosiv. Die ansonsten einende Geschichte droht die Europäische Union zu zerreißen. Nach dem Historiker Timothy Snyder und der Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk wird sich der Philosoph Omri Boehm in der dritten „Rede an Europa“ den brisanten Fragen widmen, warum der israelisch-palästinensische Konflikt eine Gefahr für die europäische Identität darstellt und wie eine Verfassungskrise der Europäischen Union abgewendet werden kann.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Institut für die Wissenschaften vom Menschen

Aufzeichnung der Rede mit eingeblendetem Text der Rede zum Mitlesen

Die öffentliche Meinung in Israel nach dem 7. Oktober

Digital: Prof’in. Tamar Hermann im Gespräch mit Jörn Böhme (NIF) über nationale und internationale Aspekte. Anmeldung

Sprache: Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche | Online via Zoom & Livestream

Die Kunst der Kalligraphie

Neue Ausstellung von Shahid Alam – „In der Ausstellung begegnen wir in der Ästhetik der arabischen Schrift und islamischen Kalligraphie in diesem Medium in ganz neuer Weise heiligen Texten aus dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Wir werden eingeladen, uns Unvertrautem zu öffnen und das Vertraute der eigenen Tradition neu zu sehen. Lesungen und Vorträge zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bedeutung, Rezeption, Auslegung und Umgang mit den heiligen Schriften der drei Religionen auf.“

Domberg Akademie Freising

Im Kleinen das Große zeigen

Zum Tod des Regisseurs Michael Verhoeven (1938-2024)
Ein Beitrag auf BR-Mediathek

Screenshot Michael Verhoeven BR

Ein Nachruf Daniel Kothenschulte in der Frankfurter Rundschau

1. Frankfurter Auschwitz-Prozeß

Vor 60 Jahren – zwischen 1963 und 1965 – fand der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozeß statt. Die Prozeßakte und die Tonbänder dazu bewahrt das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.

Als bedeutendes Zeugnis für die justizielle Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen wurden die im Hauptstaatsarchiv befindlichen Prozessunterlagen 2017 durch die UNESCO als Weltdokumentenerbe ausgezeichnet.

Das Hauptstaatsarchiv stellt den Auschwitz-Prozeß in den Mittelpunkt einer Posterausstellung der UNESCO zum Weltdokumentenerbe, die durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum vielfältigen Weltdokumentenerbe mit Schwerpunkt auf Hessen begleitet wird.

Eröffnung: 30. April 2024, 18:00 Uhr – Vernissage mit öffentlichem Vortrag
Dr. Nicola Wurthmann, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
„Das Weltdokumentenerbe des Hessischen Landesarchivs:
Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 – 1965″



			

TranscenDANCE

Und zum Künstler … (taz vom 10. April 2024)

Für Kurzentschlossene …

Igal Avidan liest am 16. April aus seinem Buch

»… und es wurde Licht!«
Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel.

„Gute Nachrichten sind selten eine Meldung wert – (…) dabei gibt es sie, und sie sind nachzulesen in diesem Buch, das rechtzeitig zum 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels erschienen ist. Der israelische Journalist und Autor Igal Avidan berichtet, entgegen der üblichen Fernsehbilder, aus einer bewegten Gesellschaft, in der Juden und Araber längst ein Zusammenleben gefunden haben, das den Vorstellungen von ewigem Hass (…) nicht entspricht. Eine friedliche und zugleich brüchige Co-Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel. (Text: Berenberg Verlag)

Mehr zum Buch


Art Spiegelman

‚Maus‘ oder die Hölle von Auschwitz – Der Kult-Comic von Art Spiegelman
Arte Mediathek

Eine Shoa-Geschichte in Comicform? „Maus – Geschichte eines Überlebenden“ von Art Spiegelman thematisiert erstmals die Schoah in der Mainstreamkultur und gilt bis heute als Meilenstein in der Geschichte des Comics. In „Maus“ erzählt Art Spiegelman die Geschichte seines Vaters, eines polnischen Juden, der Auschwitz überlebte und anschließend in die USA emigrierte.

Das Erscheinen der beiden „Maus“-Bände von Art Spiegelman in den Jahren 1986 und 1991 glich einer kleinen Revolution: Erstmals wurde die Shoa in einem Comic thematisiert. Art Spiegelman erzählt darin die Geschichte seines Vaters Wladek, eines polnischen Juden, der das Vernichtungslager überlebte und nach dem Krieg in die USA auswanderte.
Der (auto-)biographisch und historisch angelegte Comic war eines der ersten Werke eines Vertreters der „zweiten Generation“, deren Eltern die Shoa überlebten. Art Spiegelman thematisierte darin die Bedeutung von Zeitzeugenberichten für die Traumaverarbeitung nachfolgender Generationen, noch bevor sich Historiker der Frage annahmen. Damit demonstrierte er auch die dokumentarische Macht des Genres.
Keine Frage – mit „Maus“ hat Art Spiegelman die Comicgeschichte geprägt und das Genre um eine ganz neue formelle Freiheit bereichert. Der Comic gilt seit „Maus“ als vollwertige literarische Gattung, der einem Roman oder einem Film in nichts nachsteht.

Regie. Pauline Horovitz – Frankreich 2024

Wer „darf“ was noch sagen?

Hanno Hauenstein im Gespräch (veröffentlicht in der Frankfurter Rundschau) mit der von der Universität Köln ausgeladenen US-amerikanischen Philosophin Nancy Fraser – der Präsident der Universität, der die (seine) Ausladung übermittel hat, ist übrigens auch der Präsident des DAAD …

Screenshot Frankfurter Rundschau

Wichtiger denn je!

Oint Memorial Day 12. Mai 2024