Ein Interview auf Kontrast.at mit der in Berlin lebenden, in West-Jerusalem aufgewachsenen Aktivistin Vered Berman.

Ein Interview auf Kontrast.at mit der in Berlin lebenden, in West-Jerusalem aufgewachsenen Aktivistin Vered Berman.

…. soll es, soll was richten? Es fehlen einem die Worte …
Die Bombadierungen, die Tötungen, die Gewalt geht weiter im Gazastreifen. Und die deutsche Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit redet in Kairo mit palästinensischen Flüchtlingen, dafür auf Arabisch…

Spore hosts: Erste Jahreskonferenz – Verein palästinensischer und jüdischer Akademiker*:innen (PJA)
20. Juli 2025 10.00-18.30 Uhr
Diese Konferenz möchte das Konzept des Scholastizids für ein Verständnis der aktuellen Situation in Palästina kritisch einsetzen und dadurch die Verantwortung von Universitäten und Bildungskräften, insbesondere in Deutschland, herausarbeiten. Seit Jahrzehnten und insbesondere seit Oktober 2023 wird der von Karma Nabulsi geprägte Begriff Scholastizid verwendet, um die absichtliche und systematische Zerstörung der Bildungsinfrastruktur in Palästina und die Unterdrückung des akademischen Lebens aufgrund der israelischen Militäraktionen im Gazastreifen zu beschreiben. Die intensiven Bombardierungen und Bodenoperationen werden gezielt gegen Schulen, Universitäten und akademische Einrichtungen eingesetzt und sind für Tod von Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsangestellten sowie für die Zerstörung von Bibliotheken, Unterrichtsräumen und Forschungszentren verantwortlich.
Die Verwendung des Begriffs Scholastizid neben verwandten Konzepten wie Educide und Epistemizid ermöglicht es, die Zusammenhänge zwischen Kausalität, Kontinuität und Interdependenz zwischen der Zerstörung eines Bildungssystems und der Auslöschung des palästinensischen Lebens, der palästinensischen Kultur und Erinnerung nachzuvollziehen. Er befasst sich auch mit der Unterdrückung, Marginalisierung und Ausgrenzung palästinensischer Wissenschaftler*innen in Europa. Darüber hinaus kann die Verwendung dieser Konzepte dazu beitragen, Probleme, wie den seit Jahrzehnten bestehenden erschwerten Zugang zu Bildung für Palästinenser*innen sowie die Zerstörung zukünftiger Bildungschancen zu beleuchten.
Angesichts dieser verheerenden Situation stellt diese Konferenz die Frage: Welche Verantwortung tragen Wissenschaftler*innen, Forscher*innen und Universitäten weltweit? Inwiefern sind bestimmte akademische Disziplinen und Bildungseinrichtungen explizit oder implizit an diesem anhaltenden Scholastizid beteiligt? Welche Formen nimmt diese Komplizenschaft an? Welche Strategien wenden Studierende, Lehrende und Forschende an, um über die Mittäterschaft hinaus Solidarität mit einem Volk zu entwickeln, dessen Zugang zu Bildung nicht nur gestört, sondern systematisch und gewaltsam zerstört wurde?
Als Vereinigung palästinensischer und jüdischer Akademiker*innen (PJA), die sich für Gerechtigkeit, Wissenschaftsfreiheit und antikoloniale Wissenschaft einsetzen, veranstalten wir diese Konferenz, um kritisch zu untersuchen, wie die globale akademische Gemeinschaft auf die Zerstörung des palästinensischen Bildungswesens reagiert. Diese Auftaktveranstaltung spiegelt unsere gemeinsame Sorge um die Auslöschung der intellektuellen Zukunft Palästinas und die moralischen und rechtlichen Verpflichtungen wider, denen sich Wissenschaftler*innen und Institutionen weltweit, insbesondere in Deutschland, stellen müssen. Wir laden die Teilnehmenden ein, darüber nachzudenken, welche Handlungsmöglichkeiten angesichts institutioneller Komplizenschaft und epistemischer Gewalt bestehen.
Organisiert vom Verein palästinensischer und jüdischer Akademiker*innen (PJA)
Teilnehmende
Dana Abdel Fatah* (Berlin, DE), Najat Abdulhaq (Birzeit, PA), Alice von Bieberstein (Berlin, DE), Luis Cortés (Berlin, DE), Roser Garí Pérez (Berlin, DE), Aurélia Kalisky* (Berlin, DE), Feras Hammami (Göteborg, SE), Elad Lapidot* (Lille/Berlin, FR/DE), Nitzan Lebovic (Bethlehem, USA), Agata Lisiak (Berlin, DE), Rafaëlle Maison (Paris, FR), Mimo (Berlin, DE), Dirk Moses (New York, USA), Ben Ratskoff (Los Angeles, USA), Nahed Samour* (Nijmegen, NL), Sbeih Sbeih (Lyon, FR), Marc Siegel* (Mainz, DE), und Jorge Vega (Berlin, DE).
Nach vielen weiteren Vereinigungen und auch wissenschaftlichen Gesellschaften, erreicht die Debatte über Umwege jetzt auch die DGS. Unabhängig, wie man:frau die Entscheidung bewertet, ist sie auch ein Indiz dafür, wie sich die Debatten international von denen in Deutschland unterscheiden.
Entscheidung der International Sociological Association (ISA), die kollektive Mitgliedschaft der Israelischen Gesellschaft für Soziologie (ISS) beim ISA Forum in Marokko auszusetzen.
Stellungnahme der Israeli Sociological Society (ISS) vom 5. Juli 2025
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie von 7. Juli 2025
Stellungnahme von Gabriele Rosenthal und Artur Bogner vom 3. Juli 2025
taz.Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann
Der Kulturzionist Martin Buber wird neu gelesen. Seine Utopie eines binationalen Israel-Palästina eröffnet Perspektiven, die es dringend braucht….

Erinnerung an den Brief des Menschenrechtkommissars der Europarates [(Council of Europe (CoE), französisch Conseil de l’Europe (CdE)], Michael O’Flaherty, vom 6. Juni 2025 an den deutschen Bundesminister des Inneren, Alexander Dobrindt.
Darin fordert der Kommissar „die deutschen Behörden auf, die Meinungsfreiheit und das Recht auf friedliche Versammlung im Zusammenhang mit dem Konflikt in Gaza zu wahren“.
Wie (nicht nur) gerade der Fall um Iris Hefets in Bremen zeigt, sind anscheindend die Heinrich Mann‘schen Hilferdings in diesem System präsenter und einflußreicher als Menschen mit Rückrat im Sinne von Tucholsky und von Ossietzky.



Stop the War — Save Lives
Erklärung des Parents Circle-Israeli Palestinian Bereaved Families for Peace vom 17. Juni 2025
„In diesen dramatischen und schmerzhaften Tagen haben wir – die palästinensischen und israelischen Familien, die den höchsten Preis bezahlt haben – eine klare Botschaft: Wir weigern uns, ein Leben zu führen, das von Mord, Besatzung und Angst bestimmt ist. Krieg und Konflikt werden uns nicht definieren. Wir bestehen weiterhin darauf, daß die Zukunft nur durch geteilte Menschlichkeit, Würde und die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit für alle gestaltet werden kann.“
Ein Kommentar von Christian Rath in der taz:
Strafbarkeit von Holocaustvergleichen – Wir brauchen keine Metaphernpolizei

Über (un)mögliche Lösungsszenarien für Israel und Palästina
Ein Gespräch in der SPORE (Berlin-Neukölln) 25. Juni 2025
Mit Inge Günther, Yossi Bartal, René Wildangel, Fuad Hamdan und Moderatorin Kristin Helberg
