Nie genug der Träume

Am Sonntagabend ging das Middle East Union Festival zu Ende, ein Ende der immer ein Anfang ist…

Hier die Schlußerklärung…

Deklaration der Nahost-Union

Wir verkünden die Gründung der Nahost-Union
im Rahmen von humanem, ökonomischem und sozialem Denken und Verfahren,
welche die Staaten des Nahen Ostens, Nordafrikas sowie die Türkei und den Iran vereinen.

Die Deklaration der Nahost-Union trägt in sich unter anderem die Idee der Wichtigkeit
der Menschen- und Bürgerrechte für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Nahen Ostens.

Das Recht auf eine gleiche und faire Verteilung der natürlichen Ressourcen unter den Staaten der Region, die ohnehin bereits an den Folgen der Klimakrise zusammenbrechen.

Die Nahost-Union wird eine Verfassung schreiben, in der die Rechte, Wünsche und Bedürfnisse aller Mitglieder der Union, einschließlich der Frauen, LGBTQI-Menschen, Kinder und Geflüchteten,
verankert sein werden.

Diese Verkündung macht aber die folgende Frage nicht überflüssig:
Was wäre passiert, wenn der Nahe Osten von den europäischen Mächten nicht erobert worden wäre? Welche Bürgerkriege hätten vermieden werden können, wenn Gebiete nicht nach dem Wunsch europäischer Imperialisten entlang horizontaler, symmetrischer Trennlinien aufgeteilt worden wären? Grenzen, die ohne jegliche humane Logik quer durch Gemeinden, Familien und Kulturen verliefen.

Es gibt eine gewisse europäische Auffassung von der wesentlichen Beziehung zwischen den EU-Staaten: Die Auffassung darüber, wie sich die einzelnen Unionsmitglieder ihren Alltag vorstellen, welche Zukunftsvision sie sich ausmalen, was sie als Einheit motiviert.

Ähnlich bitten auch wir in der Deklaration der Nahost-Union, die Bestrebung nach der Verknüpfung der verschiedenen im Nahen Osten lebenden Communitys nicht aufzugeben.

Diese Vision gemeinsam niederzuschreiben!

Eine Organisation zu begründen, die unsere Ziele vorantreibt, egal ob diese wirtschaftlich oder human sind oder die Zukunft des ganzen Planeten betreffen.

Und mehr an Bildern und Info: The Middle East Union Festival

Logo Middle East Union

Erinnerung ist nicht teilbar, aber mitteilbar

Was ein Baum zu erzählen hat

In der neuen Ausgaben (August 2021) von This Week in Palestine findet sich eine kleiner Essay von Claudette Habesch, die viele Jahre ehremamtliche Präsidentin der Caritas in Jerusalem war. Sie erinnert an ihre Jugend und die ihres verstorbenen Mannes, beide wurden aus Talpiot (Talbiyeh), heute in West-Jerusalem, vertrieben.

This Week in Palestine

Universität!

Anerkennung von Dar al-Kalima (Bethlehem) als Universität – die Krönung vieler Jahre des Engagements, Hoffung ein Gesicht zu geben und eine Adresse – Herzlichen Glückwunsch!

Mehr zum Hintergrund von Dar al-Kalima in unserer Themenausgabe von israel & palästina: 25 Jahre Dar al-Kalima (Heft 2-3/2020)

Ist möglicherweise ein Bild von Torte

Caritas Baby Hospital

Die in Palästina einzige Einrichtung ihrer Art hat auch zu kämpfen …

Hier ein Interview auf der Website von Radio Vatikan.

Zu den Freunden (und hoffentlich Freundinnen) des CBH und zum Träger der Einrichtung.

Einfach mal von oben

Ein ’sehenswerter‘ Bericht auf der Seite https://www.israel21c.org über die Arbeiten des Photographen Roni Kiperman.

Twelf gorgeous views of Israel from above – ‘There is something terribly exciting about seeing places for the first time from above. Everything looks completely different from the sky,’ photographer Roni Kiperman.

The Bahá’í Gardens in Haifa as seen from above.Photo © Roni Kiperman

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Spannender neuer Studiengang

Universität Tübingen auf neuen Wegen

„Theologien interreligiös – Interfaith Studies“ verbindet christliche, islamische und jüdische Theologie – Start zum Wintersemester 2021/22

Logo der Universität Tübingen

Die Universität Tübingen bietet künftig einen neuen und bundesweit bislang einmaligen theologischen Studiengang. Der Masterstudiengang „Theologien interreligiös – Interfaith Studies“ verbindet erstmals christliche, jüdische und islamische Theologie. Der neue Studiengang ist momentan nicht zulassungsbeschränkt und startet zum kommenden Wintersemester. Studieninteressierte können sich noch bis zum 30. September 2021 einschreiben.

Am Studiengang beteiligt sind die Evangelisch-Theologische Fakultät einschließlich ihres Seminars für Religionswissenschaft und Judaistik, die Katholisch-Theologische Fakultät sowie das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen. Die drei Institutionen bilden den Tübinger Campus der Theologien, der es auf einzigartige Weise ermöglicht, die drei ‚abrahamitischen‘ Religionen nicht nur von außen zu betrachten, sondern aus ihren Binnendynamiken heraus kennenzulernen. „Wir wollen dazu beitragen, Judentum, Christentum und Islam in ihrem jeweiligen Profil und ihrem Zusammenhang besser zu verstehen“, sagte Professor Ruggero Vimercati Sanseverino vom Zentrum für Islamische Theologie.

„Dadurch, daß wir den historischen Hintergrund miteinbeziehen und dabei auch die Konflikte zwischen den Religionen nicht ausblenden, wollen wir ein profiliertes Bild entwickeln“, erklärte Professor Volker Henning Drecoll aus der Evangelisch-Theologischen Fakultät und Prüfungsausschußvorsitzender des neuen Studiengangs. „Zugleich wollen wir die hermeneutischen Fragen nach den Quellen des jeweiligen Selbstverständnisses stellen und die Möglichkeiten des interreligiösen Dialogs heute ausloten.“

„Der Studiengang wird sich unter anderem mit Praxisfeldern befassen, in denen in unserer Gesellschaft alle drei abrahamitischen Religionen miteinander zu tun haben, etwa in der Schule oder der Seelsorge, der sozialen Arbeit oder auch politischen Handlungsfeldern“, sagte Professor Michael Schüßler von der Katholisch-Theologischen Fakultät: „Dementsprechend sind wir überzeugt davon, daß Absolvent:innen unseres neuen Masterstudiengangs für zahlreiche Berufsfelder hervorragend qualifiziert sein werden.“

Weiterführende Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, notwendigen Sprachkenntnissen und beruflichen Perspektiven finden sich auf der Homepage der Universität Tübingen.

UCC: Unterdrückung ist Sünde

Die United Church of Christ, eine der großen US-amerikanischen ev. Kirchen hat am Sonntag, 18. Juli 2021 in einer ErklärungFOR A JUST PEACE BETWEEN PALESTINE AND ISRAEL„, die fortdauernde Unterdrückung der Palästinenser:innen als „Sünde“ bezeichnet. Hier der ausführliche Beschlußtext, der aktuell von US-amerikanisch-jüdischen Lobby-Gruppen, wie dem AJC, erwartungsgemäß kritisiert wird.

Zur Situation in Al-Walaja

Ir Amim | Zoom – Monday, July 12 at 7 PM Jerusalem // 18.00 Uhr Berlin/Bonn – Register

„Al-Walaja: A Community in Danger“ .

The panel will discuss the imminent danger of demolition facing Walaja – a Palestinian village located on the southern periphery of Jerusalem and our speakers for the evening will be: 
– Aviv Tatarsky: Ir Amim’s Planning Policy Researcher
– Attorney Ibrahim Alaaraj: a member of Walaja’s Resident Planning Committee

Mehr Informationen

Fehlende Religion

Nachdem das säkulare Friedenslager kaum noch als solches zu erkennen ist, stellt sich dringlicher denn je die Frage, wo die religiösen Stimmen in der Friedensbewegung zu hören sind.


Einen spannenden Bericht bringt die New York Times über die Arbeit von Rabbi Michael Melchior und Mansour Abbas und ihrem Umfeld.

Zu dem Themenkreis, u.a. mit einem Beitrag von Rabbiner Melchior, erscheint auch die Ausgabe 2/2021 von israel & palästina, etwas verspätet erst in diesem Quartal, dafür aber auch zeitglich in einer englischen Ausgabe.

New York Times Beitrag als PDF:

As Secular Peace Effort Stutters in Israel, Religious Mediators Hope to Step In

Freundschaft, jüdisch-palästinensisch …

in diesen Tagen | Eine Geschichte von Dina Kraft (Tel Aviv) im Forward

(Vier Artikelim Monat können frei gelesen werden)