Bleibt es beim status quo?

Trotz aller (oder wegen?) aller heiligen Zeiten, prägt wieder einmal Gewalt die Situation in Jerusalem, und nicht allein dort. Aber in Zeiten wie diesen steht alles in Frage. Ist es klug in dieser Zeit den staus quo, der bislang ein fragiles Konstrukt aufrecht erhalten hat, auch in Frage zu stellen? (Aber wer sagt, das Politik klug handelt?)

Hier eine Stimme aus Jordanien (sic), die einen kritischen Blick auf die Entwicklung wirft: Daoud Kuttab fragt in Arab News: Want quiet in Jerusalem? Respect the status quo

Mitten in Jerusalem – heute…

Eine Regierung in der Krise, apokalyptische Phantasien, Opfervisionen, Gewalt und Gebet – Tage, die alles möglich werden lassen …

Und zwischen allen Stühlen, die arabischen Parteien in Israel, von den einen zur Rückzug aus „dieser“ Regierung aufgefordert, von den anderen mitgedacht als parlamentarisches Sicherheitsnetz über das Überleben in einer Regierung…

In einem Kommentar auf Haaretz schreibt Carolina Landsmann dazu: „In Israel, Arab Politicians Are Only Legitimate if Netanyahu Says So“

liveuamap.com

Live UniversalAwareness Map – Israel und Palästina

EIn Zugriff auf unterschiedliche Nachrichten, visuell zugeordnet auf einer Landkarte!

Aus der Selbstdarstellung der Verantwortlichen:

„Live Universal Awareness Map (“Liveuamap”) is a leading independent global news and information site dedicated to factual reporting of a variety of important topics including conflicts, human rights issues, protests, terrorism, weapons deployment, health matters, natural disasters, and weather related stories, among others, from a vast array of sources. We are passionate about what we do and are energized by the positive impact we bring, as demonstrated by the loyalty and recommendations of our growing viewers across the globe.“.

Erneuerung

Jerusalemer Auferstehungskirche: Renovierung in der ‚Grabeskirche‘ geht weiter

Fünf Jahre nach Abschluß der Arbeiten an der Grabkapelle geht die Restaurierung in ihre nächste Phase. In den kommenden Jahren soll der Fußboden samt Infrastruktur wiederhergestellt werden.

Hier ein Bericht auf Radio Vatikan und ein Bericht von Areej Hazboun und Joseph Krauss auf Crux:  Christians find unity in restoring holiest Jerusalem church

Israel: Neue Straßen fürs Westjordanland

Arte zeigt mehr als die Bilder

„Israel investiert viel Geld in neue Schnellstraßen, Tunnel, Viadukte und Parkhäuser im palästinensischen Westjordanland. Das ermutigt immer mehr Bürger:innen Israels, sich in den neuen Siedlungen niederzulassen, denn die sind ja jetzt durch moderne und sichere Straßen mit den großen Städten im Kernland verbunden. 

Diese Straßen sind auch die Antwort auf Israels Bevölkerungszuwachs. Die meisten Israelis leben in Tel Aviv und Jerusalem, und in diesen Ballungsgebieten wird es allmählich eng. Also bauen sie die Siedlungen im Westjordanland aus. Doch allmählich gleicht das Ganze immer mehr einer schleichenden Übernahme der Palästinensergebiete.“

Eine sehr wichtige Arte-Reporte, die anschaulich macht, wie durch die Infrastrukturpolitik der Regierung die israelische Herrschaft über Territorium des Westjordanlandes und jenseits eines zwei-Staaten-Models systematisch ausgedehnt und dauerhaft fermentiert wird.

Zeit gekauft – Blick auf Sheikh Jarrah

Zwangsräumung von Palästinenser:innen ausgesetzt

Die Lage von palästinensischen Familien in Ostjerusalem, die von Räumungen bedroht sind, könnte sich entspannen. Laut einem Urteil dürfen die Bewohner:innen vorerst bleiben – so lange bis die Eigentumsrechte geprüft sind – ein Verfahren, daß sich lange hinziehen kann und damit prinzipiell Möglichkeiten für eine politische Regelung eröffnet… ob diese gewollt sein wird, muß sich zeigen.

Hier der Bericht von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv, auf tagesschau.de.

Welche Chancen hat die Idee?

The Beilin-Husseini Holy Land Confederation Plan (February 21, 2022)

Auf der Seite von Peace Now finden sich „klare Antworten auf schwierige Fragen“ mit Yossi Alpher.

Ab 1. März …

… ist die Einreise über Tel Aviv wieder (uneingeschränkt) möglich …

„As Omicron wave wanes, Israeli government decides to admit foreign citizens of all ages, regardless of vaccination status, subject to virus testing.

Sheikh Jarrah

Statement of the Humanitarian Country Team
on the imminent eviction of the Salem Family in Sheikh Jarrah in East Jerusalem

Joint Statement

United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs
occupied Palestinian territory

Jerusalem, 18 February 2022

Today, representatives of the Humanitarian Country Team in Palestine, comprising United Nations Agencies and international and Palestinian NGOs, met with the Salem family in the occupied East Jerusalem neighbourhood of Sheikh Jarrah. The family of 12, including six children and the elderly mother, Fatima Salem – all of whom are Palestine refugees – faces eviction during March from their family home of 70 years.

The announcement of the scheduled eviction has recently raised tension in the Jerusalem neighbourhood, with clashes involving Palestinian residents, Israeli settlers, and Israeli Security Forces resulting in property damage, multiple injuries and arrests, including the arrest of eight children since Friday 11 February. The Salem family itself and their neighbours have been subject to attacks with pepper spray and stones resulting in injury and property damage.

The Salem family is one of 218 Palestinian families, comprising 970 individuals, including 424 children, living in East Jerusalem, mainly in the neighbourhoods of Sheikh Jarrah and Silwan, that are currently facing the threat of forced eviction by the Israeli authorities.

The United Nations has repeatedly called for a halt to forced evictions and demolitions in the occupied West Bank, including East Jerusalem: under international humanitarian law, forcible transfers of protected persons by the occupying power are forbidden regardless of their motive.

Active steps must be taken to de-escalate the situation before another crisis erupts; we urge all political and community leaders to refrain from provocative action and rhetoric. Israeli authorities must take steps to ensure the protection of civilians, including Palestine refugees.

For more information, please contact Ofir Feuerstein at feuerstein@un.org

Palestine UNSETTLED

Kunst und Widerstand – Über die Arbeit und die Veröffentlichungen des in Jerusalem geborenen und in Berlin lebenden Künstlers Steve Sabella

Palestine UNSETTLED | Steve Sabella