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Instagram: Soviel zur Spannung von Freiheit der Meinungsäußerung und dem Schutz vor Haß und anderem…

In der Tat: Forensik allein reicht nicht

Die Berliner Zeitung hat zur Debatte um den Tod der palästinensisch-US-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh einen lesenswerten Beitrag des Tel Aviver Wissenschaftlers Gal Hertz veröffentlicht:

„Wer hat Shireen Abu Akleh erschossen? Aus der forensischen Perspektive werden wir es womöglich nie erfahren. Aber wenn wir über die politischen Bedingungen nachzudenken und wie sie einen Raum der Gewalt formen, können wir eine Antwort finden. Shireen ist nicht das erste und wird leider auch nicht das letzte Opfer eines Konflikts sein, der so lange nicht gelöst werden kann, wie unsere politische Vorstellungskraft auf Ballistik beschränkt ist.“

– Gerade an einem Tag wie heute, der in Jerusalem Macht statt Respekt, Emotion statt Vernunft auf den Straßen sieht, nachdenkenswerte Worte.

Das Heilige Land – ein realer Ort?

BILDER VON PALÄSTINA – Ein Workshop mit Irit Neidhardt
Autorin, Kuratorin und Referentin

Ein Ibn Rushd Workshop – Anmeldung

Samstag 4. Juni 2022 von 10.00-17.00 Uhr in den
Interkulturanstalten, Ulmenallee 35, Berlin-Westend

Von Palästina haben alle ein Bild, sei es photographisch, filmisch, politisch, religiös oder eine ganz private Erinnerung. Bilder aus oder über Palästina sprechen viele Menschen emotional an. Wenn Palästina bei privaten oder gesellschaftlichen Zusammenkünften zur Sprache kommt, verlaufen Debatten meist hitziger als Gespräche über andere Länder.

Woher rührt der enge Bezug und was hat er mit den Bildern zu tun, die uns umgeben?

Anhand von Bildern, die hauptsächlich vor der Nakba, der Vertreibung und Flucht der Palästinenerser:innen 1948, entstanden sind, geht es in dem Workshop um die Frage, wer Palästina wann und zu welchem Zweck dargestellt hat. Es geht um christlich- religiöse Photographie ebenso wie um britisch-koloniale und zionistische Bilder sowie palästinensische Alltags- und Pressephotographie

Kairoer Treffen

Vollversammlung des Mittelöstlichen Kircherates tagte vom 16.-20. Mai 2022 zum ersten Mail in Ägypten

Im Gegensatz zum Weltkircherat in Genf sind im MECC alle Zweige der christlichen Familie Vollmitglieder, also auch die Kirchen in Einheit mit Rom. Der koptische Papst Tawadros II., der das Treffen als Gastgeber leitete, begrüßte so Vetretungen von 21 Kirchen des Nahen und Mittleren Ostens, unter ihnen 17 Patriarchen, darunter etwa den Chaldäischen Primas, Louis Raphael Card. Sako, den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, Mor Ignatius Aphrem II., Syrisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien, Johannes X., Griechisch-orthodoxer Patriarch von Antiochia und dem Ganzen und Ibrahim Azar, den evangelischen Bischof von Jerusalem.

Die Schlußerklärung der 12. Generalversammlung findet sich hier, (der Beitrag bietet eine Reihe interessanter Photos), darin heißt es unter anderem:

“The General Assembly called for:
A- Renouncing violence and fanaticism in all kinds and forms, rejecting extremism, terrorism, exclusion and discrimination based on religion, race, color, gender, and others.
B- Solidarity with the marginalised and vulnerable, refugees and displaced persons, and an appeal to officials and the international community to work for their return to their land.
C- Respecting freedom of belief, consolidating the values of citizenship and a common life with our Muslim brothers with whom we share mutual respect.
D- Supporting churches and believers in Jerusalem, the duty to preserve the holy places, and reminding the international community and the peoples of the world of the importance of strengthening Christian presence in the City of Peace.
E- Urging officials and decision-makers to work hard to address the crises rampant in various countries of our Middle East region, especially the deteriorating economic situation, in order to put an end to the suffering that burdens peoples, which requires a pause of conscience to uphold common interest above all considerations.

Bericht auf PIME – Asia News, Vatican News und der Weltkirchenrates.

Zum Tod der Journalistin Shirin Abu Akle

Ein aktuelles Beispiel aus der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung vom 13. Mai 2022

Hier zwei Screenshots der online Ausgabe 19:31 Uhr und 22:55 Uhr


Hier der Link zum Artikel in der SZ.

Wie ‚tickt‘ es in der palästinensischen Gesellschaft?

Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR)

„The public favors a neutral stand in the Russian war against Ukraine even as slightly more people blame Russia for starting the war; closer to home, Israel-PA “confidence building measures” are increasingly viewed favorably even as two-thirds share the view that Israel is an apartheid state; and domestically, ten months after the Israel-Hamas War, Fatah’s popularity returns to its pre-May 2021 level despite the fact that almost three quarters continue to demand the resignation of president Abbas“

Hier die Zusammenfassung.

Die ‚Heiligen Stätten‘ und ihr Schutz

König Abdullah II. bekräftigt Verantwortung des Königshauses für den Schutz der christlichen und muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem

Das jordanische Königshaus werden künftig mit noch größerem Nachdruck und Entschlossenheit ihre historische Verantwortung für den Schutz und die Bewahrung der christlichen und islamischen Heiligen Stätten in Jerusalem wahrnehmen, damit Christ:innen und Muslim:innen an diesen Orten weiterhin ihre Riten und Liturgien frei ausüben können, ohne durch einseitige Maßnahmen und ‚Politik der Tatsachen‘ eingeschüchtert und behindert zu werden, die die Regeln verletzen und das Zusammenleben der Glaubensgemeinschaften in der Heiligen Stadt untergraben.

König Abdallah II. selbst bekräftigte die historische Verantwortung für den Schutz, den das jordanische Königshaus für die muslimischen und christlichen Heiligen Stätten in Jerusalem ausübt. Er tat dies am Montagabend, den 25. April, während des offiziellen Fastenbrechens im Al-Husseiniya-Königspalast in Amman, an einem der letzten Tage des muslimischen heiligen Monats Ramadan, an dem hochrangige Vertreter der christlichen und islamischen Gemeinden aus Jerusalem teilnahmen.

An dem Bankett nahmen unter anderem der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, und Scheich Muhammad Hussein, Großmufti von Jerusalem, sowie der jordanische Kronprinz Al Hussein bin Abdullah. teil.

In den letzten Wochen waren die Spannungen und Zusammenstöße rund um die christlichen und muslimischen Heiligen Stätten in der Altstadt von Jerusalem erneut eskaliert. In der vergangenen Woche kam es dabei zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Muslimen und israelischen Polizeikräften auf dem Tempelberg/Haram ash-Sharef in Jerusalem, während das Griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem die von Israel verhängten Beschränkungen bedauerte, die die Zahl der Gläubigen in und um die Auferstehungskirche am 23. April, dem Karsamstag, dem Tag, an dem die traditionelle Zeremonie des Heiligen Feuers zu Beginn der Osternacht stattfindet, und am 24. April, für die Kirchen, die dem julianischen Kalender folgen, begrenzen.

Wie jordanische Medien berichten, soll König Abdallah während des Abendessens am Montagabend bestätigt haben, daß Jordanien sich mit anderen arabischen politischen Führern abstimme, um gegen alle Verstöße vorzugehen, die das Zusammenleben der verschiedenen Glaubensgemeinschaften in der Heiligen Stadt gefährden. Dieses empfindliche Gleichgewicht wurde in diesem Jahr umso deutlicher, als der islamische heilige Monat Ramadan und das christliche Osterfest und jüdische Passahfest im selben Zeitraum stattfanden. Während des offiziellen Fastenbrechens – so jordanische Medien weiter – habe der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, erklärt, daß die Verbundenheit des Königs und des Königshauses mit Jerusalem international anerkannt und geschätzt wird. Dabei habe er betont, daß die Stimme des Königs ein wichtiger Bezugspunkt angesichts der periodisch wieder aufflammenden Spannungen um die Heiligen Stätten Jerusalems sei.

Unterdessen stimmte am Montag, den 25. April, das jordanische Parlament für eine Verschärfung des Strafmaßes für Straftaten, die gegen religiöse Überzeugungen oder Gefühle verstoßen. Die Mindeststrafe für diese Straftaten beträgt nun vier Monate Haft (bisher drei Monate) und eine Geldstrafe von bis zu 500 jordanischen Dinar (bisher höchstens 20 Dinar).

(Vgl. Nachricht auf Fides)

Zu den Kommunalwahlen in der Westbank

Reflections on the Palestinian Local Elections with Fadi Quran 


Fadi Quran joins host Yara Hawari to discuss the main outcomes of the recent Palestinian local elections and the historical role of municipalities in Palestine.

Alshabaka Podcast

Starke Frauen…

Auch wenn es noch andere gute Dinge gibt, die man:frau am 1. Mai tun kann, wer in Berlin sein sollte / nach Berlin kommen will:

Jahresfest des Jerusalemsvereins am 1. Mai 2022

Das Jahresfest findet am 1. Mai 2022 in der Passionskirche (Berlin-Kreuzberg) statt. Nach dem Festgottesdienst (11.30 Uhr) beleuchtet der Festnachmittag (14.00 bis 17.30 Uhr) das Thema „Starke Frauen“ mit Gästen aus Nahost.Der Jerusalemsverein lädt herzlich zu seinem 169. Jahresfest am Sonntag, den 1. Mai 2022 ein. In diesem Jahr sind wir zu Gast in der Passionskirche, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg.


Der Festgottesdienst beginnt um 11.30 Uhr. Es predigt Pfarrerin Barbara Deml, die stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerkes und Landeskirchliche Pfarrerin für Ökumene und Weltmission.

„Starke Frauen“ ist das Thema des Festnachmittags (14.00 bis 17.30 Uhr). Über dieses  Thema sprechen Rania Salsaa, Lehrerin in Talitha Kumi, und Sally Azar, Vikarin der ELCJHL in Berlin-Frohnau, Moderation: Sybille Möller-Fiedler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Jerusalemsvereins.


Bischof Sani Ibrahim Azar berichtet über die Situation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) und Schuldirektor Matthias Wolf über aktuelle Entwicklungen in Talitha Kumi. bDas Berliner Orient-Ensemble wird den Festnachmittag musikalisch begleiten.

Mitten in der aufgeheizten Stimmung

Israelische Autoritäten beschränken den Zugang zu den orthodoxen Osterfeierlichkeiten in der Altstadt

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat hat gegen die Entscheidung, die Zahl der Teilnehmenden an den Zeremonien, u.a. des Heiligen Feuers zu beschränken, protestiert:

„The Church in Jerusalem states that having access to churches in the Old City, especially during the Easter holidays „has become increasingly difficult in recent years“, and „that there is no justification” for the additional restrictions put into place this year. The Patriarchate “affirms its explicit, clear and complete rejection of all restrictions,“ and declares openly that they are „fed up with police restrictions on freedom to worship and with its unacceptable methods of dealing with the God given rights of Christians to practice rituals and have to access their holy sites in the Old City of Jerusalem.”

Eine öffentliche Petition, angestoßen von Sabeel, soll zumindest den Protest sichtbar machen.