Ein Beitrag von Fanny Oz-Salzberger auf Qantara.de (Zuerst: Ein neues Israel, Internationale Politik, Mai 2026)
Ein Zitat daraus:
„Ein neuer Naher Osten mag in der Entstehung begriffen sein. Die dringlichere Frage ist aber, ob damit auch ein neues Israel entsteht – und ob dieses Israel auf lange Sicht demokratisch bleiben wird. Sollte das nicht geschehen, dann wird es von keinem militärischen Sieg aufgewogen werden können.“
Im OS-Teil der Berliner Zeitung erschien gerade ein Beitrag zur Einschätzung des Wahlverhaltens der „russischen Community“ – in all ihrer Heterogenität – durch Lilly Galili (Tel Aviv), auch ein guter Einstieg für unseren nächsten DienstagZoom am 7. Juli zu den kommenden Knessetwahlen.
Israelis who won’t join the army straight out of high school tell Haaretz why October 7 – and the massive Israeli military response to it – was a major catalyst in their decision, and why they are not persuaded by arguments of peace through violence | Linda Dayan
Israel is one of the ten largest arms exporters in the world and is a leading exporter of surveillance technologies. Its arms exports have grown significantly in the past two years as European and Asian states rearm. Some commentators have linked Israeli arms exports to alleged human rights violations committed by the recipient countries. This, despite the establishment in 2007 of a domestic export licensing regime, and a growing array of international norms binding Israel and concerning state, individual and corporate responsibility. Professor Davidson will provide an overview of the history, economics and geopolitical aspects of Israeli arms exports, including the role of US assistance. She will then discuss Israel’s regulation of arms exports, highlighting weaknesses in human rights protection, including a lack of transparency, institutional concentration of powers, individualized risk assessment, and judicial deference to the executive. She will argue that the Israeli regulatory approach exemplifies the weaknesses of the dominant model of arms export regulation embodied in international law and in the domestic law of leading arms-exporting democracies.
About the Speakers
Natalie Davidson is an Associate Professor at Tel Aviv University’s Buchmann Faculty of Law, where she is also Vice-Dean for Teaching. She researches and teaches International Law, Constitutional Law, and Law and Society, focusing currently on the regulation of the global arms trade and authoritarian uses of law. She directs the team of Israel reporters for the Oxford Reports on International Law in Domestic Courts. She is a member of the Forum on the Arms Trade, an international network of experts on the humanitarian, economic and other implications of the global trade in arms.
Richard Steinberg (moderator) is the Jonathan D. Varat Endowed Professor of Law and Professor of Political Science at UCLA, where he writes and teaches in the areas of international law and international relations, with a focus on international economic law, international criminal law, and human rights. He is a Member of the Council on Foreign Relations, a Member of United States Trade Representative’s Trade and Environment Policy Advisory Committee, Chair of the International Trade Law Committee of the American Branch of the International Law Association, Director of Trade Policy Research at the Berkeley Roundtable on the International Economy (BRIE) at UC Berkeley, and Editor-in-Chief of the award-winning http://iccforum.com/.
Ein Beitrag von Katharina Köhler im Tagesspiegel über die Organisation Standing Together, auf die an dieser Stelle schon gelegentlich hingewiesen wurde [- und quasi auch als Hinweis auf die nächste (verspätet erscheinende) Ausgabe unserer Zeitschrift israel & palästina, die Standing Together zum Thema haben wird.]
Unabhängige Presse zu Israel und Palästina | 03.06.2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Die Pressefreiheit in Israel wurde in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt: Journalist*innen werden bei ihrer Arbeit behindert, kritische Stimmen werden an den Rand gedrängt und unabhängige Medien stehen unter Druck. Im kürzlich veröffentlichten Index zur Pressefreiheit 2026 von „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) belegt das Land Platz 116 (ein Rückgang um 4 Plätze gegenüber 2025). Gleichzeitig geben die meisten israelischen Medienhäuser die Narrative der Regierung weitgehend wieder, anstatt sie kritisch zu hinterfragen – was angesichts des genozidalen Angriffs Israels auf den Gazastreifen und der verheerenden Zerstörung palästinensischen Lebens, die Israel in Gaza, im Westjordanland und innerhalb Israels verursacht, insbesondere seit Oktober 2023, umso problematischer ist. Dennoch wehren sich unabhängige Medien im Land – durch mutigen Journalismus als Beitrag zur Stärkung progressiver Stimmen im In- und Ausland.
Das “+972 Magazine” ist eine der führenden unabhängigen Medienplattformen in Israel und Palästina, auf der israelische und palästinensische Journalist*innen gemeinsam für ein Millionenpublikum berichten. Sie widersetzen sich dem zunehmenden Autoritarismus und der Zensur und setzen sich für fairen und sachlichen Journalismus ein.
Wir sprechen mit unseren Gästen über die großen Herausforderungen und Gefahren, denen Medienschaffende in Israel heute mehr denn je ausgesetzt sind, und welche möglichen Auswirkungen diese Einschränkungen auf die kritische Berichterstattung in Deutschland über die Lage in Israel und Palästina haben.
Unsere Gäste:
Ben Reiff ist stellvertretender Chefredakteur des +972 Magazine, bei dem er seit 2021 tätig ist. Er hat unter anderem für The Guardian, The Nation, New Statesman und Haaretz geschrieben. Er ist Gründungsmitglied des Redaktionskollektivs von Vashti Media, einem linksgerichteten jüdischen Magazin in Großbritannien. Nach mehreren Jahren als Aktivist und Journalist in Israel-Palästina lebt er heute in London.
Alaa Salama ist Redakteur für Audience Development beim +972 Magazine. Alaa ist Autor und Journalist und wurde in Syrien als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie geboren. Er hat einen Master-Abschluss in Israelstudien von der Birzeit-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des christlichen Zionismus und dessen Einfluss auf Politik, Kultur und Literatur.
Dr. Dana Mills ist Leiterin der Abteilung für Ressourcenentwicklung beim +972 Magazine. Dana ist seit fünf Jahren in der israelisch-palästinensischen Zivilgesellschaft tätig, nachdem sie zuvor 15 Jahre lang als Wissenschaftlerin gearbeitet hatte. Sie promovierte 2014 in Oxford und ist Autorin von fünf Büchern, darunter eine Biografie über Rosa Luxemburg.
Moderation: Hanno Hauenstein, in Berlin ansässiger freier Journalist und Autor.
Sprache: English mit Übersetzung Englisch <> Deutsch
MITVIM – The Strategic Reconstruction Forum Policy Series
Reconstruction as a Lever for Political Change: How reconstruction tools canstrengthen Palestinian governance in Gaza and serve as a positive model for the West Bank
[## So sieht es aus, wenn aus dem „progressiven“ Lager auf Gaza geschaut wird … ##]
While the Gaza Strip faces unprecedented destruction, with reconstruction costs estimated at approximately $70 billion, we recognize that the reconstruction process is not merely a humanitarian response, but constitutes a strategic decision point for building a governing alternative to Hamas, which may reshape the entire Palestinian arena.
Mitvim: „We invite you to delve deeper into the conclusions and concrete recommendations appearing in the full document.„