Frieden – jenseits des Jordan

Während 2020 als ‚Jahr des Friedens‘ mit dem Golf in Erinnerung bleiben wird, sollte nicht vergessen werden, daß dieser Frieden Gaza und das Westjordanland noch nicht erreicht hat.
Parallel zu den Friedensverträgen am Golf verloren in diesem Jahr annähernd 900 Palästinenser*innen im Rahmen von Zerstörungen durch das israelische Militär ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage. 

Hierzu das Statement von OCHA, vertreten durch Yvonne Helle.

18-35 | Young Adult Summit

Intersections of Faith and Advocacy
A Focus on Peacebuilding in Israel-Palestine

Samstag, 14. November 2020 (11:00 a.m. – 3:00 p.m. EST) Webinaranmeldung

Zu den Redner/innen gehören
Dr. Mae Elise Cannon (Churches for Middle East Peace)
Rev. Dr. Munther Isaac (Bethlehem Bible College),
Carla Montilla Jaimes, Morghan Cyr, and Josh Curtis (J Street).

CMEP1835 engages young adults and university students around the country through educational regional summits as well as advocacy summits in Washington D.C. These events focus on promoting holistic U.S. policies toward the Middle East, with a focus on advocacy around Israel/Palestine. At a CMEP1835 Summit you will learn from thought leaders advocating for the just resolution to conflicts in the Middle East, and gain tools to engage with your elected officials on these issues. The journey to justice and peace across the Middle East requires the effort and unity of voices from all kinds of advocates, especially those ages 18-35!

Weitere Informationen:
Heather Parker, Outreach Manager, at heather@cmep.org

The Next Stage: Menachem Kleins Analyse

Palestine–Israel: The Next Stage – so lautet der Titel einer außerordentlich lesenswerten Analyse von Menachem Klein, die dieser Tage im Magazin Logosa journal of modern society & culture erschienen ist.

„Struggle for equality calls to build a big tent of all ethnic discrimination victims and opponents living in Mandatory Palestine. Beyond restructuring Israeli political opposition by bridging the sharp division to Jewish and Arab opposition parties, West Bank and Gaza Strip officials and civil society activists have to change their minds.“

Klein rekapituliert die historische Entwicklungen seit der Mandatszeit, fragt nach dem Scheitern verschiedener Optionen und richtet den Blick auf die Perspektiven einer kollektiven Selbstvergewisserung und (einer nötigen neuen Selbtorganisation) der palästinensischen Seite ebenso, wie auf die Fragen, die sich das zionistisch-israelische Lager angesichts der (eigenen) de-facto-Herrschaft über die Palästinenser ohne deren rechtliche Gleihheit stellen muß:

“ … calling for equality does not necessarily negate the two state solution. Political equality can be realized in a state of all its individual citizens, or in a joint state of its two Jewish and Arab nationalities, in a confederation between two states or in two fully independent states each enjoying self-determination right and equal international status.“

Mit immer mehr Waffen zum Frieden in der Region?

Immer neue Rekorde im Waffenkauf im Nahen Osten – Neue Zahlen veröffentlicht von der britischen Regierung. Middle East Eye hat die Zahlen aufbereitet: In den letzten zehn Jahren hat der Nahe Osten mehr Geld für ‚Verteidigung‘ ausgegeben, als jede andere Region in der Welt!

https://www.middleeasteye.net/sites/default/files/defence%20imports%20by%20region.png

Zum vollständigen Bericht hier.

Kalender Oktober 2020

Photo: Felix Koltermann

Muslimischer Friedhof an der Mittelmeerküste im südlichen Teil von Jaffa. Lange Zeit war das Viertel heruntergekommen und sich selbst überlassen,
bis das Peres Center for Peace am Rand des Friedhofs seine Zentrale baute. Heute ist der Friedhof von gentrifizierten Wohnbauprojekten umrahmt.

Zum fünften Mal erscheint in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen.

Für das Jahr 2020 lädt uns der Kommunikationswissenschaftler und Photograph Felix Koltermann ein, in den Landschaften Israels und Palästinas ‚zu lesen‘ und über deren Bedeutung in der Vergangenheit wie der Gegenwart zu nachzudenken.
Die hier gezeigten Bilder sind bei verschiedenen längeren Aufenthalten in der Region zwischen 2006 und 2015 entstanden.

Ein paar wenige Exemplare des Kalenders sind beim Verlag noch erhältlich.

Auch ein Splitter der Beziehungen im Dreieck

Das Wort (und die Wirklichkeit dahinter) Kolonialisten hat heute zu Recht keinen guten Klang. Wie eng oder weniger eng der Bezug zu ‚Kolonisten‘ ist, lohnt sich zu studieren. So lohnt es sich auch einmal solche Erinnerungen und Aufbereitungen zu lesen, wie sie Internetseite Deutsche Kolonisten bietet, hier zum Stichwort: Palästina. Ohne hier allem zuzustimmen enthält die Seite interessante historische Facetten.

Achtungszeichen

Fortgesetzte deutsch-französische Kooperation

Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs trafen am Donnerstag, 24. September 2020, ihre Kollegen Ägyptens und Jordaniens und bekräftigten, daß sie zu den Beschlüssen der Vereinten Nationen zur Regelung des Israel-Palästina-Konfliktes und der Arbeit der VN-Unterorganisationen in Nahost stehen. Die Hauptakteure waren erwartungsgemäß nicht präsent. Die veröffentlichte Erklärung ist dennoch als eine deutliche Positionierung der Interessen der beiden zentralen europäischen Staaten zu werten.

75 Jahre Vereinte Nationen – Der Konflikt ist noch da

Das Dreieck Palästina – Israel – Vereinte Nationen war schon seit seinen Anfängen eine vorbelastete und komplizierte Beziehung. Mehr Konfliktmanagement, weniger lösungsorientiert; so stellen die VN seit manchesmal eher einen weiteren Konfliktfaktor dar und weniger ein konstruktives und beschwichtigendes Element. Zeit Online mit einer kurzen Geschichte der Vereinten Nationen zum 75. Jahrestag.