Es ‚geht‘ beides!

Eine andere Politik gegenüber den Palästinenser:innen und der gegenwärtigen israelischen Regierung zu fordern und für richtig zu halten, muß kein, darf kein und sollte kein Schlußstrich unter die Verantwortung, die Deutschland und Deutsche aus ihrer Geschichte zu ziehen haben und ziehen sollten, sein …

In diesem Zusammenhang ein interessanter Kommentar von Johannes Schneider, Redakteur im Politischen Feuilleton von DIE ZEIT und ZEIT ONLINE, in der ZEIT vom 26. Mai 2025.

Noch einmal: JDA

Jerusalem Declaration on Antisemitism /Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus

Die Debatte um die verschiedenen, allesamt in der Wissenschaft diskutierten Definitonen, hat durch den Beschluß des Parteitages der Linken wieder Fahrt aufgenommen. Hier dazu eine

Erklärung von 56 Wissenschaftler:innen,

einen Bericht der Frankfurter Rundschau dazu

und eine Zusammenfassung zu den eigentlichen Dissenspunkten von Peter Ullrich.

Repression in Deutschland, gibts das?

15. Mai -> 06. Juni

Zu Besuch

Staatsräson überdenken

Deutschland und Israel feiern 60 Jahre diplomatische Beziehungen. Für Meron Mendel, den Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, fühlt sich der Zeitpunkt falsch an. Deutschland solle seine Außenpolitik wegen des Gaza-Krieges überdenken, fordert er.

Hörbar. Stimmen zu Nahost.

Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen

Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!

Hörbar. Stimmen zu Nahost.

Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen

Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!

Wie sprechen wir über Israel und Palästina?

Wie sprechen wir über Israel und Palästina? | Di, 13. Mai 2025, 18.00 – 19.30 Uhr

Aus dem offiziellen Text der ZLB:

Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann laden Sie als erfahrene politische Bildende zu einem Gespräch ein. Durch ihre palästinensischen und jüdisch-israelischen Bezüge und Perspektiven wollen Sie den Blick auf den Nahostkrieg erweitern. Die beiden fragen:

Was hat sich für Sie seit dem 7. Oktober verändert? Was macht der Krieg in Gaza und im Libanon mit Ihnen? Können wir überhaupt noch von Glaubenskriegen sprechen? Was beschäftigt Sie? Welchen Umgang wünschen Sie sich mit Israel und Palästina in Deutschland?

Diese Veranstaltung basiert auf dem „Trialog“-Projekt [Dialog der Drei]. Das ist ein multiperspektivisches Gesprächsformat über den Nahostkonflikt, das von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann initiiert wurde. Ausgehend vom Beginn des Krieges in Israel und in Gaza am 7. Oktober 2023 und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Folgen widmet sich das Projekt der großen Herausforderung, das Thema im Raum Schule besprechbar zu machen.

Das Ziel der „Trialoge“ ist, gemeinsam mit jungen Menschen einen Ort des gegenseitigen Zuhörens, der Verständigung, des Aushaltens und des Wachsens zu schaffen. Emotionales Erleben in allen seinen Facetten einen Raum zu geben. Es geht darum, den enormen emotionalen Herausforderungen der Schülerinnen und Schüler, die der Konflikt mit sich gebracht hat, zu kanalisieren, sie zu verstehen und dadurch auch den Prozeß des Verarbeitens und des Heilens anzuregen. Gleichzeitig soll dem großen Unwissen über die verschiedenen Grautöne und den zunehmenden menschenfeindlichen Vorurteilen und den zahlreichen Verschwörungstheorien im Zusammenhang des Nahostkonfliktes entgegengewirkt werden.

SWP-Aktuell 2025/A 16

Israels Regierung baut in rasantem Tempo die Gewaltenteilung ab und weitet ihre Kontrolle über den Staatsapparat aus. Die militärische Reaktion auf den Angriff der Hamas und anderer bewaffneter Gruppierungen am 7. Oktober 2023 scheint in eine dauerhafte Wiederbesetzung des Gazastreifens zu münden. Die »freiwillige« Auswanderung der palästinensischen Bevölkerung des Küstengebiets wird als Option der Konfliktlösung gesehen. Gleichzeitig treibt die Netanjahu-Regierung das Siedlungsprojekt im Westjordanland mit neuer Verve voran. In ihren Ansätzen – sei es in der Innenpolitik, gegenüber den Palästinenser:innen oder gegenüber den Nachbarstaaten – sieht sie sich durch die Trump-Administration ermutigt. Damit entfernt sich Israel weiter von einer liberalen Demokratie. Eine Regelung der Palästina-Frage wird so konterkariert, die Region destabilisiert. Deutsche Politik darf diese Entwicklungen nicht ignorieren.

Muriel Asseburg / Peter Lintl
Israels radikale Regierung. Abbau der Gewaltenteilung, Übernahme des Staatsapparates und beschleunigte Annexion
SWP-Aktuell 2025/A 16 (April 2025) – 8 Seiten

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