Bericht über einen Heimatbesuch in diesen Tagen: Mati Shemoeloff in Haifa
Berliner Zeitung, 14. Juli 2024 – Open-Source-Beitrag des Berliner Verlags

Bericht über einen Heimatbesuch in diesen Tagen: Mati Shemoeloff in Haifa
Berliner Zeitung, 14. Juli 2024 – Open-Source-Beitrag des Berliner Verlags

Stabsstelle Diversity und Antidiskriminierung

Im WiSe 23/24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
Im SoSe 24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
Erklärung: Just war? Justice and Peace Commission of the Holy Land (30. Juni 2024)
Aus der aktuellen Erklärung (PDF) hier zwei Zitate:
“As Catholics in the Holy Land, who share .. (the) vision for a peaceful world, we are outraged that political actors in Israel and abroad are mobilizing the theory of “just war” in order to perpetuate and legitimate the ongoing war in Gaza. … Though we are a small community in the Holy Land as Catholics we are an integral part of this land’s identity. We wish to make it clear that we, and our theological tradition, must not be used in order to justify this violence. The witness that we bring is not one of war, but one of transformational love, one of freedom and equality, one of justice and peace, one of dialogue and reconciliation”.
In der Frankfurter Rundschau finden sich ein Interview, daß Maria Sterkl mit der Juristin Netta Barak-Corren und dem Militärhistoriker Danny Orbach geführt hat, beide sind Autor:innen eines Stragegiepapiers, das in Israel seit einiger Zeit diskutiert wird („Von einem Mörder-Regime zu einer gemäßigten Gesellschaft: Die Transformation und Rehabilitation von Gaza in der Post-Hamas-Ära“)
Hier ein Zitat aus dem Papier, dessen Duktus israelische Interessen reflektiert und aus historischen Erfahrungen (und Fehlern) lernen will …
Wann würden Sie den Übergang in Gaza als geglückt bezeichnen – wenn es dort Demokratie gibt?
Orbach: Nein, es wäre bevormundend und kontraproduktiv, wenn wir Gaza ein demokratisches System aufzwingen wollten. Das ist eine Sache der Menschen in Gaza. Unser Erfolgsmaßstab ist, dass es gelingt, eine Art Kontinuität aufzubauen – ein Modell eines Sunni-Staates, der konservativ ist, aber nicht jihadistisch, ähnlich wie in den Emiraten. Wir sollten nicht anstreben, dass die Menschen in Gaza ein israelisches Narrativ übernehmen. Sie sind Palästinenser und werden auch weiterhin die Nakba als ihr bestimmendes Ereignis sehen. Sie werden weiterhin Zionismus verachten und Jassir Arafat verehren. Das macht mich nicht glücklich, aber das ist die Realität. Die Hauptsache ist, dass sie sich für Koexistenz einsetzen. Welches Narrativ sie dabei anleitet, das sollen und können wir nicht kontrollieren.


Mit der Initiative „Make Freedom Ring“ macht Geiger Michael Barenboim auf die humanitäre Katastrophe in Gaza aufmerksam. Viele Landsleute kritisieren ihn dafür. Ende Juli veranstaltet die Initiative ein Benefizkonzert in der Himmelfahrtskirche in München – Ein Beitrag (Kathrin Hasselbeck) auf br-klassik.de

Israels Kampf gegen die Hamas und die Erfolgschancen für einen Nachkriegsplan
SWP-Podcast 2024/P 16 mit Muriel Asseburg und Peter Lintl

Diskussion mit Moshe Zimmermann, Angelika Timm und Gil Shohat
Analog in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin
02. Juli 2024, 19:00 – 21:00 Uhr oder digital im Livestream – anmeldung erfoderlich
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nimmt den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zum Ausgangspunkt, um in seinem neuen Buch eine kritische Bilanz des israelisch-palästinensischen Konflikts und der Geschichte des Staates Israel zu ziehen. Er zeigt historische Linien auf und hinterfragt Optionen für ein künftiges Miteinander jüdischer und palästinensischer Bürgerinnen und Bürger.
Sein Fazit ist sowohl pessimistisch als auch konstruktiv; es sieht nicht nur die regionalen Akteure, sondern auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, um dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt zu entfliehen.
Angelika Timm, erste Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel, diskutiert mit Moshe Zimmermann über dessen Buch «Niemals Frieden? Israel am Scheideweg». An dem Gespräch beteiligt sich, zugeschaltet aus Tel Aviv, auch Gil Shohat, der gegenwärtige Büroleiter der RLS in Israel.
Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte geben Sie bei der Anmeldung im Bemerkungsfeld an, ob die Teilnahme vor Ort oder digital gewünscht ist.

Es gibt auch ‚andere‘ Nachrichten aus Israel und Palästina … wir weisen an dieser Stelle immer wieder einmal auf ermutigende, neue, andere Initiativen hin, heute A Land for All:

A Land for All is a shared movement of Israelis and Palestinians who believe that the way towards peace, security and stability for all passes through two independent states, Israel and Palestine, within a joint framework allowing both peoples to live together and apart. Israeli-Jews and Arab-Palestinians are heavily intertwined on both side of the Green Line and therefore building walls between them is neither realistic nor desirable. Recognizing that both Jews and Palestinians are part of the same shared homeland, and respecting their equal individual and national rights, A Land for All provides pragmatic and viable solutions to the obstacles that have stymied prior negotiations, moving us from a paradigm of separation towards a future based on power sharing and shared interests.
