Seit einer Woche wühlt die aktuelle Gewaltspirale Menschen an unterschiedlichen Orten und in den verschiedensten Kontexten auf. Verzweiflung der Angehörigen, Wut über das Leid, aber auch Aktionismus, um etwas zu tun angesichts des Furchtbaren.
Auch wir haben keine Antwort, auch keine „Lösung“, auch wir ringen in dieser Woche um Fassung und um Solidarität.
Vier kleine Hinweise an diesem Abend, (zwei davon) die in unsere eigene Wirklichkeit zurückführen:
# . Beim Freitagsgebet in der Dar Assalam-Moschee in Neukölln ruft Imam Mohamed Taha Sabri am Freitag zu Vernunft auf. (ein für den Berliner Tagsspiegel eher ungewöhnlicher Artikel von Frank Bachner).
# . Stefan Hunglinger versucht in der taz eine vorsichtige und respektvolle Annährung an den Kosmos „Sonnenallee“, Neukölln in all der Komplexität und Widersprüchlichkeit (auch mit einer Sequenz von/zu Mati Shemoelof).
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Über Zusammenstehen und -arbeiten in diesen Tagen im ‚Heiligen Land‘: Netta Ahituv und Nadin Abou Laban am 12. Oktober 2023 in einem Beitrag in Haaretz (ausnahmsweise auch einmal als Datei zum herunterladen)
Martin Griffiths, Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator, resümiert aus der Sicht der Vereinten Nationen diese „furchtbare Woche und hält uns, hällt allen den Spiegel vor:
„The past week has been a test for humanity, and humanity is failing“
Nicht zu verwechseln mit den sog. Abraham Accords sind die Abraham Iniatives, ihr heutiger Newsletter und sein kooperativer Geist mögen in diesen Schabbat begleiten….
Dear Friends,
During this impossible time, it is easy to feel paralyzed. As we navigate the waves of grief and fear, I continue to be moved by the determined insistence of my friends and colleagues in Israel that a shared future for Jewish and Palestinians is not only something to work towards in the future when times are easier, but a dedicated practice that can help guide us through this impossible time.
I am proud to share that in the face of this immeasurable horror, we have achieved so much as a community this week.
We are using lessons learned from May of 2021 to foster cooperation at the municipal level:
Our Co-Deputy CEOs, Ruth Lewin Chen and Shahira Shalaby, are serving as coordinators for a Municipal Work Team, organized by the Joint Society Organizations Forum, which wrote and distributed recommendations to local leaders for violence prevention and the promotion of mutual aid
These recommendations included monitoring social media for misinformation; ensuring that police forces are protecting all citizens and preventing extremists from entering mixed cities; adjusting welfare services according to the needs of mixed cities; and promoting cooperation between the leaders of Arab and Jewish towns
We are participating in the Negev Situation Room and other coalitions of organizations in Arab civil society to ensure that the needs of Palestinian citizens are met. This work includes:
Documenting cases of violence, discrimination, and harm against Palestinian citizens
Expanding trainings in the mental healthcare system and connecting with service providers
Monitoring fake news on social media
Liaising with leaders in Arab society and politics, particularly to address the lack of shelters in the Negev, which the Home Front command claims cannot be placed in unrecognized villages
We are ensuring that shared life is protected:
We are working with our partners in the Ministry of Education to help navigate the points where Jewish and Arab students will come together in our Shared Learning Initiative
We offered invitations to Arab and Jewish psychologists to speak to mixed classrooms and Arab teachers at Jewish schools on the complexity of this moment
We continue to fight bills in the Knesset that promote a racist agenda using the cover of conflict
We are encouraging the incredible young people we have worked with in the past to take positions of leadership:
We have connected those who graduated from our personal security courses in Tel Sheva, Rahat, and Kseifa with volunteer trainings led by the Home Front Command so they can assist in maintaining security during emergencies in their neighborhoods
We must continue our work in this moment and stay rooted in our ideals of shared society and equality. Thank you for standing with us.
Daran festhalten, daß eine andere Welt möglich ist, daß Menschen anders miteinander umgehen können, daran festhalten, daß Leid nicht trennen muß…
Wir haben schon öfter (hier schon in 2016!) in diesem Blog auf den Parents Circle hingewiesen. Heute bringt Malte Lehming im Berliner Tagesspiegel einen aktuellen Bericht zu deren Arbeit.
Studienreise / Fortbildungsangebot der DVPB Rheinland-Pfalz nach Israel-Palästina vom 10.-18. Februar 2024
Die DVPB Rheinland-Pfalz bietet eine Studienreise / Fortbildung nach Israel-Palästina an. Die Reise richtet sich an Lehrkräfte, aber auch an alle anderen politisch Interessierten.
Thematisch geht es darum, einen differenzierten Einblick inbeide am Nahost-Konflikt beteiligten Gesellschaften zu ermöglichen und die Gegebenheiten, Emotionen, Narrative sowie Friedensmöglichkeiten sowie -hemmnisse kennen zu lernen um den Konflikt insgesamt besser zu verstehen.
Für Anmeldungen und Rückfragen: michael.sauer@dvpb-rlp.de.
diAk-Konsultation am Sonntag, 10. September 2023 – 15.00-20.30 Uhr
Ort: Liane 1 – Karl Marx-Straße 17 (Berlin-Neukölln) LIANE befindet sich im zweiten Hinterhof, 2. OG (ohne Aufzug)
Wo stehen die Debatten zu Israel und Palästina in Deutschland?
Zwischen Polarisierung und Polemik
Die Diskussionen in Deutschland zu Israel und Palästina driften viel zu häufig in extreme oder polemische Positionen ab. Betroffene, insbesondere Palästinenser*innen, kommen kaum zu Wort oder werden delegitimiert und teils kriminalisiert. Auch progressive israelische Stimmen haben es zunehmend schwerer, insbesondere seit der Wahl der aktuellen israelischen Regierung. Wie beeinflussen die Entwicklungen in Palästina und Israel die Debatten in Deutschland? Oder ist das Verhältnis zu Israel für Teile der deutschen Gesellschaft vor allem eine Projektionsfläche?
Was bedeutet das für den diAk?
Als diAk wollen wir uns die Frage stellen, was die Entwicklungen der letzten Jahre für uns bedeuten? Wo und wie können wir aktiv sein und etwas zu den Debatten beitragen? Welche Rolle können wir in Deutschland spielen und mit wem wollen wir zusammenarbeiten.
Zur dieser Gesprächs- und Austauschrunde, zu einer Art von offener Konsultation lädt der diAk am 10. September 2023 ein.
Auf Youtube 10 min unterwegs – mit mancher Einsicht…
Ir Amim, Emek Shaveh, and Peace Now present a virtual tour of one of the most complicated holy sites in the world:
The Temple Mount/Haram al-Sharif. Join us to learn about the issues surrounding the holy compound, what is needed to ensure a peaceful stability for worshippers and visitors, and how once-fringe movements are trying to undermine this.
Auch eine Form der Erneuerung an diesem (nach dem westlichen Kalender) Pfingstsonntag 2023
„Dank der Zusammenarbeit zwischen der al-Quds-Universität und der Universität Palermo können wir jetzt den ersten Studiengang für Restaurierung im gesamten Nahen Osten anbieten“, so Carla Benelli, Leiterin der Kulturprojekte bei Pro Terra Sancta. Sie erzählt begeistert, wie sie derzeit im Herzen von Bethanien arbeitet, wo seit 2016 die Associazione Pro Terra Sancta und das Mosaic Centre Konservierungs- und Aufwertungsarbeiten im historischen Zentrum der Stadt von Marta, Maria und Lazarus durchführen.
(Die Seite dürfte auf der Basis einer autoamtischen Übersetzung erstellt sein)