No Other Land

„Passend“ zu den Nachrichten über eine anstehende mögliche Annektion des Besetzten Gebiete, kommt in die deutschen Kinos der auf der Berlinale 2024 prämierte Film No Other Land der Filmemacher Yuval Abraham und Basel Adra: Susanne Lenz schreibt zur Vorführung im Kino Babylon in der Berliner Zeitung:

Kurzfilmkompilation aus Gaza

mec filme im November in Berlin

10. November 2024 at/um 18.30h im Künstlerhaus Bethanien (New Yorck), Mariannenplatz 2a – 10997 Berlin with /mit ENGLISH subtitles followed by a Q&A with Irit Neidhardt (distributor)

am 15. November 2024 at 18.30h (ENGLISH subtitles) und
am 17. November 2024 um 16.15h (Deutsche Untertitel) im/in
Sputnik Kino, Hasenheide 54/ 5.Etage, 10967 Berlin mit Gespräch / followed by Q&A

(for language please check/für die Sprachfassung siehe Sputnik Website)

FROM GROUND ZERO
From Ground Zero ist eine Kompilation mit 22 Kurzfilmen von Regisseurinnen aus Gaza. Gedreht zwischen Dezember 2023 und März 2024 fangen die zwischen drei und sechs Minuten kurzen Filme individuelle Perspektiven auf die aktuelle Kriegs-Realität in Gaza ein. Mit einem Genremix aus Spielfilm, Dokumentarfilm, Doku-Fiktion, Animation und experimentellem Kino präsentiert From Ground Zero eine Vielfalt an Geschichten, die die Trauer, den Überlebenswillen, die Freude und die Hoffnung widerspiegeln, die dem Leben in Gaza innewohnen. Das Projekt wurde von Rashid Masharawi, einem international renommierten palästinensischen Filmemacher aus Gaza, ins Leben gerufen. Kompilationsfilm aus 22 Kurzbeiträgen, 2 Teile à ca 56 min, div. Genres

Zu den Synopsen der einzelnen Filme und Biographien der Regisseurinnen.

Frontal – ab Min 30:23

Ein Beitrag von

Die Ermittlung

Das Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss (erstmals erschienen 1965) wurde gerade verfilmt – ein Hybrid aus Theater und Kino über den ersten Frankfurter Auschwitzprozeß.

Eine Würdigung und Empfehlung von Walli Müller auf NDR.de

Ergänzung 29. Juli 2024

Filmkolumne von Tilman Schumacher (Perlentaucher)

Im Kleinen das Große zeigen

Zum Tod des Regisseurs Michael Verhoeven (1938-2024)
Ein Beitrag auf BR-Mediathek

Screenshot Michael Verhoeven BR

Ein Nachruf Daniel Kothenschulte in der Frankfurter Rundschau

Esel und Film …

An diesem Gründonnerstag (nach dem westlichen Kalender) einmal eine ganz andere Nachricht, jenseits all der Gewalt, all der Frustration und Hoffnungslosigeit und all dem Schweren, das auf dem Weg zu einem Ostern liegt …

Safe Haven 4 Donkey featured in award winning documentary

Safe Haven 4 Donkeys was established in 2000 to provide a sanctuary for abandoned and abused donkeys in the Holy Land.The charity also focuses on educating and advising local communities on animal welfare and providing veterinary care and support. Situated in Israeli village Gan Yoshiyya, close to the West Bank, the sanctuary now provides shelter and lifelong care for around 200 unwanted, and often injured, donkeys in Israel and the Occupied Palestinian Territories. ….

The Zone of Interest

Das Kinofenster der BpB stellt jetzt Material zu diesem Film online bereit.

Film Collectivism and Revolution

Vortrag mit Viola ShafikDonnerstag 29. Februar – 19.00 Uhr  
@ B.L.O. Ateliers – Kaskelstraße 55, 10317 Berlin / S-Bhf Nöldnerplatz
Eintritt Frei / englische Sprache

Die deutsch-ägyptische Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin Viola Shafik stellt ihr neues Buch „Resistance, Dissidence, Revolution. Ästhetik des Dokumentarfilms im Nahen Osten und Nordafrika“ vor. Inspiriert von Deleuze und Guattaris Bild des „Rhizoms“ verfolgt die Autorin einen deterritorialisierten Ansatz revolutionären Filmschaffens, der die Vielfalt und Fluidität revolutionärer Werke in der Region berücksichtigt, einschließlich des revolutionären Potenzials und der Reichweite historischer und zeitgenössischer Filmkollektive in Palästina, Algerien, Ägypten, Syrien und Marokko.

Vor dem Hintergrund seines eigenen Engagements im ägyptischen Filmkollektiv Mosireen wird sich der ägyptische Künstler und Filmemacher Ziyad Hawwas mit der Autorin über ihre Perspektive des kollektiven revolutionären Filmemachens austauschen. Es werden kurze Filmausschnitte gezeigt.

Neues Interview-Portal „Oral-History.Digital“ gestartet

An der Freien Universität Berlin ist am Montag (25. September 2023) offiziell die neue Online-Plattform „Oral-History.Digital“ (oh.d) an den Start gegangen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Interviewportal ermöglicht Forschenden und historisch Interessierten den Zugriff auf bisher schwer zugängliche Zeitzeugeninterviews aus unterschiedlichen Institutionen und Projekten.

„Oral-History.Digital“ umfaßt derzeit über 2.000 Interviews unter anderem von Verfolgten des Nationalsozialismus, aber auch Berliner Museumsmitarbeiter:innen, Bergarbeitern im Ruhrgebiet, Professor:innen und Punks, DDR-Bausoldaten oder Geflüchteten aus der Ukraine. Der weitere Ausbau der Plattform ist geplant.

Museen, Universitäten und Stiftungen können auf die neue Plattform ihre Audio- und Video-Interviews mit Transkripten oder Begleitmaterialien hochladen, mit Werkzeugen für Transkription oder Verschlagwortung bearbeiten sowie für Bildung und Wissenschaft bereitstellen. Interessierte aus Forschung, Bildung und Öffentlichkeit wiederum können die Interviews über Filter- und Volltextsuche sammlungsübergreifend durchsuchen, mit Untertiteln ansehen, annotieren und zitieren.

Die narrativen Interviews der Oral History sind eine wichtige Quelle für die Geschichtswissenschaft und andere Disziplinen, aber auch für Ausstellungen und Bildungsprojekte. Sie waren bislang jedoch über viele Institutionen verstreut und mitunter schwer auffindbar, oft schlecht erschlossen und nur vor Ort zugänglich. „Oral-History.Digital“ macht diese Interviews nun als audiovisuelle Forschungsdaten auffindbar, zugänglich und nachnutzbar.

Eine differenzierte Zugangskontrolle schützt die Persönlichkeitsrechte der Interviewten. Die Langzeitarchivierung gewährleistet die dauerhafte Verfügbarkeit der Dateien.

Sechs Partnerinstitutionen arbeiten in oh.d zusammen. Mit der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, dem Archiv „Deutsches Gedächtnis“ der FernUniversität Hagen und der Werkstatt der Erinnerung an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg bringen die größten Oral History-Einrichtungen in Deutschland ihre Sammlungsbestände ein. An der Universität Erlangen wird das Portal für eine Studie zur Migrationsgeschichte erprobt. Das Bayerische Archiv für Sprachsignale an der Universität München bietet Langzeitarchivierung und Spracherkennung, der Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Bamberg unterstützt die Schnittstellen zu Normdaten.

Entwickelt wird oh.d gemeinsam mit fast 30 Pilotarchiven, u.a. dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, dem Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, dem Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur, den KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Flossenbürg, den Staatlichen Museen zu Berlin und den Universitäten Halle, Erfurt und Bochum. Sie bringen ihre jeweils einzigartigen Interviewsammlungen ebenso ein wie ihre vielfältigen Erfahrungen und Anforderungen.

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Günter M. Ziegler, betonte: „Mit dem Portal `Oral-History.Digital‘ macht die Freie Universität Berlin eine große Vielfalt lebensgeschichtlicher Zeugnisse zu unterschiedlichen Geschichtsepochen zugänglich. Zugleich unterstützt die Plattform Forschungsprojekte innerhalb und außerhalb der Universität bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung von Zeitzeugen-Interviews. Für unsere Universität ist das ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau ihrer Expertise im Bereich von Erinnerungskultur, Oral History und Digital Humanities. Dieser Ausbau begann vor 17 Jahren: 2006 haben wir das ‚Visual History Archive‘ der USC Shoah Foundation zugänglich gemacht. Die FU war damals die erste Einrichtung außerhalb der USA, an der Forschende, Lehrende und Studierende mit diesen 53.000 Video-Interviews mit Überlebenden des Holocausts und anderer Genozide arbeiten konnten. Später wurden auch die 4.000 Überlebenden-Interviews aus dem renommierten Fortunoff Archive der Yale University nutzbar. Mit der Bereitstellung dieser kostbaren Zeugnisse bekannte und bekennt sich die FU zu ihrer historischen Verantwortung als ‚Freie‘ Universität in der ehemaligen Hauptstadt des nationalsozialistischen Deutschlands.“

Der Leitende Direktor der FU-Universitätsbibliothek, Dr. Andreas Brandtner, sagte: „Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin verfügt damit in diesem Bereich über eine weithin sichtbare Besonderheit, die wir nachhaltig festigen und perspektivisch zu einem Oral History-Zentrum weiterentwickeln wollen. Dabei blicken wir auch ein wenig in die USA: Dort sind Oral History-Abteilungen bereits seit den 1970er Jahren ein wichtiger Bestandteil von Universitätsbibliotheken, etwa in Yale, Columbia oder Berkeley. “

Das Projekt „Oral-History.Digital“ wird seit 2020 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. In einer zweiten Förderphase bis 2026 wird die User-Community erweitert und die Software konsolidiert; neue Funktionalitäten werden die Editions- und Suchmöglichkeiten weiter optimieren. Die Freie Universität Berlin wird die Infrastruktur als wissenschaftliche Dienstleistung für Forschende und Archivpartner langfristig anbieten und ausbauen.