StolperTexte erinnern …

an Opfer des Faschismus

    Das Leo Baeck Institut New York / Berlin hat sein Archiv für Autorinnen und Autoren geöffnet: Das Literaturprojekt wird auf der Leipziger Buchmesse 2024 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

    BesserLesen

    Ronen Altman Kaydar stellt sein Buch Berliner Rebellinnen vor

    Zitat zum Sonntag

    „Wenn man faul ist im Denken, dann muss man die Welt in Binaritäten sehen: die Guten und die Bösen. Dass Israelis und Palästinenser was zusammen machen, ob nun bei der Berlinale oder den „Combatants für Peace“, stört dieses Weltbild. Wer das nicht wahrhaben will, kann leider den Konflikt nicht verstehen. (…) Komplizierter denken zu können, ist zwar nötig. Aber manche Sachen sind ganz einfach, zum Beispiel, dass Kinder nicht ausgehungert werden dürfen. Meine Hoffnung besteht in dem Konzept von Empathie, der Idee, dass man den Schmerz der anderen verstehen kann, unter anderem durch den eigenen Schmerz. Ich sehe die Bilder der Mütter aus Israel, die am 7. Oktober ihre Kinder verloren haben, oder der Kinder, deren Eltern an dem Tag umgebracht wurden. Aus diesem Schmerz heraus kann ich verstehen, warum wir auch die Eltern und Kinder in Gaza nicht töten sollen. Das ist für die meisten gerade sehr schwierig. Aber ich hoffe, dass es im Laufe der Zeit leichter wird, den Schmerz der anderen anzuerkennen.“

    The Zone of Interest

    Das Kinofenster der BpB stellt jetzt Material zu diesem Film online bereit.

    Musik in den Lagern

    Das Pariser Dokumentationszentrum der Shoa hat fast ein Jahr lang eine Ausstellung zu Musik in den Nazi-Lagern gezeigt, online bleibt manches davon weiter zugänglich.

    Nachbericht in der FAZ vom 4. März 2024 (den man:frau sich früher gewünscht hätte, (Noch?) nicht online zugänglich)

    Immer wieder herausfordernd

    Im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Akademie Berlin wird die neue, durchaus kontrovers aufgenommene Biographie der Philosophin und „Denkerin“ Hanna Arendt durch den Autor Thomas Meyer vorgestellt.

    Live im Youtube-Kanal der Akademie zu verfolgen am 11. März 2024 – 19,00 Uhr

    Eingeschränkte Sicht

    Die Nahost-Debatte verschwindet zunehmend hinter dem starren Korsett eigener Geschichtsschreibung und Selbstinszenierung – ein Essay von Robert Misik (Wien) auf den Seiten von ipg.

    Screenshot ipg

    Film Collectivism and Revolution

    Vortrag mit Viola ShafikDonnerstag 29. Februar – 19.00 Uhr  
    @ B.L.O. Ateliers – Kaskelstraße 55, 10317 Berlin / S-Bhf Nöldnerplatz
    Eintritt Frei / englische Sprache

    Die deutsch-ägyptische Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin Viola Shafik stellt ihr neues Buch „Resistance, Dissidence, Revolution. Ästhetik des Dokumentarfilms im Nahen Osten und Nordafrika“ vor. Inspiriert von Deleuze und Guattaris Bild des „Rhizoms“ verfolgt die Autorin einen deterritorialisierten Ansatz revolutionären Filmschaffens, der die Vielfalt und Fluidität revolutionärer Werke in der Region berücksichtigt, einschließlich des revolutionären Potenzials und der Reichweite historischer und zeitgenössischer Filmkollektive in Palästina, Algerien, Ägypten, Syrien und Marokko.

    Vor dem Hintergrund seines eigenen Engagements im ägyptischen Filmkollektiv Mosireen wird sich der ägyptische Künstler und Filmemacher Ziyad Hawwas mit der Autorin über ihre Perspektive des kollektiven revolutionären Filmemachens austauschen. Es werden kurze Filmausschnitte gezeigt.

    Mustafa al-Kurd

    (10. Dezember 1945 – 18. Februar 2023)

    Cover LP al-Kurd 1977

    In Jerusalem ist der politische Sänger, Komponist und Dichter Mustafa al-Kurd im Kreise seiner Familie gestorben. Seine Lieder, seine Texte werden noch gesungen und erinnert werden, wenn sie endlich Wirklichkeit geworden sind, all der furchtbaren Wirklichkeit unserer Tage zum Trotz.

    Oh, Jerusalem,
    Du Stadt der Hoffnung
    des Lächelns
    der Liebe
    Sternenhimmel und Freudentänze

    Nach Jahren des Exils, der Arbeit mit der PLO etwa in libanesischne Flüchtlingslagern (davon zeugt etwa die oben gezeigte LP, konnte er 1985 in seine Heimat zurückkehren…

    CD Fawanis (1993)

    Nachruf in Junge Welt (22. Februar 2024)

    22. Februar 1944

    Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl in München von Nationalsozialisten hingerichtet. Die beiden Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hatten Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verteilt.